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Countdown: Die Reise nach Rehden

10.10 Uhr: Am DFB-Pokal nehmen übrigens die aktuellen 36 Erst- und Zweitligisten teil, die ersten Vier der 3. Liga sowie insgesamt 24 Amateurteams aus den 21 Verbänden. Bayern, Westfalen und Niedersachsen schicken zwei Teams in den Wettbewerb, alle anderen nur den Pokalsieger. Der allererste der 24 Plätze wird heute in Rehden ausgespielt. Am kommenden Dienstag steht in Westfalen das erste Halbfinale an (Paderborn – Sprockhöfel), am Mittwoch geht es in den Halbfinals Osnabrück – Arminia Hannover und Sturm Hauzenberg – Wacker Burghausen (Bayern) ebenfalls um die 155000-Euro-Wurst.

9.55 Uhr: Matchday! In Lüneburg regnet es gerade junge Hunde, nachmittags in Rehden soll aber die Sonne scheinen. Na, hoffentlich. Ein Wort noch zu Schiedsrichter Patrick Mewes aus Laatzen. Der leitete 2014 schon einmal eine Partie Rehden – LSK. Das Punktspiel, das erste Auswärtsspiel überhaupt des LSK nach dem Regionalliga-Aufstieg, endete 1:1. Wiederholung heute ausgeschlossen.

14. April: Frage, die jeder Fußballer morgen in Rehden gern nach einem Sieg beantworten würde: „Wen wünschst du dir denn jetzt im DFB-Pokal als Gegner?“ Frage, die keiner nach einer Niederlage hören will: „Wie fühlst du dich jetzt?“ Der Mann am Ticker wünscht sich jedenfalls nach Karlsruhe und Stuttgart den nächsten berühmten Club aus dem Ländle, nämlich den SC Freiburg. Er übt schon fleißig Badisch, damit er Christian Streichs Pointen auch verstehen kann.

14. April: Neuster Stand in Sachen Verletzungen laut Coach Elard Ostermann: Gutmann fällt mit einer Rippenprellung definitiv aus, alle anderen angeschlagenen Spieler hoffen noch auf einen Einsatz. Ostermann fährt dennoch „recht beruhigt und entspannt“ nach Rehden. Warum, das erklärt er in der Samstagsausgabe der LZ.

14. April: LSK-Verteidiger Lukas Pägelow hat den perfekten Plan für morgen: „Wir fahren dahin und hauen die weg.“ Weitere Stimmen vom Abschlusstraining haben wir für Euch im Video zusammengefasst.

13. April: Heute Abend war das Abschlusstraining in Bardowick. Die angeschlagenen Spieler wie Wolk und Opalka drehten nur ein paar lockere Runden, hoffen aber, am Samstag dabei sein zu können. Zum Ende der Einheit wurden Elfmeter geübt. Sicher ist sicher. Co-Trainer Niki Vrcic notierte schon mal die treffsichersten Schützen.

13. April: Das dürfte den LSK ebenso freuen wie Rehden – im Tabellenkeller der Regionalliga unterlag Hildesheim dem SV Meppen 2:3, Lupo Martini Wolfsburg dem HSV II 0:1. Hildesheim, am kommenden Mittwoch Gast des LSK, liegt nur noch aufgrund der mehr geschossenen Tore vorm LSK, hat aber auch schon zwei Spiele mehr ausgetragen.

13. April: LSK-Coach Elard Ostermann ist im Gegensatz zu manchem Kollegen nicht dafür bekannt, dass er im Vorfeld einer Partie Verletzungen erfindet. Von daher muss die aktuelle Liste der Angeschlagenen und Kranken wohl für Sorgenfalten sorgen: Marco Schuhmann, Waldemar Wart (Grippe), Jannis Opalka (Oberschenkelzerrung), Stefan Wolk (Achillessehnenreizung), Nick Gutmann, Ian Prescott Claus (Trainingsunfall), Henrik Steinke (langzeitverletzt), Kevin Pino-Tellez und George Kelbel (angeschlagen).

13. April: Das hier war übrigens die Aufstellung des LSK beim damaligen Sieg gegen Arminia Hannover zum Einzug in den DFB-Pokal: Hopp, Suyer, Höhne, Staffeldt, J. Sievers, B. Helmke, Toku (72. Sala), Tutas, H. Helmke, Tillack, D. Krasnikov (62. Bernier).

13. April: Fast zehn Jahre ist es her, dass der LSK letztmals in den DFB-Pokal eingezogen ist. Damals besiegte er im Halbfinale des NFV-Pokals Arminia Hannover. Wir haben ganz tief im Archiv gewühlt und ein Video von damals gefunden. Hendrik Helmke schoss den 1:1-Ausgleich, der den LSK ins Elfmeterschießen beförderte. Dort setzte sich der LSK mit 7:6 durch.

13. April: Rehdens Coach Wolfgang Schütte glaubt nicht daran, dass „taktische Winkelzüge“ die Partie entscheiden. Und er warnt vor der Stärke des LSK bei Standards. Vielleicht gibt es hier einen älteren LSK-Fan, der sich noch an ein Tor nach einem Standard erinnern kann???

12. April: Statistik, Teil 5: Rehdens Trainer seit dem 1. Juli 2012: Predrag Uzelac, Jacek Burkhardt, Björn Wnuck, Andreas Petersen, Daniel Gunkel, Alexander Kiene, Sandy Peter Röhrbein, Franz Gerber, Fabian Gerber, Stephan Ehlers, nochmals Björn Wnuck, Stefan Stuckenberg, Wolfgang Schütte. LSK-Trainer seit dem 1. Juli 2012: Elard Ostermann.

12. April: Rehden vermeldet, dass aus dem Gästekontingent gut 300 Tickets verkauft worden sind. Stehplatzkarten werden aber auch an der Tageskasse noch erhältlich sein.

12. April: Statistik, Teil 4: Ein Torfestival ist eher nicht zu erwarten. Der LSK traf in den sechs Spielen nach der Winterpause dreimal, Rehden in neun Versuchen nur viermal – das letzte Mal dummerweise eben gegen den LSK.

12. April: Kann Charly Eggert helfen, die Torflaute zu beenden? Trainer Elard Ostermann erzählt uns, warum der wieder genesene Stürmer wichtig fürs LSK-Spiel ist:

11. April: Charly Eggert ist fit für Rehden und sagt: „Wichtig ist es, dass wir auch in Rehden, wenn wir ins Spiel reingehen, den Kopf abschalten und das machen, was wir am besten können – kicken. Aber nach fast fünf Monaten Pause darf man auch von mir keine Wunder erwarten.“ Ein ausführliches Interview lest ihr am Mittwoch in der LZ.

11. April: Statistik, Teil 3: Dreimal qualifizierte sich Rehden bisher für den DFB-Pokal, zweimal der LSK. 2014 zwang Rehden den VfR Aalen ins Elfmeterschießen, verlor dort erst mit 3:4. Interessiert hat’s allerdings nur 900 Zuschauer – bundesweit die schwächste Kulisse in dem Wettbewerb 2014/15.

11. April: Statistik, Teil 2: Achtmal kämpften Rehden und der LSK bisher um Punkte. Beide Teams gewannen je zweimal, viermal sprang ein Remis heraus. Das einzige Pokalspiel gewann der LSK im August 2014 mit 5:2 dank eines dreifachen Torschützen, der deshalb von Kollegen mit der Schlagzeile „Karamba, Karacho, Karabulut“ gefeiert wurde. Leider nur kam der damals so bejubelte Offensivspieler in seinen anderen 28 Einsätzen für den LSK auf nur noch zwei Tore.

10. April: Das AOK-Stadion in Wolfsburg war übrigens als Spielort fürs Finale am 25. Mai angedacht. Dummerweise empfängt am gleichen Tag der Bundesliga-16. den Zweitliga-3. in der Relegation – und der könnte durchaus VfL Wolfsburg heißen. Aus wie üblich gut informierten NFV-Kreisen heißt es nun, dass man erst einmal gucken will, wer sich überhaupt fürs Finale qualifiziert.

10. April: Statistik, Teil 1: Am 22. März schlug Rehden den LSK im Kampf um Regionalliga-Punkte 1:0, seitdem haben beide Teams kein Tor mehr erzielt. Sollte man vielleicht gleich mit dem Elfmeterschießen beginnen?

10. April: Gut zu wissen: Sollte der VfL Osnabrück, im zweiten Halbfinale am 19. April daheim hoher Favorit gegen Arminia Hannover, unter den ersten Vier in der 3. Liga landen, wäre er automatisch über das Liga-Kontingent für den DFB-Pokal qualifiziert. Dann würden Arminia Hannover und der Verlierer des Spiels Rehden – LSK in einer Art Spiel um Platz drei um einen weiteren Platz im DFB-Pokal kämpfen. Gegen wen hatte sich der LSK noch noch einmal 2008 nach Elfmeterschießen durchgesetzt und damit das Erstrunden-Spiel gegen den VfB Stuttgart als Belohnung bekommen?

10. April: In den beiden LSK-Fanbussen sind insgesamt noch zehn Plätze frei. Bus-Tickets sowie Eintrittskarten gibt es nur noch von Dienstag bis Donnerstag in der Geschäftsstelle (Wichernstraße 34). Diverse Privat-PKW und auch Kleinbusse werden sich auf den Weg nach Rehden machen. Für Selbstfahrer der Tipp: Rehden liegt im Landkreis Diepholz, sollte weder mit Rhüden (Ortsteil von Seesen/Harz) noch mit Rahden (in Ostwestfalen-Lippe) verwechselt werden. 

10. April: Warum soll ein Liveticker immer erst ein paar Minuten vor dem Anpfiff starten? Es gibt schon im Vorfeld der Pokalpartie BSV Rehden – Lüneburger SK so viel zu erzählen. Und das werden wir in den nächsten Tagen an dieser Stelle tun. Kurz nur die Fakten: Der LSK tritt am Samstag, 15. April, um 15 Uhr beim BSV Rehden zum Halbfinale im NFV-Pokal an. Wer die Partie gewinnt, hat sich für die 1. Runde im DFB-Pokal qualifiziert und hat damit ein Heimspiel gegen einen Erst- oder Zweitligisten sicher, kann also von einem ganz großen Spiel gegen den VfL Bochum träumen oder zumindest von einem netten Vergleich gegen Bayern, Dortmund, Schalke oder HSV.

 

28 Kommentare

  1. Kann mich noch an das Spiel gegen Stuttgart erinnern. 8000 Zuschauer da. Die 300 aus Stuttgart waren lauter als der Rest aus Lüneburg. Irgendwie war es fast ein Auswärtsspiel. Das 0:5 war ein tolles Ergebniss. Hoffe jetzt auf den Sieg. Bei einem eventuellen Abstieg kann man die Mannschaft einigermaßen für einen Wiederaufstieg halten mit dem Einzug in die erste Runde. Es sei denn, das ganze Geld geht wie seinerzeit am Verein und an der Mannschaft vorbei.

    • @ Ingoh,
      sorry, aber Deine Kommentare muss niemand verstehen. Wie kommst Du darauf das die Mannschaft absteigt! Woher hast du die Information das seinerzeit das Geld an die Mannschaft vorbei ging? Bist Du seinerzeit Spieler oder Offizielle gewesen?
      Kannst du dafür Belege vorlegen?
      LG und ich wünsche der Mannschaft und allen herum ein weiter kommen im Poka.l Eine erfolgreiche Saison in der Regionalliga.
      Ps. Lob an die Sport Redaktion für den ersten Bericht. Weiter so.

      • Hallo Landkreis , habe nicht gesagt dass die Mannschaft absteigt . Falls, könnte der Verein das Geld gut gebrauchen. Und sorry, du hast einfach keine Ahnung. Im Netz stehen alle Spieler aus 2008. Frag doch einfach jeden und du kriegst die passende Antwort.

        • @ Ingoh,
          herzlichen Dank für die Belehrungen. Habe mich soeben entschieden zukünftig überhaupt nichts mehr zu kommentieren. Da ich eh keine Ahnung habe.
          👍👏

      • Wofür braucht er Belege? Das ist doch allgemein bekannt.
        Und wie er darauf kommt, dass die Mannschaft möglicherweise absteigt?
        Vielleicht hat er ja die Spiele der letzten Monate gesehen…
        Im übrigen: dieser „erweiterte“ Ticker ist eine feine Idee 🙂

  2. Heimspielkibice

    Bzgl. Finale: Die Relegationsspiele finden doch Abends zur TV-Zeit statt.

    Wo wäre also das Problem, am Nachmittag in einem benachbarten(!) Stadion ein weiteres Spiel auszutragen? Ein NFV-Pokalfinale, bei dem es sportlich nur noch bedingt um etwas geht, lockt doch bestenfalls 500 Leute nach Wolfsburg. Das sollte doch vor Ort zu handhaben sein?

    • Es geht ja auch um An- und Abfahrt, Sicherheitsfragen (was ist zum Beispiel, wenn abreisende Fans des VfL Osnabrück auf ankommenden Fans von Hannover 96 oder Eintracht Braunschweig treffen) u.ä. Im Fall des LSK muss man sich leider auch wieder fragen, ob in Bardowick ein solches Spiel überhaupt stattfinden kann – Gästefans, TV-Technik und nicht zuletzt der Zustand des Rasens…

      • Hallo Sportred, die Frage habe ich mir eigentlich nie gestellt, unabhängig von den Gänseblümchen im letzten Spiel. Geht eigentlich je nach Gegner an die Hohe Luft, vielleicht Norderstedt. Gegen die Großen dann zum Heiligen Geist. Aber ich würde mal Landkreis fragen, der hat Ahnung

  3. Heimspielkibice

    Lüneburg hat derzeit keine Anlage, welche die Anforderungen für den DFB-Pokal auch nur ansatzweise erfüllt. Auch dann nicht, wenn „nur“ der SV Sandhausen kommt und man bei 1.500 Zuschauern in Bardowick die rote Linie ziehen würde. Zieht der LSK wirklich in den Pokal ein und muss dann für einen wenig attraktiven Zweitligisten nach HH, droht das Schicksal vieler Klubs der letzten Jahre – dann wird das „große“ Spiel sogar zu einem Verlustbringer in der Kasse. Viele denken „DFB-Pokal = großes Geld“ – die ~140.000 Euro, die die Klubs in der 1. Runde kriegen, gehen für kleine Vereine aber meist drauf, um das Spiel überhaupt austragen zu können. Und die Zuschauereinnahmen? Ich denke an an Rehden – VfR Aalen vor zwei(?) Jahren, als ~750 Zuschauer kamen.
    Ob sich derlei Gedanken überhaupt lohnen, wissen wir am Samstag.

    • Eben, abwarten. Ich denke aber, die Jungs werden alles reinschmeißen. Und gegen den HSV wird Heimrecht getauscht.

      • Heimspielkibice

        Einen Heimrechttausch im DFB-Pokal verbieten m.W. die Statuten. Man darf zwar durchaus woanders spielen – aber nicht im Stadion des Gegners. Das war ja u.a. nach dem ausgefallenen Spiel Lotte – BVB ein Thema.
        Was aber losgeht, wenn der LSK in den Pokal einzieht und dann den HSV „erwischt“, aber tatsächlich nicht im Volkspark gespielt werden kann … da mag man gar nicht dran denken.

  4. Wieso? LSK gegen HSV am Millerntor wär doch sensationell – hat der HSV nicht dieses Jahr eh schon versehentlich mit einem Bild vom Millerntor für DFB-Pokal geworben? Jetzt wissen wir dass der HSV da große Weitsicht besessen hat 🙂
    Mir gefallen übrigens diese Gedankenspiele hier – setzen sie doch den Sieg in Rehden voraus! Immer positiv denken, so liebe ich’s 🙂 Auf eine schöne Partyfahrt (hoffentlich)…

  5. Nur ganz wenige können behaupten, es aus der A-Jugend des LSK in den Regionalliga-Kader geschafft zu haben. Charly gehört zu unseren zuverlässigsten Spielern. Und das bereits seit mehreren Jahren! Ich bin froh, dass er wieder mittrainiert und zurück im Team ist. Letztes Tor war, glaub ich, im September gegen Meppen. Da wären zwei vom linken Strafraumeck am Sonabend beim 4:0 gegen die Schwarz-Weißen auf den neuen Waldsportstätten in Rehden doch ein prima Einstand!

  6. Sportred, ein Torfestival ist eher nicht zu erwarten? Wird doch langsam Zeit, dass der Knoten platzt und vier, fünf muntere Auswärtstreffer raushüpfen. Wenn die Statistik Gesetz wäre, hieße sie nicht Statistik und z. B. Leicester City wäre nie englischer Meister geworden.

  7. 300 Lüneburger und ein paar „zerquetschte“ in Rehden – ich freu mich! *STIMMUNG*

  8. Heinz Rüdiger Hansen

    Sportrad fragt: Vielleicht gibt es hier einen älteren LSK-Fan, der sich noch an ein Tor nach einem Standard erinnern kann???

    Spielertrainer und Mittelfeldmotor Rainer Zobel war in der Saison 76/77 wegen seiner (damals noch „indirekten“ und „direkten“) Freistöße sehr gefürchtet. An zwei verwandelte gegen den drückend überlegenen Atlas Delmenhorst im schönen Wilschenbruch (http://www.europlan-online.de/stadion-wilschenbruch/verein/12099) meine ich, mich noch gut zu erinnern, ans genaue Datum aber nicht. (Es könnte Sonntagnachmittag am 17. April gewesen sein.)

    Auf jeden Fall ist damit klar, daß die Sorge von Rehdens Coach Wolfgang Schütte wegen der Stärke des LSK bei Standards nicht völlig unberechtigt ist.

    • Leider nicht möglich. Delmenhorst spielte ab 1976 bereits in der Oberliga Nord, also zwei Klassen höher als der LSK (Verbandsliga Ost).

    • War das nicht dieses Oberliga-Aufstiegsspiel, als der blutjunge Wagner ne Viertelstunde vor Schluß reinkam und aus nem 1:3 Rückstand rotzfrech noch ein 4:3 gemacht hat?

      • Das war 1980 in der Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord gegen Neumünster. Legendär! Genau wie die Begegnung wenige Tage soäter bei Bergedorf vor 10000 (!) Zuschauern, die der LSK 1:0 gewann (Wagner) und aufstieg.

        • Genau, die Wagnerfestspiele! Am Sonnabend, 14. Juni 1980 standen sich LSK und VFR Neumünster in einem der wahrhaft dramatischsten Fußballspiele überhaupt gegenüber. Im altehrwürdigen Wilschenbruch führte Lila-Weiß am vorletzten Spieltag der Oberliga-Aufstiegsrunde nach Toren von Horst Hamann (2) und Holger Haltenhof bereits mit 3:1, ehe der gerade eingewechselte A-Jugendliche Karsten Wagner mit drei Treffern in der Schlussphase die Begegnung alleine zu Gunsten Lüneburgs drehte.

          Wagner war damals 17, riss die ,,Veilchen“ aus allen Träumen und schnürte später seine Stiefel für Eintracht Braunschweig. Sagenhaft! Das wahnsinnigste Spiel, das ich je gesehen habe. (Und das trotz Klaus Allofs, der kurz danach am Abend desselben Tages im zweiten EM Gruppenspiel um 17:45 Uhr in Neapel gegen Holland ebenfalls einen Hattrick erzielte und die deutsche Mannschaft auf den Weg Richtung EM-Finale schoss.)

    • Di, 17.06.1980
      Letzter Spieltag Aufstiegsrunde zur Oberliga Nord (damals 3. Liga)
      Bergedorf 85 – Lüneburger SK (0:0) 0:1
      Zs.: 10.000 (!); Tore: 0:1 Karsten Wagner (90.)

      B85 spielte mit: Sprang – Komerowski, Maas, Pinnau, Vogel – Schmidt, Emmerich (76. Rallidis), Jürgens – Vick (61. Hartwig), Petersen, Meier
      Trainer: Peter Rohrschneider (Ex-Profi beim HSV)

      LSK: H. Krause – Hoffmeister (59. Wagner), Körtge, Abels, Warsitzka – Sievers, Stäcker, Zobel – Ulbrich (73. Bubholz), D. Krause, Fleske
      Trainer: Horst Rickmann

      Vor dem Spiel war klar: Mit einem Sieg steigt Bergedorf 85 in die Oberliga auf, den Lüneburgern reichte dagegen ein Remis. 10.000 Zuschauer (davon 3.000 aus Lüneburg) verwandelten die Sander Tannen bei großer Hitze in einen Hexenkessel. Die Lüneburger mit Ralf Sievers (Junioren-Weltmeister; später Eintracht Frankfurt und FC St. Pauli) und Rainer Zobel (kam vom FC Bayern, Europapokalsieger und Deutscher Meister). In den Reihen von Bergedorf 85 ein damals noch unbekannter junger Mann mit dem Namen Norbert Meier (später Werder Bremen).

      Eine hektische und kampfbetonte Partie mit einem Schiedsrichter, der wahrlich kein Heimschiedsrichter war…. In der 55. Minute rettete der Pfosten für den LSK, in der 62. Minute erkannte der Bremer Schiri (Name ?) aus nicht ersichtlichen Gründen einen Treffer der Bergedorfer nicht an. In der 82. Minute wurde Norbert Meier nach einem Foul und anschl. Meckern vom Platz gestellt. Die Nerven lagen bei B85 blank, die Zeit lief davon. Ein Remis nutzte nur den Lüneburgern etwas. Zwei Minuten später wurde auch Mittelstürmer Petersen vom Platz gestellt. Gegen neun Mann hatten die Lüneburger nun die Räume für ihre Konter und der junge Karsten Wagner (17 Jahre), drei Tage vorher im Heimspiel seines LSK der gefeierter Held am Wilschenbruch, als er aus einem 1:3-Rückstand gegen Neumünster binnen 20 Minuten (65.,81.,84.) einen 4:3-Sieg machte, erzielte in der 90. Minute den 1:0-Siegtreffer für den LSK. Bergedorfs Mittelfeldspieler Schmidt brannten da die Sicherungen durch, Rote Karte Nr. 3 für Bergedorf.

      Nach dem Spiel gab es noch den legendären „Regenschirm“-Einsatz des Vaters von Norbert Meier gegen den Schiedsrichter…..(kann es Osmers aus Bremen gewesen sein?)

      Beide Teams waren bereits im Vorjahr (1979) in der Aufstiegsrunde gescheitert, damals noch in getrennten Gruppen. Bergedorf ereilte dieses Schicksal nun erneut, der LSK hingegen stieg auf und erlebte viele glorreiche Jahre in der höchsten Amateurklasse. In der ersten Saison 80/81 spielten dort z.B. Pauli I. (!), VfB Lübeck, Hummelsbüttel, SV Meppen, Concordia, VfL Wolfsburg I. (!), Barmbek-Uhlenhorst etc.

      Abschlusstabelle, Gruppe A:

      1. LSK 9:3 Punkte / 14:7 Tore
      2. VfR Neumünster 6:6 / 13:11
      3. Bergedorf 85 6:6 / 11:12
      4. TuS Celle 3:9 / 5:12

      P.S.: Karsten Wagner hat am 30. Juni 1980 seinen 18. Geburtstag gefeiert.

      • Potz Blitz und sapperment, hier sind ja echte Fachleute unterwegs! Da können sich Karl-Heinz Wolf und Heimspielkibice aber noch mächtig was abgucken, bevor sie das nächste Mal den Mund auftun!

  9. …und wo spielt Atlas Delmenhorst heute? 😉 Preußen Hameln, Union Salzgitter, Hummelsbütteler SV… Ein wenig Dankbarkeit und Demut für das, was wir als LSK-Fans immer noch haben, inwieweit wäre das angebracht…?

  10. Das letzte Standard Tor an das ich mich erinnern kann,war bei der Karabulut Show in Rehden, wo der LSK dank Dreier Pack von Karabulut 5:2 gewann und ins Viertelfinale ein zog.
    Wenn das mal kein gutes Zeichen ist.
    Diesmal ein Dreier Pack von Isitan?

    Hier im youtube Video ab ca. Minute 6-30.

    https://www.youtube.com/watch?v=mSYU_aW01kg

    In dem Spiel gab es sogar 2 Standard Tore von Karabulut.
    Hier der LZ Sport Bericht dazu.

    https://www.landeszeitung.de/sport/fusball/pokal/32424-51-karabulut-show-rehden

  11. Das letzte direkte Freistoßtor müsste meines Wissens nach das Tor von Steinke im Pokal im Derby gegen den MTV gewesen sein. Und das war im Sommer letzten Jahres…

  12. Heute gilts!

    Ich mach mich mal auf die Socken.