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Sebastian Becker (l.) und Rainer Zobel gehen davon aus, dass der LSK der Regionalliga erhalten bleibt. Foto: be

LSK arbeitet für die Lizenz

Sportlich hat der Lüneburger SK den Klassenerhalt geschafft – das Heimspiel am Sonntag (14 Uhr) kann die Zobel-Elf also ganz entspannt angehen. Um aber auch in der kommenden Saison in der Fußball-Regionalliga mitspielen zu können, benötigt der Verein immer noch die Zulassung.

„Ich bin noch einigermaßen gelassen“, sagt Präsident Sebastian Becker, der mit seinen Kollegen die vom Verband zunächst beanstandeten Unterlagen am kommenden Montag zur Wiedervorlage fertig zu machen. Am Dienstag endet die Frist des Norddeutschen Verbands.

Wegen dieser Unsicherheit und wegen des straffen Programms der vergangenen Wochen gibt es auch noch keine offiziellen Neuigkeiten von den Vertragsgesprächen. Wie Trainer Rainer Zobel haben sich auch Wolk, Krottke, Kunze, Treu, Kehl, die Monteiro-Brüder und Capin bis 2019 an den LSK gebunden, wobei bei Letzterem die Zeichen eindeutig auf Trennung stehen.

26 Kommentare

  1. Clemens weiß es schon lange. In entscheidenden Momenten suchen die Menschen immer wieder die Brausebrücke auf. Deutlich ist zu erkennen: Der Ball ist rund.

    • Reineke, beim LSK reden schon wieder alle über »Ghosten« (auf deutsch: ich schreibe dir nicht zurück), bei dem es darum geht, unliebsame Menschen und deren lästige Themen (Lizenz, Straw, Was macht Hartmut Schlomski?, usw.) loszuwerden. Dabei ist es ein uraltes Ding: Wir haben die kompletten Nullerjahre immer wieder unser gesamtes Umfeld weggeghostet und uns neu erfunden wie Madonna. Nur waren damals die Ausreden noch glaubhafter: Prepaid-Karte alle wegen »Jamba«, Festnetz weggeschlossen, Umzug nach Hamburg. Es konnte halt niemand nachprüfen. Es waren unsere liebevoll gehüteten Fake News, und alle waren glücklich.

      • Hallo Schorsch,
        ich stelle immer wieder fest, daß ich durch diese Kommentarseite ständig über mehr oder weniger aktuelle Trends informiert werde. So geht es jetzt mit dem Begriff ghosten. Den kannte ich mit seinem wohl denglischen Bedeutungsihnalt nicht, wobei ich allerdings gestehen muß, daß ich in meiner Jugend also vor etwa 60 Jahren auch einmal geghosted habe. Auch heute gibt es immer wieder Situationen, in denen ich mal mit mehr mal mit weniger Erfolg versuche, mich unsichtbar zu machen. Z.B. wenn es um die Gartenarbeiten geht. Beim LSK in der Frage um die Arbeit an der Lizenz, ist ja der Präsident wieder sichtbar geworden. Mit seinen Äußerungen haben sich unten achtmalklug und landkreisfussball beschäftigt. Dazu fällt mir eine Bemerkung in der heutigen LZ zur Abstiegsfrage in der Regionalliga ein. Dort wird darauf hingewiesen, daß sich Hildesheim den 16. Tabellenplatz gesichert hat, der die Rettung sprich Klassenerhalt bedeuten kann, wenn Weiche Flensburg den Aufstieg schafft. Diese Möglichkeit gilt als eher unwahrscheinlich. Ich hoffe sehr, daß eine zweite Möglichkeit noch unwahrscheinlicher ist: Die Verweigerung der Regionalligalizenz für den LSK. Noch bin ich einigermaßen entspannt.

        • landkreisfussball

          Wenn beides eintritt, könnte sogar noch Eutin hoffen. Sofern die ihre Lizenz bekommen.

    • Hallo Reineke, was meinst du? Wann werdet ihr Gewissheit haben, ob die LSK-Lizenz erteilt wird oder nicht? Sollte die erlösende positive Nachricht nicht gestern bereits da gewesen sein? Hat Jogi Löw sich eingeschaltet? Sind Özil und Gündogan zuletzt euretwegen bei Recep Tayyip Erdoğan vorstellig geworden? Geht die Sache nun doch noch in eine weitere Sonderverlängerung? Soll ich mal mit dem runden Schatz reden, ob er Maddi Kind zu einer Bürgschaft bewegen kann? Oder springt jeman aus Onkel Toms Hütte ein? Harriet Beecher Stowe vielleicht? Oder Thomas Piehl, der spendable Vorstandsvorsitzende vom einzigen „Kreditinstitut mit Sitz in Lüneburg, das Marktführer in allen Kundengruppen der prosperierenden Metropolregion Melbeck-Hamburg-Ochtmissen“ ist? Um deiner Frage zuvorzukommen, heute (Dienstag) gab es Jägerschnitzel ,,Hubertus“, ein zartes Schnitzel in der Pfanne gebraten und dazu Pilze und Zwiebeln mit Pommes oder luftigen Gemüsekroketten an Pilzrahmsoße, die Portion zu 6,90 Euro, morgen servieren wir, wie immer am Mittwoch, eine unserer hausgemachten Suppen, diesmal die herzhafte Steckrübensuppe mit Schmand verfeinert und natürlich mit ordentlicher Einlage, die Portion zu 3,50 Euro, oder, als unser zweites Mittwochsmenue, knuspriges Hausmacher Knipp mit Salz- oder Bratkartoffeln und Gewürzgurke oder Rote Beete, die Portion zu 5,90 Euro, am Donnerstag wird es Züricher Rahmgeschnetzeltes geben mit Pilzen, Zwiebeln und Kasslerstreifen, dazu Salzkartoffeln oder Röstis mit feinem Steiermärker Apfelrotkohl oder Karottengemüse aus dem heimischen Biogarten, die Portion zu 6,90 Euro, am Freitag folgen mit Lachsspitzen gestopfte Erbsen und Wurzeln neben Salzkartoffeln und gewürfeltem Landschinken vom Taunus-Wildschwein, die Portion zu 5,90 Euro.

      • Hallo Holgi,
        nun ist alles schneller gegangen als erwartet, die Zulassungskommission hat die Lizenz erteilt. Eine große Erleichterung. Wäre ja auch nicht auszudenken gewesen, wenn es anders gekommen wäre, nachdem nun sportlich wirklich alles in trockenen Tüchern gewesen ist.

        Der Ausfall von Pauer und Bückler ist ein herber Verlust. Ich finde es aber auch gut, daß beide ihrer beruflichen Zukunft den Vorzug geben, und nicht dem end- und letztlich fruchtlosen Traum einer Karriere als Profifußballer nachhängen.

        Du brauchst also Deine Connection zu Schatzi und Maddi nicht zu bemühen. Werden wir vielleicht später einmal brauchen. Im Gegensatz zu solchen Leuten wie Özil und Gündogan, die, wenn Du mich fragst, in der Nationalmannschaft nichts mehr verloren haben. Aber mich fragt ja keiner. Ist wohl auch gut für meine seelische Ruhe. Mit der Deinigen dürfte es momentan auch nicht zum Besten stehen, nach der Achterbahnfahrt, die Deine Buben vom Schloßpark veranstalten. Noch sind zwar nicht alle Würfel gefallen, aber all zu viele Matchbälle, stehen auch nicht mehr zur ‚Verfügung. Kräftemäßig wird den Spielern auch, wie ich finde, übermäßig viel abverlangt.
        ich drücke jedenfalls weiterhin kräftig die Daumen, daß Ihr noch die Kurve kriegt.

        Nun noch eine Frage zu Deiner aktuellen Speisekarte. Hausmacher Kipp ist das Grützwurst oder…? und habt Ihr eigentlich einen eigenen Koch, der dieses Angebot Woche für Woche auf die Theke bringt? Ich werde heute abend mal einer hier von achtmalklug gepflegte Tradition folgen, und ein eau de vie auf die erteilte Lizenz, auf Dein Wohl und das von Herbert und natürlich von Frau Lattenknaller trinken.

        • Hallo Reineke, ich gratuliere recht schön zum nun auch lizensierten Klassenerhalt! Die Dummheit von Gündogan und Özil würde ich nicht so ernst nehmen. Nicht alle Fußballer sind so intelligent und gebildet wie eure Büchler, Opalka und Pauer. Unsere Nationalkicker haben sich zu politischen Zwecken missbrauchen lassen, ohne zu begreifen, was sie da tun. Auch Poldi und Klose haben seinerzeit in Polen aller Welt klar gemacht, dass sie nicht zu den Hellsten gehören und der international golfspielende Kaiser Franz hat auf seiner sagenhaften Dummheit und seinen diversen Loyalitätswechseln ein ganzes privates Geldimperium in Österreich und der Schweiz gebeckenbauert. – Meine Schlossparkkicker müssen um Viertel nach sieben in Westercelle ran und am Sonnabend kommt der MTV Treubund mit Tim Franke zu uns. Wenn heute Abend keine drei Punkte eingefahren werden, ist der Abstieg nicht mehr zu vermeiden. – Knipp, nicht Kipp, ich hatte mich verschrieben, ist bei uns auch als Calenberger Pfannenschlag bekannt. Es handelt sich um eine der Pinkel verwandte Grützwurst, eine Spezialität vor allem in Bremen und Umgebung. Hergestellt wird Knipp beispielsweise aus Hafergrütze, Schweinskopf, Schweinebauch, Schwarte, Rinder- oder Schweineleber und Brühe, Schmalz, Zwiebeln und Kräutern, gewürzt mit Salz, Piment und Pfeffer. Die Rezepte variieren. Üblicherweise wird Knipp in etwa 30 cm langen und 10–15 cm dicken Würsten als „Stange“ oder „Rolle“ verkauft. Angeboten und verzehrt wird die Grützwurst gebraten, nur mit Brot, oder mit Brat- oder Salzkartoffeln und Gurke, süß-saurem Kürbis, Sauerkraut, Apfelmus und Roter Bete oder auch kalt oder warm auf Vollkornbrot. Teilweise werden auch kross gebratene Scheiben von Beutelwurst (eine Blutwurst mit Grütze, in Oldenburg, Ammerland und Friesland auch als Blutballen oder einfach Blutwurst bekannt) zum Knipp gereicht – dieses Gericht wird plattdeutsch als Knipp un Büddelwust oder im Ammerland und Oldenburgischen als Hackgrütt un Bloodballen bezeichnet. Bei euch da unten oder noch weiter runter in der Lüneburger Heide wird Knipp mit Heidschnuckenfleisch hergestellt und ist als Heidjer Knipp bekannt. – Ja, das kommt alles aus eigener Küche, in der meine Frau, die Schwiegermutter und zwei Smutjes die Rollen des Boucher, Hors d’œuvrier, Legumier, Poissonnier, Potager und Rotisseur in wechselnder Besetzung ausfüllen.

      • Lieber Reineke, du klandestiner alter Hase, lieber Holgi, du herziger Herrscher an der warmen Theke, ob Mesut Özil und İlkay Gündoğan nach ihrem Auftritt an der Seite von Recep Tayyip Erdoğan noch für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielen können, diese Diskussion hat der einzige für solche Fragen zuständige Fachmann rasch beendet. Jogi Löw, der Trainer dieser Mannschaft, nimmt die beiden deutschen Staatsbürger mit ins Trainingslager nach Südtirol und damit höchstwahrscheinlich auch mit zur WM nach Russland. Alles andere wäre auch ziemlich blödsinnig gewesen.

        Der deutsche Fußball, sofern er in der Form als Nationalmannschaft in Erscheinung tritt, ist immer zweierlei: Projektionsfläche für die Sehnsucht eines Landes, das gerne so wäre, wie die Mannschaft spielt. Und Spiegelbild des Landes, aus dessen Bürgern sich die Mannschaft zusammensetzt. Wunsch und Wirklichkeit – was nicht immer zusammenpasst.

        Jahrzehntelang rollten die Kicker mit dem Bundesadler etwa als „German Panzer“ durch die Stadien, briegelten die Außenlinie runter oder gaben in Gestalt der Förster-Brüder die Axt im Walde. Die Deutschen lernten: Wir werden respektiert, womöglich sogar gefürchtet – aber geliebt werden wir nicht. Als später auch noch die Siege ausblieben, verhöhnte das Land seine eigene Auswahl gar als Rumpelfüßer: So sind wir nicht!

        1954 diente der Fußball, das Wunder von Bern, noch als Eintrittskarte der jungen Bundesrepublik in die Staatengemeinschaft. Die Spieler auf dem Platz, fleißige, zielstrebige Männer aus meist einfachen Verhältnissen, arbeiteten nun an einem neuen, fröhlichen Deutschland und nicht mehr an der Zerstörung der Welt. In Wahrheit spielten Fritz Walter, Horst Eckel und Helmut Rahn natürlich nur Fußball, aber die Bilder vom Triumphzug nach dem Titelgewinn, die erstmals wieder jubelnde Deutsche zeigten, erschreckten Europa nicht mehr zu Tode.

        So ähnlich war es auch 2006, als zumindest die Fußballfans unter den 80 Millionen Deutschen der Welt ihr nun wieder groß und mächtig gewordenes Land mit seinen Symbolen zeigen konnten. Die Begleitdebatte, die der Fußball nicht absichtlich angestoßen hatte, hatte das dafür zulässige Maß an Patriotismus zum Thema. Es wurde in der Zahl schwarz-rot-goldener Außenspiegelüberzieher gemessen. Und heute kicken diese Deutschen sogar elegant wie Spanier – so wollen wir sein!

        Die Nationalmannschaft wird, wo immer sie auftritt, als „Deutschland“ vorgestellt. Sie wird weder als „Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes“ tituliert, was sie ist, noch setzt sich das vom DFB gewählte Marketing-Label „Die Mannschaft“ durch. Nein: Das da unten auf dem Rasen, das ist Deutschland – und oft genug finden sich in den Verästelungen des Teams aus gelegentlich weltfremden Jungmillionären auch heute noch Strukturen aus der echten Gesellschaft.

        Vor diesem Hintergrund gibt das Foto von den Trikotgeschenken der Spieler Özil und Gündoğan an den türkischen Präsidenten nur den Stand der Integrationsbemühungen mit den Symbolen des Fußballs wieder. Die Nationalelf hat bei der Neuinterpretation des Begriffs Nation ihren Beitrag längst geleistet. Nach dem ersten Versuch, einen dunkelhäutigen Spieler in die Auswahl zu berufen – Erwin Kostedde 1974 -, vergingen zwar viele Jahre, ehe sich die Zahl der Mitbürger mit Migrationshintergrund auch in den DFB-Kadern abbildete. Aber sie wurden dann mit großer Überzeugung aufgenommen. In dem von Löw nun nominierten vorläufigen WM-Kader stehen acht Spieler, bei denen sich „deutsch“ nicht dadurch definieren lässt, dass sie zwei deutsche Elternteile haben. So ist Deutschland.

        Und so wird nun eben auch deutlich, dass Integration nicht bedeuten kann, besinnungslos die deutsche Nationalhymne zu schmettern, nur weil der entsprechende Pass in der Jackentasche steckt oder jemand auf das Trikot ein DFB-Logo gebügelt hat. Deutscher zu sein, darf heute nicht mehr heißen, seine Wurzeln leugnen zu müssen. Spieler wie Mesut Özil geraten immer wieder unter Druck, wenn etwa Vereinfacher wie Alexander Gauland (AfD) vom ungeliebten Nachbarn Boateng schwadronieren, ihr ganz persönliches Verhältnis zu Deutschland zu definieren.

        Von Özil sind dazu bemerkenswerte Zitate überliefert, die nicht in das Weltbild von Gauland, aber zu Deutschland passen. Sie sind nämlich ziemlich differenziert.* Und İlkay Gündoğan, der Mann, der „für meinen Präsidenten“ auf das Trikot für Erdoğan geschrieben hat, besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft.

        Das Foto könnte also der Anfang einer Diskussion sein – nach der WM. Vorerst hat Jogi Löw sie beendet, und zwar sehr schön: „Klar, wenn man für Deutschland spielt, vertritt man das Land und die deutschen Werte. Ein bisschen Verständnis zeige ich, weil ich weiß, dass für Menschen, Spieler, mit Migrationshintergrund, in deren Brust manchmal auch zwei Herzen schlagen, das nicht ganz so einfach unter einen Hut zu bringen ist.“ So unkompliziert kann das sein, im Fußball-Deutschland 2018.
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        * Z. B.: „Ich habe in meinem Leben mehr Zeit in Spanien als in der Türkei verbracht – bin ich dann ein deutsch-türkischer Spanier oder ein spanischer Deutsch-Türke? Warum denken wir immer so in Grenzen? Ich will als Fußballer gemessen werden – und Fußball ist international, das hat nichts mit den Wurzeln der Familie zu tun.“ (http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball-em/deutsches-team/mesut-oezil-druck-von-rechts-11794657.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0)

        • Ach Ralf,
          in vielem ist Dir zuzustimmen, was Herkunft, Staatsbürgerschaft, Anzahl der Herzen in unserer Brust, Musikalität und damit zusammenhängend die Bereitschaft, ein Lied vor dem Beginn eines Spieles zu singen, insbesondere dann, wenn es dazu keinen Text gibt.

          Für mich ist das Ganze eine Frage gibt es an irgendeinem Punkt einen Punkt für meine Toleranz oder wird alles gebilligt oder toleriert. Mit dem alten Briest könnte man ausweichen und sagen , „ach laß Luise, das ist ein zu weites Feld. Entsprang das seiner Lebensweisheit oder ist es Resignation?
          Vielleicht ist das alles auch viel zu hoch gehängt und Holgi hatte schon den richtigen Blick:“Nicht alle Fußballer sind so intelligent und gebildet wie eure Büchler, Opalka und Pauer…“ Die Einladung eines Präsidenten
          muß nicht eine Ehre sein, individuell kann sie aber als solche empfunden werden.

  2. Emil, der Detektiv

    Was heißt, „der LSK arbeitet an der Lizenz“, achtmalklug? Wie ein Model an seiner Figur? Wie der Künstler an seinem Roman? Oder doch wie der Opa Schowski an seiner nächsten Zukunftsprognose?

    • Hallo Emil, Du alter Verzeihung junger Dektetiv. Du fahndest wohl noch immer nach jenen 140 Mark = ca. 70 €, mit denen Deiner Großmutter geholfen werden sollte, die finanziell ähnlich klamm ist wie der LSK. Nun, sie sind von Herrn Grundeis dem LSK übergeben worden, um die Arbeit an der Lizenz zu erleichtern. Diese Arbeit hat wohl etwas mit Adam Riese zu tun, der die indisch-arabischen Schriftzeichen in die Welt der Zahlen einführte. Hoffentlich kommt dem NFV beim Studium dieser Arbeit nicht einiges spanisch vor.

      Die Worte des Präsidenten laden geradezu zur Exegese sein, in die landkreisfußball ja schon kräftig eingestiegen ist. „Noch einigermaßen gelassen“ bedeutet doch zunächst. Er ist nicht mehr richtig gelassen. Und er ahnt vielleicht, daß auch dieser Zustand einer gewissen zeitlichen Begrenzung unterworfen ist.

      Warum ist er nicht mehr richtig gelassen? Weil da der zeitliche Druck zur Fertigstellung der Unterlagen belastend wirkt Oder weil er sieht, daß auch jetzt den Anforderungen des NFV nicht Genüge getan werden kann. Oder befürchtet er, daß die Unterlagen wegen eines Staus auf der Autobahn oder einer Verspätung bei der Bundesbahn den NFV erst verspätet erreichen könnten. Was dann?

      Antworten wird es in einigen Tagen geben. Eine von mir zugegebener Maßen spekulativ untersetzte Erklärung für die gegenwärtige Situation: Einige der Zusagen von Sponsoren waren möglicherweise an die Bedingung geknüpft, daß der Klassenerhalt gesichert wird. Das ist ja nun erst seit vergangenen Mittwoch Abend der Fall. Da erst konnte mit der Arbeit an der Lizenz begonnen werden. Daher kann man jetzt einigermaßen gelassen sein. Das noch würde sich dann auf den Umstand beziehen, daß bei einigen Zusagen noch letzte Details abzuklären sind. Ist das erfolgreich geschehen, kann man richtig gelassen werden. Paß doch alles wunderbar zusammen. Es kann aber auch alles ganz anders sein.

      • Kann eigentlich auch das Christkind solche Lizenzunterlagen bringen? Oder der Klapperstorch? Oder können die wenigstens dran „arbeiten“?

  3. landkreisfussball

    Warum sagt der Präsident „Ich bin noch einigermaßen gelassen“? „Noch“? Weil die Spannung steigt, ob das Pokerspiel in letzter Sekunde erfolgreich ist? Es wäre besser, wenn er sagen könnte: „Wir haben in den letzten Tagen erfolgreich alle erforderlichen Unterlagen zusammengestellt und gestern nach Bremen/Barsinghausen gebracht.“ So machen das andere Klubs, die Lizenzunterlagen nachreichen müssen.
    Wenn doch, laut Erklärung des Vereins, die Verweigerung der Lizenz erwartbar und totale Routine war (für 16 andere Klubs anscheinend nicht), warum reizt man eine solche Frist bis zum letzten Tag aus?

    • Hallo Landkreisfussball tolle Fragen stellst du dir! Ich frage mich nur ob jemand der sich solche einfachen Fragen nicht beantworten kann, die Klippschule geschafft haben kann. Ich glaube nicht.

  4. landkreisfussball

    Mal sehen, ob sich der LSK nochmal zum Thema äußert (a la „Fertig, wir haben alles eingereicht.“), oder ob’s nach der Sitzung der Zulassungskommission einen großen Knall gibt.

    • Ich erwarte jetzt keine weitere Stellungnahme des LSK, schon , um den Eindruck zu vermeiden, in irgendeiner Weise Einfluß über die Offentlichkeit auf die Entscheidung der Zulassungskommission nehmen zu wollen. Daß die Unterlagen fristgerecht eingereicht werden, ist ja wohl das Mindeste, was in dieser Situation zu erwarten ist. Ansonsten, Gute Nacht, Marie…

    • Weder das eine noch das andere wird passieren. Warum auch?

  5. Auf der LSK-Hansa Seite erfährt man, dass sein/ihr Titelbild aktualisiert wurde. Was bedeutet das?

    • Hallo Rudi, das bedeutet, die/der Lüneburger SK Hansa hat sein/ihr Titelbild gestern um 10:27 Uhr nicht nicht aktualisiert (doppelte Negation!!), sondern – im Gegenteil – sie/er hat es getan!!! Wenn du dir Ku’damm 56, den dreiteiligen deutschen Fernsehfilm über den Aufbruch der Jugend in den 1950er Jahren angesehen hast, ahnst du, was das bedeutet!!!! Wenn du aber wissen möchtest. wie wir am Sonntag gegen Rotenburg gespielt haben, dann genügt ein Wort: Vergeigt! Eine absolut unnötige Heimpleite, gegen einen Gast, der eigentlich zu keinem Zeitpunkt der Begegnung wie ein Spitzenteam aufgetreten ist. Das wir hier nichts mitgenommen haben, ist daher äußerst bitter. In der ersten Halbzeit fanden unsere Jungs überhaupt nicht richtig ins Spiel, die Partie wirkte über weite Strecken wie ein lauer Sommerkick, nicht aber wie Abstiegskampf. Da es für die Kreisstädter um nichts mehr ging, war deren teils lethargisch wirkender Auftritt ja noch zu verstehen, aber bei uns??? Statt die Schwäche des Gegners zum eigenen Vorteil auszunutzen, passten wir uns umgehend deren Spielweise an. Ergebnis: Not gegen Elend. Bei Sport im Norden mag das anders aussehen, aber das war ja auch nur ein Zusammenschnitt der besten Szenen. Zur Ehrenrettung unserer Schlossparkkicker ist allerdings zu sagen, dass diese Kritik nur für die erste Hälfte gilt. Im zweiten Durchgang wurde es zunehmend besser und so gab es auch etliche Möglichkeiten für Etelsen, in Führung zu gehen, die allerdings nicht genutzt werden konnten. Obwohl unsere Jungs die Partie optisch im Griff hatten, blieben die Kicker von der Wümme stets durch Konter und ruhende Bälle gefährlich. Ein solcher Konter brachte dann auch die Entscheidung. Rotenburgs Nr. 9, Toni Fahrner, spielte rechts raus auf Yannick Chwolka, der mit einem Flankenball zum zweiten Pfosten den zuvor eingewechselten Muniz bediente. Marcello Eduardo Menezes Muniz nutzte seinen wohl ersten Ballkontakt, um per Kopf den entscheidenden Treffer zu erzielen. Mittlerweile waren immerhin schon 80 Minuten gespielt und wir schafften es in der Schlussphase nicht mehr, das Ruder herumzureissen. Aus meiner Sicht ist dieser Punktverlust deutlich schmerzhafter als die Niederlage gegen Bornreihe vom vergangenen Mittwoch. Während die „Moorteufel“ eben auch einen bärenstarken Auftritt hingelegt und sich somit den Sieg redlich verdient hatten, war die Vorstellung der Wümmestädter doch eher von überschaubar Qualität. Im Tennis würde man sagen „Matchball vergeben“ (aber bezogen auf den Klassenverbleib war es glücklicherweise wohl nur ein verschenkter Satzball).

    • Hallo Holgi, frohe Botschaft: die Lizenz wurde erteilt. Aus gut unterrichteten Kreisen im Umfeld der Lünepost verlautet, leere Kassen seien nie das Problem gewesen, nein, der NFV habe mit der Vergabe nur solange gezögert, bis Sebastian Becker und Rainer Zobel sich endlich ihre am 28. Dezember vorigen Jahres mit Sekundenkleber am weißroten Kunststoffball festgeschweißten Hände (siehe Bild oben) per Schnitt und Hauttransplantation frei operieren ließen. Jetzt können die beiden ihre Winterjacken ablegen und auch die fünf Monate lang nur schwer erreichbaren Körperzonen wieder mit Wasser und Seife traktieren.

      • Haha, hallo Insider, danke für die Info. Gut, dass die Reklame-Sache mit den am Sparkassen-Ball festgeschweißten Manager-Händen nun zuende ist. Nach so langer Zeit mal wieder duschen zu können, ist sicher für beide Herren eine Erlösung. Dass es andere Gründe als Geldmangel hat geben müssen, hatte ich übrigens schon am 30. April 2018 Reineke gegenüber gemutmaßt: „Finanziell scheint das bei euch wenig rosig auszusehen, aber wenn vernünftig gewirtschaftet wurde und Substanz vorhanden ist, wovon ich ausgehe, wird auch die Liquidität leicht wieder herzustellen sein, notfalls über kurzfristige Kredite. Merkwürdig ist es allerdings schon, dass so lange zugewartet worden ist, bis die Sache schließlich in die Zeitungen kam. Sowas versucht ein ordentlicher Hanseat doch nach Möglichkeit zu vermeiden, da der kaufmännische Ruf im Geschäftsleben, das Fußball ja auch ist, immer eine ganz entscheidende Rolle spielt. Naja, im Vergleich zu Etelsen seid ihr schon fast eine Weltstadt, ein Oberzentrum im Dreieck der Metropolregion Hamburg, Wolfsburg, Hannover, in dem Finanzierungsskandale wie in Stuttgart oder Berlin sicher ganz unbekannt sind. Ich nehme an, eure Leute werden bestimmt hundertprozentig genau wissen, was sie tun und was für euren LSK das Beste ist.“ (Siehe: https://www.landeszeitung.de/sport/fusball/regionalliga-fusball/227322-lsk-mit-11-zufrieden#comment-59631)

  6. Hallo Reineke, drei zu null für euch, drei zu eins für uns. Mit viel Glück hättet ihr heute euren Tabellenplatz beinahe noch einstellig gemacht. Mit hoffentlich noch mehr Glück schaffen wir am Sonnabend an der Uelzener Straße den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz (zwölf oder elf). Euer MTV hat ja nichts mehr zu gewinnen. Der Zug in die Oberliga ist endgültig ohne die Turner abgefahren und Emmendorf oder Rotenburg können sie nicht mehr einholen, um sie vom zweiten Platz zu verdrängen. Mal seh’n, was für uns noch geht. Was sagst du zu Ralf oben? Irgendwie hat er recht, finde ich inzwischen.

    • Hallo Ralf, Reineke und Holgi,

      ich denke, es ist wie Matthias Sobottka, der LZ-Leitartikler von heute, Mittwoch, den 16. Mai, über Mesut Özil und Ilkay Gündogan geschrieben hat, die in die Propaganda-Falle des türkischen Präsidenten tappten:

      »Diese Affäre hat zwei Gewinner: Erdogan und die rechten Scharfmacher hierzulande, denen die DFB-Kicker unnötig Munition geliefert haben.«

    • Hallo Holgi,
      wie Du oben sehen kannst, finde ich auch, daß Ralf irgendwie recht hat, aber irgendwie auch nicht und daß Du mit Deiner Sicht der Dinge die nötige Gelassenheit zeigst und damit irgendwie auch recht hast. Es ist eben „ein zu weites Feld“ wie der von mir oben zitierte Vater von Effie Briest in dem gleichnamigen Roman von Fontane zu sagen pflegte. Mit Blick auf unsere kleine Fußballwelt vor Ort, kann man Euch nur herzlich gratulieren zum gestrigen 3:1. Damit behaltet ihr den Fuß in der Tür. Der MTV hat doch dort vor kurzem 1:2 verloren. Danach könnte Eure Fahrt am Sonntag an die Uelzener Str. nicht ganz aussichtslos sein. Daumen drücken ist weiter angesagt.

      • Reineke, was sagst du zu den verklebten Händen von Becker und Zobel? Wie die beiden wohl ihren Ehefrauen beigebogen haben, dass da fünf Monate lang immer ein Gast im Wintermantel in der jeweiligen Besucherritze liegen wird, nur um in diesem Mai die Liga-Lizenz zu ergattern?

        • Ja, Holgi, lachen war zunächst angesagt, dann war ich doch ziemlich perplex. Da grübelt man über mögliche Ursachen für den Verzug mit der Lizenz nach, und dann ist die Erklärung im wahrsten Sinn des Wortes zum Greifen nah, mal ganz von den Weiterungen zu schweigen, die diese fest zusammenhaltende Gemeinschaft in der ganzen Zeit in ihren sozialen Beziehungen zu bewältigen hatte Grundsätzlich würde ich sagen, man muß auch mal loslassen können.

          Wie ich heute gesehen habe, müßt ihr am Pfingstmontag in Emmendorf ran. Da wird Euch ja für den Schlußspurt allerhand zugemutet. Wenn es klappt – was ich Euch wünsche – müßtet Ihr eigentlich die Kurve kriegen. Wenn nicht, gibt es wohl oder übel einen Neustart – der kann auch etwas Reizvolles an sich haben. Habe ich beim LSK ja mehr als einmal miterlebt. Aber noch ist es nicht soweit.