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LSK nimmt Punkt vom FC St. Pauli II mit

Mit einem 1:1 (1:1) beim FC St. Pauli hat sich Fußball-Regionalligist Lüneburger SK wieder ein bisschen von der Abstiegszone abgesetzt. „Unterm Strich geht das Ergebnis in Ordnung“, meinte LSK-Trainer Achim Otte.

Die Gäste hatten zunächst mehr vom Spiel. Der starke Kapitän Wolk sorgte per Kopf nach einem Freistoß von Boettcher für die Führung (11.). Nach einer halben Stunde kam St. Pauli stärker auf. Erst verschoss Nadjem einen Foulelfmeter (31.), doch dann schlug Carolus zu (36.).

 

47 Kommentare

  1. Heute hat die Mannschaft alles gezeigt,was man als Fan erwartet.
    Kampf,Wille und Leidenschaft.
    Das war heute ein sehr schnelles und kampfbetontes Spiel auf einem extrem schwierigen und tiefen Platz,aber beide Mannschaften haben das beste daraus gemacht.
    Heute bin ich sehr Stolz auf unser Team,das gegen eine auch sehr kampfstarke Truppe,einen Auswärtspunkt geholt hat.

    Und heute wurden auch einige gute Torchancen rausgespielt.
    Erste Hälfte hat wir die besseren Chancen und in der zweiten Hälfte dann Pauli.
    Das war heute ein leistungsgerechtes 1-1.
    Danke Jungs,macht weiter so,das hat heute mal wieder richtig Spaß gemacht,wird sind alle zufrieden nach Hause gefahren.

    Heute gibt es mal ein Sonder Lob von mir für Michi Kobert.
    Der hat geackert wie ein Irrer,da war das Trikot so schwarz,das kriegt man bei einem Waschgang wohl nicht sauber.
    Wir haben jetzt gegen die 8 besten Mannschaften in der Liga gespielt,jetzt kommen Mannschaften wo wir liefern müssen.
    Aber mit der Leistung von heute werden wir das schaffen.
    Weiter so Jungs,und vielen Dank.

  2. Zehn schwarze Trikots sprechen eine deutliche Sprache… Es kommen mehrere Spieler zurück, die Wochen lang gefehlt haben, Wolk vorne weg, auf der Bank wurde es heute seit langem mal wieder eng, darüber haben die vielen selbsternannten „Fußball-Experten“ ob nun hier oder in Redaktionen geschwiegen. Wenn einer diese Leistung heute bewerten muss mit Blick auf das Saisonziel Klassenerhalt, was kommt dan dabei raus?

    • Auf diesem rutschigen Platz *keine* schmutzigen Trikots zu kriegen, wäre auch ein Kunststück gewesen. Bei den klaren Chancen für St. Pauli in der 2. Halbzeit ist der Punktgewinn für den LSK durchaus auch etwas glücklich.

      • Nächstes mal am besten zum Spiel fahren, bevor sie kommentieren.

      • Hier wird wieder die Nadel im Heuhaufen gesucht.
        Ich wollte damit lediglich ausdrücken,das die Mannschaft super gekämpft hat,was im vorletzten Spiel nicht ganz so war.
        In der ersten Spielhälfte hatten wir die besseren Chancen,daher ist das unentschieden gerecht finde ich.

        Nach dem 1-0 frei vorm Tor,leider den Ball nicht richtig getroffen,dann über links spitzer Winkel,gut gehalten vom Pauli Torwart. Das waren 100 prozentige Chancen,da hätte man schon 3-0 führen können.
        Pauli hat in der zweiten Hälfte 2 Lattenschüsse,daher finde ich das Ergebnis gerecht.
        Das ein Halbprofi Truppe dann im Heimspiel mehr Druck macht und auch gewinnen möchte ist doch klar.
        Wenn man spielerisch nicht so stark ist,muss man das(ich weiß,ich wiederhole mich) mit Kampf,Willen und Leidenschaft wett machen,und das hat die Mannschaft gestern getan und sich dafür belohnt.
        Uns hat die Mannschaft gestern mit gerissen,wir hatten unseren Spaß, und das ist das wichtigste.
        Und als Tabellen Zwölfter einen Auswärts Punkt beim Tabellen Sechsten ist ja nicht so schlecht,oder?

    • Stefan, irgendwie scheint uns die wesentliche Fähigkeit verloren gegangen zu sein: der Torschuss. Den berühmtesten Reportersatz des deutschen Fußballs hat Hans Schäfer damals nicht hören können. Er wird aber dasselbe gedacht haben: Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen. Was dann geschah, konnte er gut sehen, anders als die Millionen Deutschen, die es nur im Radio hörten: das, was Rahn aus Schäfers Vorlage machte. Annahme, Finte, Tor. Es war der Treffer, der den Weltruhm des deutschen Fußballs begründete. Dieser stand nicht immer für höchste Spielkunst, aber für die nötige Klarheit und Entschlossenheit bei dem, was zählt: dem Torschuss. Was Hans Schäfer, neben Horst Eckel der letzte noch lebende Akteur des „Wunders von Bern“, gestern, drei tage nach der Feier seines 90. Geburtstags vom Donnerstag, in Norderstedt hätte sehen können, hatte, sicher zu seinem Entsetzen, nichts mehr mit dieser alten deutschen Tugend zu tun. Nach zehn Minuten stand es einsnull. Auf 16 Torschüsse kam der LSK danach, einer kläglicher als der andere: fahrig, schlapp, ungenau. An taktischer Ordnung und Laufbereitschaft fehlt es nicht, oft auch nicht an Spielkultur – aber eben an dem, was schon zu Herbergers Zeiten das Wesentliche war. Übergroße Fahrigkeit und Hast liegt in vielen Abschlussaktionen – als sei der Fußball nur noch eine atemlose Jagd, ein ständiges Verschieben, Verdichten, Verhindern geworden. Wo Raum und Zeit zum Handeln knapper werden, gerät der Kampf um das erlösende Tor zum zähen, oft kläglichen Nervenspiel, auf das kein Trainingskonzept vorzubereiten scheint. Die Kunst, in der entscheidenden Sekunde, der des Abschlusses, den Kopf klar, den Körper in Balance, das Standbein sauber plaziert, den Ball rasch unter Kontrolle und bei alldem die nötige Ruhe zu haben, ist zur Rarität geworden. Nur wenigen gelingt das regelmäßig. Jeder hofft auf einen solchen Retter. Ungerechterweise spielen sie aber vor allem für die Klubs, die sie (mit Ausnahme vom SSV) gar nicht nötig hätten: Törles Knöll (Hamburger SV II, 12 Treffer), Nils Laabs (SSV Jeddeloh, 10 Treffer), Blaz Kramer (VfL Wolfsburg, 9 Treffer), Jan-Marc Schneider (FC St. Pauli II, 8 Treffer) und Ahmet Canbaz (Eintracht Braunschweig II, 7 Treffer).

      • Dabei ist es gar nicht schwer, ein guter Stürmer braucht gar nicht zu schauen, das Tor steht seit jeher an der gleichen Stelle und der Torwart je nach Lage des Ball auch. Der erste Gedanke müsste nur das Tor sein und nicht der Pass. Dann, wie du schon sagtest, Entschlossenheit, die Spannkraft ist dann automatisch da. Eventuell grübeln manche Spieler wegen der taktischen Detailversessenheit mancher Trainer zuviel, anstatt ihre Intuition zu Schulen und die Kirsche rein zu machen.

      • Sehr richtig mein lieber Herbert,
        Deine Begeisterung nach jenem sagenhaften aber ganz einfachen Rahn-Tor ist unvergessen, vielfach kopiert aber in bezug auf das Original eben ein blasser Abklatsch.

        Soweit ich mich erinnere – und das wird immer problematischer bei mir –
        wurde das letzte von einem Stürmer erzielte Tor für den LSK gegen Weiche erzielt. Alles andere zum Thema findet sich ja erschöpfend in Deinen Betrachtungen und Erinnerungen.

        Wenn schon das Geld für teure torgefährliche Neuerwerbungen fehlt – was ja allgemein bekannt ist – sollte man sich zumindest um die talentierten Eigengewächse kümmern – aber die gibt es mittlerweile ja auch nicht mehr

        • Du bist und bleibst ein Fuchs, mein Lieber,
          gibt es die nicht im eigenen Garten, dann muss man sich eben um die talentierten Eigengewächse der anderen kümmern. Ein erfolgreiches Jahr in Schwarzweiß auf dem Heinrich-Langeloh-Platz statt ein verplempertes in Rotweiß im F-E-S An der Pottkuhle hätte z. B. für Tim Franke statt einer Saison auf der harten VfV-Ersatzbank der direkte Weg über den weichen LSK-Turf von Bardowick in die Bundesliga sein können. Wer hätte ernstlich mit ihm geschimpft, wenn er die Phase des fußballerischen Erwachsenwerdens in der letzten Saison dazu genutzt hätte, um unsere Jungs mit 25 Extra-Toren auf den Aufstiegsplatz vor Meppen zu schießen?

          • Ja, so ist das mit den Füchsen. Sie kennen sich. Wie Du siehst, hat da nach mir ein uns allen Bekannter, der die Tasten offensichtlich nicht ruhen lassen kann, meine Gedanken mit kleinen Variationen übernommen. Ist ja ganz schön, wenn andere genauso denken, wie man selbst.

            Tim Franke war es übrigens, der bei einem seiner Kurzeinsätze für Hildesheim den Ausgleich zum 1 : 1 gegen den LSK erzielt hat. Soweit ich mich erinnere hatte er in Hildesheim mit einem Studium begonnen, was wohl auch in Lüneburg möglich gewesen wäre. Also auch einer aus dem Kreis der potentiellen Regionalligastudenten.

          • Elard hatte Tim im letzten Landesliga Jahr angeboten einen Trainingstag die Woche beim LSK mitzumachen um sich zu entwickeln und ans Tempo zu gewöhnen. Hätte bestimmt einiges von Otschi Wriedt lernen können. Wurde abgelehnt, so groß war der Ehrgeiz dann doch nicht. So ziehen sie hin die Jahre.

          • Habe ich auch mal von gehört Outsider, wer hat das berichtet? Kam die Info von den rot/weißen?

      • Mein lieber Herbert,
        die Begeisterung in Deiner Stimme über jenes legendäre Tor von Helmut Rahn, die damals für viele – so auch für mich – „nur“ über das Radio erklang, ist bis heute unvergessen. Von vielen inzwischen kopiert aber nie wieder erreicht. So ist das mit der Kopie und dem Original.

        Soweit ich mich erinnere, datiert das letzte von einem Stürmer des LSK erzielte Tor auf das Spiel gegen Weiche – Kunze, damals noch Stürmer, hat es wohl erzielt.

        Manchmal sind es glückliche Fügungen, wie bei Wriedt, die einem einen torgefährlichen Stürmer zuführen, ansonsten hilft heute nur noch Geld. Und daran fehlt es halt. Auch der Rückgriff auf die eigenen Talente geht nicht mehr,
        da klafft eine Lücke ebenso wie beim Geld oder wegen der Geldlücke.

    • Könnte klappen, wird aber schwer, wenn man weiterhin während der gesamten Spielzeit nur zweimal auf das gegnerische Tor schießt. Vorne läuft kaum mal ein Angriff, der seinen Namen verdient. Es ist wie in der letzten Saison, die Abwehr scheint sich gefestigt zu haben und vorne muß wohl wieder der liebe Gott bemüht werden. Ist er gnädig, könnte es mit dem Klassenerhalt etwas werden.

      • Kurze Anmerkung, es handelt sich um eine Antwort auf die oben von Berti geäußerte Frage nach dem Saisonziel. Trotz gefüllter Ersatzbank, könnte es am Samstag wieder so ein Spiel werden, bei dem die Köpfe schnell hängen gelassen werden. Schließlich ist es ein Heimspiel, und wie die Heimspiele bisher liefen, brauche ich ja nicht weiter auszuführen – oder war Wolfsburg tatsächlich nicht die Ausnahme, die die Regel bestätigt?

        • Noch kürzere Anmerkung: Seit 14:00 Uhr weiß ganz Lüneburg: https://www.landeszeitung.de/sport/aktuelles/172191-lsk-spiel-faellt-aus

          Die Wahrscheinlichkeit, nicht Meister zu werden, ist größer als die Wahrscheinlichkeit, dem Abstieg nicht zu entgehen.

          • Vielen Dank für die kurze aber für mich sehr wertvolle Nachricht, denn mit ihr kann ich den Tag wie gewohnt ruhig angehen lassen. Diese 14.00 h Spiele sind nicht nur konträr zu meinem Lebensrhythmus sondern auch zu dem der Sportler. Der Aku steht zu dieser Tageszeit noch auf Sparflamme und aufladen – die Franzosen und Spanier wissen das noch – während hier sich alles bereitwillig dem Bundesligakapitalismus unterordnet. Warum die Amateure sich diesem Diktat nahezu widerstandslos beugen , will mir nicht in den Kopf. Wahrscheinlich liegt es am letzteren.

            Angesichts Deiner jahrzehntelangen und mittlerwelie auch himmlischen Erfahrungen – wie läuft’s da oben – kann ich nach langer Überlegung Deinem wahrscheinlichkeitstheoretischem Kalkül nur zustimmen, was nicht unbedingt zu ausgelassenem Optimismus veranlaßt.

            Gute Nacht oder gibt es bei Euch da oben diesen Tag- und Nachtwechsel überhaupt noch?

            Mal sehen, wie es am Reformationstag in Eutin wird – einige begehen mit ihren Kürbisköpfen ja Halloween? Lege mal ein gutes Wort für den LSK bei Deinem obersten Türhüter ein, und vielleicht kannst Du ja aus Deinem reichhaltigen Erfahrungsschatz unserem Achim Otte einige wertvolle Tips auf den Weg geben. Wenn wir auf seinen 200 Geburtstag warten – dann sitze ich wohl irgendwo in Deiner Nähe – könnte möglicherweise der zweite Teil Deiner Wahrscheinlichkeitsrechnung Wirklichkeit geworden sein – ob dann alles sowieso egal sein wird, vermag ich allerdings aus heutiger Sicht nicht mit letzter Sicherheit sagen. Die Zukunft ist und bleibt ungewiß – leider oder „Gott“ sei Dank.

  3. Ein Punktgewinn bei Pauli II, die eine Woche zuvor (mit 7 Profis) noch Havelse aus dem Anzug geschossen haben. Gratuliere! Das lässt doch für das kommende Heimspiel am Samstag und das am Dienstag darauf folgende Auswärtsspiel in Eutin hoffen. Ich bin auf jeden Fall bei beiden Spielen dabei und hoffe, dass das viele andere auch so sehen!
    Übrigens haben gerade 1.500 neue Studenten in Lüneburg angefangen zu studieren und sich einzuleben. Was liegt da näher als diesen gegen 96 II den Besuch beim LSK mit freien Eintritt schmackhaft zu machen? Vielleicht können sich davon ja einige für den LSK dann langfristig begeistern und kommen wieder. Ein bisschen Werbung an der Uni/Mensa/Sporthalle gemacht, eine entsprechende Mail über den Uni-Verteiler gejagt und es kann schon losgehen. Relativ wenig Aufwand für ggf. hohen Ertrag! Wäre meiner Meinung mal eine Überlegung Wert, um den „echten Fußball“ wieder zu pushen und junge Leute für den LSK zu begeistern!

    Vielleicht liest das ja einer der Vereinsverantwortlichen hier?!?

    • Idee und Ansinnen sind richtig. Aber der „echte Fußball“ an den Sülzwiesen lockt junge Leute (leider) nicht mehr hinter dem Ofen vor. Die wollen Action und Event, wie sie es aus der Bundesliga und von anderswo kennen. Wer unbedarft zu einem LSK-Heimspiel kommt, erlebt eher Sportplatz-Ambiente mit Altherren-Charakter. Das ist schade, klar. Freier Eintritt allein wird deshalb nicht reichen, um für den LSK zu begeistern. Weil aber woanders hier die Frage kam – Stichwort „Marketingmanager“ -: Wer ist beim LSK eigentlich für solche Aktionen verantwortlich?

      • Sportplatz-Ambiente mit Altherren-Charakter

        Das ist bei Treubund nicht anders. Und der SVE gehn selbst die Greise aus.

        Zu deiner Frage nach dem „Marketingmanager“ siehe Insider 23. Oktober 2017 at 13:56 o’clock after noon: https://www.landeszeitung.de/sport/fusball/168131-lsk-ohne-chance#comment-49041

      • Also ich sehe immer viele junge Leute beim LSK und auch viele Kinder, allerdings auch viele der Geburten starken Jahrgänge 50 plus, also im großen und ganzen genau den gesellschaftlichen Schnitt des Landes. Den kann man übrigens auch an jedem Sonnabend in der Stadt sehen. Fußball ist nunmal ein Sport, der das Land über alle Generationen begeistert und daher auch alle anzieht, warum sollte daher der Altersschnitt anders sein als sonst in der Bevölkerung?

        • Naja Falk, jeder hat so seine blinden Flecke und sieht, was er gern sehen möchte. Der Altersschnitt beim LSK und Sonnabends im Wasserviertel ist 50+ bis 60+, habs selbst mehrmals gecheckt, der Altersschnitt unter den 1500 Fußballtalenten der Erstis an der Leuphana ist 17 bis 19+ und die gehen erst ins Hansen, Vamos oder auf die Hude, wenn du und deine „Geburten starken Jahrgänge“ schon lange im Bettchen liegen. Und dann Metallica? Gehts noch? Das ist frühe 80er, das ist megaout Mann, das ist Friedhof… Grufties denken immer, die ganze Welt besteht nur aus Grufties…

    • @ Silversurger
      Bei der Einschätzung zum Punkt bei St. Pauli U23 bin ich ganz bei Dir. Danke übrigens für die Überlegungen seitens der Puklikumsförderung. Dein Beitrag fließt auf jeden Fall in die zukünftigezukünftigen Überlegungen mit ein.

    • Ich glaube 1.500 neue Studenten würden selbst eine trainerische Sonderbegabung wie Achim Otte überfordern. Wieviele der Neuzugänge sollten denn deiner Meinung nach beim Spiel gegen 96 auf der Ersatzbank hocken? Oder gibt es nach deinen Beobachtungen bereits Kandidaten, Stürmer vielleicht, die sofort in die Mannschaft gelangen könnten? Aber haben die meisten von denen denn nicht auch noch Verträge mit ihren Herkunftsvereinen?

      • Da hast du leider falsche gelesen, es geht lediglich um die zu besetzenden Plätz auf der Tribüne als ZUSCHAUER. Da haben wir noch ein paar Plätzchen frei.

  4. Tausendfünfhundert Regionalligaspieler an der Leuphana? Das erscheint mir sehr viel. Ich glaube, soviele gibt es in ganz Niedersachsen – einschließlich der Unis in Hannover, Göttingen und Osnabrück – nicht. Da ist Silversurger eine Null zuviel in den Text gerutscht. Mit 150 neuen Spielern, so sie wirklich alle Interesse hätten, würde das Problem ihrer Integration für Otte aber auch nicht kleiner.

    • Ebenfalls falsch gelesen. Es geht um potenzielle neue ZUSCHAUER!

      • Oh, okay. War aber auch missverständlich ausgedrückt. Bei längerem Nachdenken sind nämlich selbst 150 Fußballer mit Regionalligapotenzial an einer einzigen Uni eine ziemlich heftige Talentkonzentration. Also 15 halte ich persönlich gerade noch eben für möglich. Das wär dann eine komplette B-Mannschaft. Vielleicht kann die Leuphana damit sogar etwas anfangen und etwas fürs Image tun, das ja reichlich wegen dieses 150 Millionen-Zinkplatten-Monstrums gelitten hat. Ist es eigentlich erlaubt, als Hochschulteam an Ligaspielen teilzunehmen? In den USA ist das die Regel. Jannis Opalka hat 09/10 bei den Siena Saints in Loudonville gespielt.

        Marketingmäßig würde ich es für eine Supersache halten, wenn der LSK ein paar Wohnheime für Studierende baut und zu günstigen Konditionen an sie vermietet. Für akzeptable Fünfer-WGs ausgelegt wären das bei 1.500 Erstsemestern 300 Einheiten oder 30 Zehnfamilienhäuser. In Kooperation mit Stadt und Kreis müsste der Verein doch drei oder vier davon wuppen können. Zuschauerbindung und Markensympathien wären unserem LSK so über Jahrzehnte sicher.

  5. Katsche, Rüdiger: Meine dringende Empfehlung lautet, sich den Post von Silversurger doch noch einmal genau durch zu lesen… 😉

    • Hey, danke, Berti, man kann den Post von Silverburger tatsächlich auch so lesen, als würde es echt um Zuschauer und nicht um Spieler gehen. Frage: Woher bekommt der LSK den Uni-Verteiler? Ich glaube nicht, dass Spoun den freiwillig rausrückt, wegen Datengeheimnis und Persönlichkeitsrechten und was weiß ich noch allem, müsste er widrigenfalls mit langjährigen Haftstrafen bei Wasser und Brot rechnen. Aber als reine Idee mal so zum Träumen natürlich knorke!

      • Ganz einfach: Du schreibst dem Sekretariat der Studierendenverwaltung eine Mail, schickst den Inhalt mit was du rumschicken möchtest und fragst ob die deinen Anhang in deinem Namen an alle Studierende (wie es heute doch so schön heißt) weiter verschicken können. Nichts einfacher als das 😉 So machen es ja auch Firmen, die Stellenanzeiger über deren internen Verteiler verschicken lassen. Du brauchst gar keine Daten außer eine Mailadresse, die du in 3 Sekunden im Internet findest 😉

        • Dann sind Rüdigers vier Studierendenwohnheime à zehn Fünf-Zimmer-Wohnungen als geschäftliche Gegenleistung doch gar keine so schlechte Sache. Win-win-Strategie heißt das im modernen Business-Speak unter dynamischen Sport- und Marketingmanagern. Die einen bekommen Zuschauer, Spieler und Brandvalue, die anderen ein Dach über’n Kopf mit Zentralheizung, Spülklo (SensoWash: Das Dusch WC von Duravit) und sozialem Anschluss.

  6. Nachdem in dem Rechtsstreit zwischen Ex-Trainer Ostermann und dem LSK vor dem Landgericht bereits zwei Termine stattgefunden haben, sollte einer Mitteilung der Lünepost von Mitte September zufolge das Verfahren am 23.10.2017 fortgesetzt werden. In dieser Verhandlung sollten nun endlich Ostermann und Präsident Becker persönlich angehört werden.

    Frage an die Sportredaktion: Haben sich die Parteien außergerichtlich geeinigt oder wurde die für gestern anberaumte Verhandlung aus anderen Gründen verschoben?

  7. Die Verhandlung wurde nach unseren Informationen auf Antrag einer Seite verschoben und soll nun im November stattfinden.

  8. VFB Lübeck, selbsternannter Drittliga-Kandidat mit Millionenetat verliert mit 0:2 in Hannover das fünfte Spiel hintereinander, wie geht das denn? Der LSK hat echt Probleme, ich lach mich schlapp… Wenn es komisch läuft, stehen Lübeck und noch ein Millionenteam vom Dorf in ein paar Wochen hinter Schwarzweiss…

    • Was heißt hier, wenn’s komisch läuft? Wenn der LSK ab jetzt stetig vorrückt und in ein paar Wochen den ersten Platz erreicht hat, kann das doch gar nicht anders sein.

    • Die Fußballwelt schaut heute Abend nach Rehden. Der Abstiegs- trotzt dem Aufstiegskandidat ein 0:0 ab.

      Sogar Schlaufüchse lernen daraus: Man soll Heimspiele nicht ohne Not schlechtreden. Aus viel Missmut und wenigen Einzelfällen lassen sich keine Naturgesetze gewinnen.

  9. Gibmirdiekirsche

    Otschi Wriedt hat gestern gegen RB Leipzig sein Profidebüt im Pflichtspiel von Bayer München gehabt und gleich an die Latte geköpft. Klasse Otschi alles richtig gemacht. Wer schrieb neulich noch, dass er mit dem Wechsel zu Bayern 2 einen Rückschritt gemacht hat?

    • Das war nicht Wriedt sondern Pascal Eggert mit seinem Wechsel zu Neu-Strelitz

      • War’s nicht eher Patrick Owomoyela mit seinem Wechsel zum VfL Osnabrück?

        • Der auch, davor war es aber Olaidotter (habe den Namen aus meinem schwächer werdenden Gedächtnis hervorgeholt, ob ich ihn wohl richtig geschrieben habe?). Ihn zog es damals auch nach Osnabrück. Damit zeichnet sich ziemlich klar ab: Der Karrierezug fährt nach Westen.

          • Wohl wahr! Auch für Reno Schellin war das Mitte 2001 die Himmelsrichtung der Wahl. Allerdings ist der auf dem Weg von Parchim nach Osnabrück im Stadion am Wilschenbruch hängengeblieben.

          • Als Detlev Olaidotter 1979 überraschend nach Osnabrück gewechselt ist, hatte er immerhin schon einen Style-Trend etabliert, der bis in die späten 90er bei mehreren Generationen von jungen Lüneburgerinnen und (spät)pubertierenden Hanse-Vokuhilas als Beauty und Fashion Must-Have gegolten und das Erscheinungsbild der Angesagten in Grapengießer- und Bäckerstraße sowie auf den Red Carpets vom Diggi-Diner geprägt hat:
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            Solche gewaltigen Spuren in der weiteren Lüneburger Fußballkultur hinterlassen zu haben, können Otschi Wriedt, Pascal Eggert und Patrick Owomoyela nicht von sich behaupten.

    • Es gibt weitere Parallelen

      An Jünglingen gibt’s keine schlappen Ohren,
      Und oft sind ihre Bäuche sehniger.
      Doch alle Köpfe werden leer geboren,
      Und hohle Räume wiegen weniger.

      Denn Hirn braucht Zeit, damit es sich entfalte.
      Das ältere hat länger nachgedacht.
      So war der junge Jupp noch nicht der Alte:
      Der Junge hat die Eintracht schlecht gemacht.

      Bereits der Mittlere ließ Bayern feiern.
      Dreimal trainierte Heynckes diesen Klub.
      Das Triple aber schenkte seinen Bayern
      Der ältere, ja: der gereifte Jupp.

      So lachet nicht, ihr Schnösel, über Otte!
      Nur alte Bäume wachsen hoch empor
      Und bringen Ruhm und Geld als wie im Lotto.
      Zweihundert soll er werden! Achim vor!

      LG, Thomas

      • Noch eine Parallele?

        Angesichts der schönen Eloge auf Achim Otte eine etwas profanere Frage: Wird es morgen in Eutin eine Parallele zum Spiel im letzten Jahr in Eichede geben? Aber das war ja erst im Dezember.

        • Das ist eine schwierige Frage. Mich haben die 80er Jahre in Osnabrück geprägt, in denen es der VfL es einmal geschafft hat, Bocholt zu besiegen und einen Abend lang auf Platz eins zu stehen. Begeistert hat mich damals neben dem Zweitliga-Torschützen-König Horst Feilzer besonders ein Mann, und zwar Detlef Olaidotter, einer der lustigsten Spieler, die ich in meinem ganzen Leben gesehen habe. Schon seine blonde Dauerwelle flog stets sehenswert. Aber er hat auch lustig gespielt: Er war Stürmer, neben Horst Feilzer; Feilzer hat alle Tore geschossen und Olaidotter keine. Er konnte nämlich nicht Fußball spielen. Er ging immer nur auf die Eckfahne zu und spielte sich und den Gegner schwindelig. Trotzdem hat er das Tor des Jahrhunderts geschossen. Es ist leider nicht aufgezeichnet worden, sonst wäre der Mann weltberühmt. Er hat bei einem Flugkopfball den Ball verfehlt – wie so oft –, hat sich dann nach hinten umgedreht und musste voll Erstaunen mit ansehen, wie seine eigene angewinkelte Hacke aus Versehen den Ball traf und ins Tor beförderte. Ewig unvergesslich sind mir: erstens dieses Tor und zweitens Olaidotters Gesichtsausdruck dabei.