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Brisantes Derby in der Elbmarsch

Nach der österlichen Pause beginnt in der Fußball-Landesliga ein ähnlich dramatischer Endspurt um den Klassenerhalt wie in der vergangenen Saison, als erst nach dem Abpfiff am letzten Spieltag Klarheit über die fünf Absteiger herrschte. Auch jetzt wieder reicht der Kreis der Gefährdeten hoch bis ins obere Tabellendrittel. Mittendrin stecken auch die hiesigen Mannschaften: Der MTV Treubund hat am Sonntag den SV Ahlerstedt zu Gast, die SV Eintracht Lüneburg muss bereits am Sonnabend (16 Uhr, Drennhausen) bei Eintracht Elbmarsch ran.

„Das ist keine normale Liga, das läuft schon wieder so verrückt wie letztes Jahr“, fühlt sich selbst Elbmarsch-Obmann Tobias Wenck mit dem derzeitigen fünften Platz noch nicht auf der sicheren Seite. Immerhin haben nicht zuletzt das 5:3 in Heeslingen und davor ein 8:0 gegen Schlusslicht Rot-Weiß Cuxhaven maßgeblich dazu beigetragen, dass das Team von Trainer Sven Timmermann nicht wieder wie damals bis zum Saisonfinale zittern muss. „Und jetzt wollen wir möglichst schnell den Sack zumachen, zwei Siege brauchen wir dafür noch“, rechnet Wenck vor.

Doch er weiß auch, dass drei Punkte gegen die Lüneburger Eintracht trotz deren misslicher Lage schwer wird: „Ich erwarte ein sehr interessantes, sehr spannendes Spiel, in dem trotz allem die Tagesform entscheidet. Wir müssen uns auf einen großen Kampf einstellen.“ So ist Wenck auch froh, dass Mißfeld ein so gelungenes Comeback hinlegte, auch Kapitän Ossenfort wohl wieder an Bord ist und so bis auf Richter (Schulterverletzung) der komplette Kader zur Verfügung steht.

Bei den Lüneburgern fehlen weiterhin F. Reinecke (Zehenbruch) und natürlich Stammkeeper und Kapitän Hopp, dessen Ausfall bis zum Saisonende den Blau-Weißen die größten Sorgen macht  abgesehen davon, dass der Abstand zum ersten Abstiegsplatz auf fünf Punkte zusammengeschmolzen ist. Und nun kann er weiter schrumpfen: Soltau kann im Kellerduell gegen Dannenberg hautnah herankommen. „Wir brauchen uns nicht schwach zu reden, aber wir sind gegen Elbmarsch klarer Außenseiter“, wäre Trainer Michael Krienke schon mit einem Punkt hoch zufrieden. „Das wäre super, vor allem auch für die Moral.“

Krienke hat vor allem Respekt vor den Offensivqualitäten der Gastgeber. „Wir wissen, was da auf uns zukommt. Mit Spill und Mißfeld haben sie ja zwei Spieler, die zusammen die Hälfte aller Tore geschossen haben. Aber sie auszuschalten reicht nicht, sie haben auch ein bärenstarkes Mittelfeld. Wir werden alle Hände und Füße voll zu tun haben, uns vernünftig aus der Affäre zu ziehen.“

Seinen Aufwärtstrend fortsetzen will der MTV Treubund. „Wir haben jetzt fünfmal nicht verloren und nur zwei Gegentore bekommen  noch zwei Siege, und wir können wieder die Landesliga buchen“, glaubt Trainer Olaf Lakämper. Die Spielpause hat personell aber nur wenig Entwarnung gebracht. Außer Harms, der beruflich fehlte, ist nun auch Hattendorf nach langer Verletzungspause wieder dabei, dafür stehen Kafetzakis und Studtmann nach Trainingsblessuren auf der Kippe. Dennoch: „Wir wollen gerne nachlegen, auch wenn Ahlerstedt bisher eine gute Rückrunde spielt.“

Nach einem Jahr Klassenzugehörigkeit steht der SV Ilmenau, der zu Eintracht Cuxhaven muss, inzwischen rechnerisch als Absteiger fest.