Home / Fußball / Regionalliga / Ostermann feiert Teilerfolg vor Gericht
Elard Ostermann geht nach wie vor davon aus, dass sein Vertrag beim LSK bis 2020 Gültigkeit besessen hat. Foto: be

Ostermann feiert Teilerfolg vor Gericht

Vor fast exakt einem halben Jahr trennten sich die Wege von Fußball-Regionalligist Lüneburger SK Hansa und Trainer Elard Ostermann – doch juristisch abgeschlossen ist dieser Streit auch nach einem Urteil des Landgerichts Lüneburg offenbar noch nicht.

Dessen Richter Tobias Wolfer entschied nun, dass Ostermann noch die Gehälter für die Monate April bis Juni 2017 zustehen würden, aber kein rechtsgültiger Vertrag über die alte Saison hinaus existiere. Eine Ansicht, die der ehemalige Trainer weiterhin nicht akzeptieren mag. „Ich gehe davon aus, dass wir noch einen Schritt weitergehen“, sagt Ostermann.

Beide Seiten wollen noch die Begründung für das Urteil abwarten, das noch am Oberlandesgericht angefochten werden kann. „Dieses Urteil habe ich erwartet“, betont LSK-Präsident Sebastian Becker und verweist ansonsten auf eine Pressemitteilung, die der Verein in den nächsten Tagen herausgeben will.

33 Kommentare

  1. Schade, dass das so auseinander geht! Ostermann gehört zum LSK wie das Stadtwappen zu Lüneburg! Seine Erfahrung hätten wir in der jetzigen Situation gut gebrauchen können….

    • Du sagst es, aber der Zug ist wohl endgültig abgefahren und mit ihm wahrscheinlich auch der Klassenerhalt.

      • Wieso Ostermann zum LSK gehört wie das Stadtwappen zu Lüneburg, müsst ihr beiden mir mal erklären, Silberfluter und Schlaufuchs.

        Könnte einer nicht genausogut behaupten, die SVG gehört in die Bundesliga wie Mark Twain auf die Brausebrücke? Oder Henning Juhre gehört zu Sven Mai wie Henning J. Claassen in Onkel Toms Hütte?

        • Wahrscheinlich kreist Du einfach zu hoch über Lüneburg, um die Zusammenhänge zu erkennen. Also Deine erste Frage tirfft nicht ganz den Sachverhalt. Es war nicht Ostermann, der zum LSK gehört sondern umgekehrt der LSK gehörte Ostermann, bis dieser ihm von Sebastian Becker entrissen wurde. Daß er sich das nicht einfach gefallen lassen würde, war doch vorhersehbar.

          Ähnlich verhält es sich mit dem zweiten Teil Deiner Frage. Also Mark Twain gehörte Henning J. Claassen, der ihn dann möglicherweise der Stadt gestiftet hat, und während er seine übrigen Immobilien rund um Mark Twain verpachtet hat, ist er weitehin im Besitz von Onkel Toms Hütte. Bei Henning und Sven muß ich passen. Vielleicht weiß Silversurger mehr – oder wie nennst Du ihn.

          Schließlich wundere ich mich etwas, weil mir scheint, daß Du zumindest leise daran zweifelst, daß die SV Eintracht in die Bundesliga gehört – hat sie doch das entsprechende Gelände dafür.

          Soweit ich kann, stehe ich für Erklärungen bereit, wenn nicht die Trauben gar allzu hoch hängen oder Kerne haben.

      • Reineke, lass mich versuchen, Dir die Sache mit einem eingängigen, wenn auch ballsportfernen Gleichnis begreiflich zu machen: Mit einer Reihe von festlichen Pannen, stimmungsvollen Verspätungen und besinnlichen Zugausfällen feiert die Bahn seit dem vergangenen Wochenende die Eröffnung ihrer neuen ICE-Sprinterstrecke zwischen München und Berlin. Die regelmäßige Überschreitung der geplanten Fahrzeit von vier Stunden ist, wie Bahnchef Richard Lutz heute überraschend enthüllte, ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk des Unternehmens an seine gestreßten Passagiere, denen mit Stopps mitten auf der Hochgeschwindigkeits-Trasse Gelegenheit zum Innehalten gegeben werden soll. Außerdem könne so eine längerfristige Kundenbindung erzielt werden, zumindest um einige Stunden. „Wir hoffen, daß unsere Bemühungen nicht mißverstanden werden“, mahnte Lutz die Pressevertreter. „Witze über die Bahn sind ja wohl das Allerletzte!“

        So, nun frage ich Dich: Gehört Ostermann zum Lüneburger Stadtwappen wie der Weihnachtshase zum Bundesligagelände der SV Eintacht? Oder: Was ist eigentlich ungesünder: Kaugummizigaretten zu rauchen oder echte zu kauen?

        • Hallochen,
          Rudi, Du scheinst mir etwas ratlos. So viele Fragen. Dabei gehörst Du doch zu den Wissenden. Ich habe schon mal hier angemerkt und wiederhole es gerne noch einmal: Nur ein Wissender kann „geballtes Unwissen“ erkennen. Dann noch etwas: Wer ein aufmerksamer Leser dieser Seiten ist, für den ist es keine Frage, daß sich hier nicht Ahnungslose sondern im Gegenteil Ahnungsvolle zu Wort melden. Ahnungslose haben eigentlich kein Mitteilungsbedürfnis. Nun rate mal, zu welcher Kategorie ich wohl gehöre.

          • Pardon, Businessgeier, bin jetzt selbst ratlos, weshalb ich mit meiner Antwort an diese Stelle gerutscht bin. Meine Anmerkungen – wird ja wohl deutlich – beziehen sich auf Rudi, den großen Fragenden. Vielleicht kann das die sportred. noch zurechtrücken.

        • Na Businessgeier,
          Du bist doch ein zäher Vogel, der Du da über meinem Kopf herum schwebst.

          Mein erste Antwort an Dich ist offenbar – aus welchen Gründen auch immer – abhanden gekommen. Nun lasse ich ungern an mich gerichtete Fragen unbeantwortet und starte daher unverzagt einen neuen Versuch.

          Zwischen Deinem Gleichnis, das von Dir als ballsportfern eingestuft wurde und den auf diesen Seiten diskutierten Problemen besteht doch ein offensichtlicher Zusammenhang. Ich erinnere nur daran, daß Frau Lattenknaller, als die Debatte um Herrn Otte einem weitere Höhepunkt entgegenbrodelte, einen Appell zum Innehalten an alle Akteure auf und neben dem LSK-Platz – gibt es den eigentlich – gerichtet hat. An Ansinnen, das mir schon damals sehr sympathisch war. Ja, Frau Lattenknaller. Es wäre schön, mal wieder etwas von ihr zu hören.

          Ob Ostermann zum Lüneburger Stadtwappen gehört, ist eine knifflige Frage. Durch seinen Abgang – wie auch immer er zustande kam – hat
          er diese Möglichkeit wohl verspielt. Andererseits würde ich sie wiederum bejahen, sofern man sie als Einheit mit der Symbiose des Weihnachtshasen mit dem bundesligareifen Geländes der SV Eintracht sieht.
          Deine letzte Frage erscheint mir dagegen tatsächlich etwas ballfern und beide Möglichkeiten halte ich für einigermaßen ekelhaft. Gott sei Dank gehören sie nicht zu meiner Kost. Ich muß mich jetzt auf die Suche nach der obligaten Gans machen. Sollte mich freuen, wenn es dieses Mal klappt.

  2. Ostermann und der LSK hatten eine Tolle Zeit. Das lag unter anderem daran, dass der Verein ihm neben der Bezahlung alle Freiheiten gegeben hat und er mit Erfolg zurückzahlte. Leider wurde das auch das Verhängnis in dieser Beziehung. Er konnte sich nicht festlegen und wollte mit seiner Liebe Pokern. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Gerade in einer solchen Beziehung muss jeder die Interessen und die Verantwortung des Vereins im Auge behalten auch wenn er bezahlter Trainer ist. Schade, dass das Ego nicht mitspielte.

  3. Mittlerweile spielt mir der Herr Ostermann zu sehr die Opferrolle. Er hatte alle Fäden in der Hand, brauchte nur zu unterschreiben zog es aber vor den Verein zappeln zu lassen und ständig neue Nachforderungen zu stellen. Als einziger der Beteiligten, der sein Engagement in Rechnung stellte, baute er gegenüber den Verein, den er so gut kannte, solch einen Druck auf, das nenne ich Werteverfall Herr Ostermann. Je länger das geschacher dauert, je stärker verschwimmen die Erinnerungen an die erfolgreiche Zeit. Schade Elard.

  4. Es ist bedauerlich dass es so endet, aber ich finde auch die Darstellung vom Vorstand während der ganzen Verhandlung peinlich

    • Jack, wie hättest du’s denn an Sebastian Beckers Stelle gemacht? Wärst du mit einem theatralischen Schrei aus deinem Besuchergetühl hochgefahren, hättest mit beiden Fäusten dein weißes Vollzwirnhemd über der enthaarten Brust entzwei gerissen und dich hinten im Gerichtssaal der Länge nach auf den Fußboden geschmissen, wärst den staubigen Mittelgang entlang auf Elard zugerobbt, hättest laut weinend seine Knie umklammert und zu ihm emporgeschluchzt, er möge dir eine Zahl nennen, du seist bereit, ihm jede beliebige Forderung zu verdoppeln und den vollen Betrag sofort aus der eigenen Tasche zu bezahlen?

      • Super gesehen, Timo!

        Ich erinnere daran, daß es die vergangenen fünf Jahre keine LSK-Saison gab, in der nicht bereits wenige Wochen nach Ligastart von denselben Leuten lautstark der Kopf von Elard Ostermann gefordert wurde, die diesem jetzt dicke, runde Krokodilstränen hinterhergreinen, — weil sie meinen, auf diese Weise das schäbige Recht erwerben zu können, nach Lust und Laune nun seinen Nachfolger zu triezen, zu piesacken und ihm nach Kräften die Hölle heiß zu machen.

  5. ich kann mich nur Peter und Gerd voll anschließen. Elard hat viel zu hoch gepokert und verloren .Wenn er jetzt darauf pocht ,das eine mündliche Vereinbarung schon als Vertrag zu sehen ist ,dann kann ich nur sagen ,lieber Elard wir sind hier nicht auf einer Viehauktion .Früher mit Deinem Freund Gerald mag das noch gängige Praxis gewesen sein ,aber inzwischen hat sich der LSK viel besser aufgestellt und da muss man schon einen Vertrag unterschreiben um ein Arbeitsverhältnis einzugehen und warum soll es bei Dir anders sein als bei JEDEM Spieler ,die einen Vertrag unterschreiben müssen bevor Kohle fließt. Ich finde es nur äußerst bedenklich wenn ein Trainer vom Verein ein Angebot ausschlägt das höher war als er wohl jetzt zu erwarten hat .Ich nenne das den Versuch einer Abzocke und sehe das als schädigend für Elards weitere Laufbahn an. Wer als Profi im Trainer Geschäft so handeln würde verschwindet in der Versenkung für immer und ewig.

    • Wenn ich mich recht erinnere hatte Herr Ostermann bereits einer laufenden Saison einmal hingeschmissen, um Druck aufzubauen. Darüber wurde ausführlich in der LZ berichtet. Da war noch GroßK in der Verantwortung. Ich denke an dem damaligen Fall konnte man schon erkennen, wer hier immer wieder versuchte sein Ego durchzudrücken.

      • Ich kann mich ja irren – was in meinem Alter aber auch schon früher immer mal vorkam – aber, wenn ich mich recht erinnere, war das am Ende der ersten Halbserie in der zweiten Regionalligasaison, daß Ostermann seinen Abschied zum Ende der Saison erklärte. Soweit den offiziellen Verlautbarungen dazu zu folgen war, ging es wohl nicht um eine Erhöhung seiner Bezüge sondern um eine Verbesserung der Trainings- und Betreuungsbedingungen für die Mannschaft. Da hat er wohl sein „Ego“ für die Mannschaft eingesetzt( möglicherweise auch im eigenen Interesse). Das entspricht auch dem Geist, mit dem er den LSK aus der Ober- in die Regionalliga geführt hat.

        In dieser Saison nun war nach dem für Außenstehende – wie mich – plötzlichen Abbruch der Beziehungen zwischen Ostermann und dem LSK neben den unten ausführlich diskutierten Begründungen auch zu hören, daß Ostermann noch einen
        Mann für die Tore gefordert hat, der sicherlich nicht so preiswert zu haben gewesen wäre, wie andere dann unter Vertrag genommene im vertragslosen Zustand befindliche Spieler. Das war natürlich keine so ganz abwegige Forderung -und sie hat nichts an Aktualität verloren. Aus dieser Sicht muten jedoch die zuvor von Ostermann durchgeführten Akquisitionen von Krottke und besonders des Doppelpacks Monteiro zumindest etwas eigenartig an. Vielleicht kann da Wilschenbrucher aus der Nähe aufklärend wirken?

    • Markige Worte, Wilschenbrucher! Aber leider speist sich Dein absurd entrüstetes Geschimpfe, wie das Deines maulenden Freundes Gerd Peter auch, nur aus drei mehr als trüben Quellen: aus absoluter Ahnungslosigkeit, aus schlechter Laune und aus dem Wunsch, einem von „da oben“ mal so richtig satt ans Bein zu pinkeln. Weder Du noch Gerd Peter haben den blassesten Schimmer davon, was zwischen der LSK-Geschäftsführung und Elard Ostermann vor sechs, sieben Monaten gelaufen ist und vereinbart wurde. Ich würde euch empfehlen, anstatt hier ständig wie zürnende alttestamentarische Götter herumzupoltern und von oben herab über Menschenschicksale zu richten, in diesen Dingen auf Katsche und Stefan Hye zu hören, die raten, einfach mal das große Maul zu halten und abzuwarten – und zu hoffen, dass der Verein keinen Schaden nimmt.

      • Mal ganz wertneutral ergänzt: Der LSK hat keine Geschäftsführung. Die Geschäfte werden vom Vorstand geführt (in mal mehr, mal weniger intensiver Weise).

        • Richtig, Heimspielkibice, „Geschäftsführung“ ist der Oberbegriff, „Vorstand“ eine Sonderform davon. Der LSK (als Verein) hat einen Vorstand. Aber auch eine besondere Variante einer Geschäftsführung ist eine Geschäftsführung.

          Wertneutral ergänzend, machst Du Dir das am besten am Beispiel von Äpfeln und Birnen klar: Beides Obst! Aber selbst wenn du nur Kirschen im Garten hast, kannst Du nicht behaupten, Du habest kein Obst an den Bäumen. 😉

      • Hallo Herbert, es gibt LSKner die ganz nahe an der Sache dran sind und es nicht nötig haben Elard ans Bein zu pinkeln .Ich selber habe meine Stimme vor zwei Jahren Ostermann gegeben und ihn in den Vorstand gewählt und das aus Überzeugung für das Amt .Schicksal hat Ostermann selbst gespielt indem er einen für die vierte Liga sehr gut notierten Vertrag ,nach mehrmaliger Aufforderung nicht unterschrieben hat. Meine Meinung basiert weder auf Ahnungslosigkeit, schlechter Laune ,oder keinen blassen Schimmer haben ,sondern aus Wissen.
        Einen schönen Abend noch.

        • Hallo Wilschenbrucher, zwischen Nähe und Wahrheit gibt es keine notwendige Verbindung. Sonst wäre jeder Kranke sein bester Arzt. Was Du hier vom Stapel lässt, deutet für mich darauf hin, dass Du erstens nulkommanull Ahnung von den tatsächlichen Abreden hast, wie übrigens die meisten Leute außer Becker, Ostermann und ihren Anwälten, und zweitens auch auf den Verein nicht viel Rücksicht nimmst. Sonst würdest Du hier nicht mit Deinen wüsten, ehrabschneidenden und haltlosen Spekulationen hausieren gehen und würdest nicht ständig Öl ins für ALLE Seiten ruframponierende Feuer gießen.

        • Neben Becker, Ostermann und den Anwälten gibt es mit dem Richter Wolfer zumindest eine weitere Person, die „Ahnung von den tatsächlichen Verhältnissen“ hat und Wolfer hat auf Grundlage dieser „tatsächlichen Verhältnisse“ Ostermanns Klage in dem entscheidenden Punkt abgewiesen. Das ist derzeit die Wahrheit, mit der auch Herbert zurechtkommen muss

  6. Der Richter Wolfer hätte besser daran getan, sich zunächst genauer mit der BGH-Rechtsprechung zur Annahmefrist bei Verträgen zu beschäftigen und er hätte feststellen müssen, was in den sechs Wochen nach Übermittlung des Vertragsentwurfs zwischen den Parteien abgelaufen ist. Stattdessen hat er voreilig bereits Mitte August in einem Gütetermin einen Vergleichsvorschlag unterbreitet, demzufolge Ostermann noch 20.000 Euro erhalten hätte. Damit hat er die sicherlich schon vorhandenen Begehrlichkeiten (Geldgier ?) bei Ostermann nur noch verstärkt und umso größer ist dessen Enttäuschung nach dem Urteilsspruch.

    Das rechtfertigt es aber noch lange nicht, dem Vorstand einen „Werteverfall“ vorzuwerfen, zumal der Vorstand ihm noch während des Prozesses ein günstigeres Vergleichsangebot unterbreitet hat.

    https://www.landeszeitung.de/sport/allgemein/147131-das-wird-wohl-teuer-fuer-den-lsk

  7. Wir brauchen eine gesunde Mischung aus einer stabilen Defensive und einer effektiven Offensive. Meine Meinung!

  8. Ist es nicht fabelhaft? Hier können wir uns in Ruhe darüber streiten, wer in der Sache richtig liegt, ohne andere vollzumüllen.

    Ich habe mich hier schon öfter mal darüber geärgert, dass einige User nicht davor zurückschrecken, ihr geballtes Unwissen mit anderen zu teilen. Für mich ist ein Forum dazu da, von erfahrenen Kollegen qualifizierte Tipps zu bekommen, wenn ich eine Frage habe. Daher stört es mich, wenn es von Leuten (denen sonst keiner zuhört?) als Abladeplatz für hohles Geschwätz missbraucht wird.

    Wenn ich kein Experte bin, kann ich natürlich trotzdem meine Meinung zum Besten geben (vielleicht hilft sie ja jemandem), nur sollte ich dann der Fairness halber auf meine fehlende Kompetenz hinweisen.

    Deshalb warne ich auch gerne mal mit deutlichen Worten vor den Ergüssen der Ahnungslosen. Da ich wiederholt dafür ausgeschimpft wurde, hab ich mal gedacht, ich eröffne ab hier einen Thread, in dem jeder seine Meinung zu grundlegenden Fragen der Kommunikation im digitalen Wahnsinn äußern soll:

    Warum fällt es manchen so schwer, zu schweigen, obwohl sie keine Ahnung haben?

    Warum wird eine drastische Wortwahl von vielen als schlimmer angesehen als das fahrlässige Posten von Fehlinformationen?

    Wie sollen wir damit umgehen, wenn wir auf solche Beispiele verbaler Inkontinenz stoßen?

    Ist die Sichtweise, ein Forum möge dem Austausch möglichst qualifizierter Informationen dienen, einfach nur weltfremd oder bemitleidenswert antiquiert?

    Interessiert das außer mir überhaupt noch jemanden?

    Um niemanden zu brüskieren, möchte ich darauf hinweisen, dass ich mich weder über Menschen lustig machen möchte, die an physischer Inkontinenz in irgendeiner Form leiden, noch diejenigen zu beleidigen suche, die einfach mal gerne drauf los plappern. Ich verurteile nur das Verhalten, nicht die dahinter stehenden Menschen. Auch gebe ich gerne zu, dass ich selbst schon die ein oder andere Chance verpasst habe, das Maul zu halten, also selbst schon mal verbal inkontinent war.

    Jetzt bin ich mal gespannt auf alle Eure Meinungen, egal ob jung oder alt, Anfänger oder Vollprofi, Turner oder Hasenburger, Lakoniker oder Schwadroneur vor dem Herrn. Lasst es krachen, Freunde!

    • Das spannende ist doch nicht die Wahrheit zu wissen, sondern sie herauszufinden. Wenn es so einfach wäre Rudi, bräuchte es auch keine Gerichtsverhandlung. Gerade im diskutieren Fall Ostermann-LSK sieht man doch mal wieder, das jeder eine andere Wahrheit zu haben scheint. Wer ist denn da der Ahnungslose, der nach Rudi sich nicht äußern sollte? Im übrigen gibt es nicht nur Wahrheiten sondern auch viele Meinungen und gerade die machen doch oftmals die Würze einer Diskussion aus. Manchmal braucht es auch Spekulationen um die Wahrheit herauszubekommen oder die Wissenden auf das Parkett zu führen.

      • @ Clande Stine

        Deine wissbegierigen, ahnungslosen, spekulierenden, redseligen und das Glatteis ebensowenig wie das gebohnerte Parkett scheuenden Meinungsinhaber können (und sollten) von Elard Ostermann immerhin lernen, wie ungemein wichtig es ist, sich bei allem Meckern, Miesepetern und Moralisieren gelegentlich auch mal an die eigene Nase zu fassen. Meines Erachtens wird die sinnreich ausgewählte Fotografie von „be“ bestimmt nicht ganz ohne diesen Gedanken oben platziert worden sein.

    • Ich versuche mal selbst, meine Antwort an Rudi, den Ratlosen an der richtigen Stelle zu placieren

      Clande Stine 17. Dezember 2017 at 00:07
      Hallochen,
      Rudi, Du scheinst mir etwas ratlos. So viele Fragen. Dabei gehörst Du doch zu den Wissenden. Ich habe schon mal hier angemerkt und wiederhole es gerne noch einmal: Nur ein Wissender kann „geballtes Unwissen“ erkennen. Dann noch etwas: Wer ein aufmerksamer Leser dieser Seiten ist, für den ist es keine Frage, daß sich hier nicht Ahnungslose sondern im Gegenteil Ahnungsvolle zu Wort melden. Ahnungslose haben eigentlich kein Mitteilungsbedürfnis. Nun rate mal, zu welcher Kategorie ich wohl gehöre.

  9. Hallo Falk
    wie Weise formuliert ,sehr schön könnte von mir sein .Für ALLE etwas dabei .
    Der richtige Kommentar um die unendliche Geschichte um Ostermann abzuschließen.

    • Hallo Wilschenbrucher,

      wenn dir beim Formulieren von Erkenntnissen, unter denen „Für ALLE etwas dabei“ ist, einmal Falk, Dustin und Clande Stine über den Weg laufen sollten (was ich für nicht ganz ausgeschlossen halte), dann weise sie bitte auf Folgendes hin: Man ist Kindern im Winter kein gutes Vorbild, wenn man einen Schneeball formt, ihn glättet und preßt, bis er zu einer harten Eiskugel wird, damit hinter einer Hausecke seinem Opfer heimtückisch auflauert, hervorspringt, die Stirnmitte anvisiert, volle Pulle abzieht – und dann einen Meter vorbeiwirft.

      Was deinen Pantokratorenehrgeiz betrifft, „die unendliche Geschichte um Ostermann abzuschließen“, glaube ich nicht, dass du erfolgreich sein KANNST. Denn etwas, das „unendlich“ ist, lässt sich schon per definitionem nicht „abschließen“. Auf Deutsch: Dein Kommentar enthält einen Widerspruch in sich, den selbst ein Weltenlenker mit Kommentarspaltenbestimmerambitionen wie du nicht aufzulösen vermag.

      • Sag mal Hartmut, kannst Du hellsehen? Schneeballweitwurf war meine stärkste Disziplin bei den Bundesjugendspielen. Aber das nur am Rande. Bis Du vielleicht mit Johanna Stegen verwandt, wegen der Vorbildfunktion. Die hat doch damals in den Befreiungskriegen mit ihrem todesmutigen Einsatz Lüneburg vor der Einnahme durch die Franzosen gerettet und noch heute putzt sie einmal im Jahr ihr Denkmal. So eine tolle Grundhaltung muß sich doch vererben.