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Die Anlage des VfL Lüneburg an den Sülzwiesen. Kommt der LSK hier auf Dauer unter? Das bleibt die Frage. Foto: be

LSK braucht eine Perspektive

Wo wird der Lüneburger SK Hansa in drei, vier Jahren Fußball spielen? Alexander Diercks, Vizepräsident des Regionalligisten, zuckt mit den Schultern und schweigt. Er wird es im Laufe des Gesprächs über die Standortfrage immer wieder tun. „Wir ziehen jetzt im fünften Jahr wie ein Wanderzirkus von einem Platz zum anderen. Auf Dauer hat das keine Perspektive“, sagt Diercks. Ob der LSK demnächst auf den Sülzwiesen beim VfL Lüneburg unterkommt oder ob es doch eine Lösung an anderer Stelle gibt – rund um den LSK gibt es zurzeit viele Fragen, aber nur wenige Antworten.

Klar ist nur, dass Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge eine Dauerlösung auf den Sülzwiesen favorisiert. Im Gespräch ist ein Ausbau des B-Platzes, um dort bis zu 1800 Zuschauer unterzubekommen. Gespräche hat Mädge aktuell aber nur mit dem VfL geführt, der die Anlage in Erbpracht betreibt. Der LSK trägt als Mieter seine Regionalliga- und Pokalspiele auf den Sülzwiesen aus, der Vertrag läuft noch bis 30. Juni 2019. „Wir sind für alles offen“, berichtet der VfL-Vorsitzende Uwe Walther von Gesprächen mit dem OB, „der sich gut vorstellen kann, dass der LSK bei uns dauerhaft bleibt. Auf den Sülzwiesen ist der Bau einer solchen Anlage prinzipiell möglich, wobei sich der B-Platz aus Lärmschutzgründen besser anbietet.“

Den gesamten Artikel lesen Sie am heutigen Mittwoch in der LZ.

29 Kommentare

  1. Jetzt ist offiziell was viele schon befürchtet haben: Man will den LSK quasi abschaffen – warum, bleibt das große Geheimnis der Stadtoberen, das mittlerweile seit Jahrzehnten gehütet wird. Und wer tatsächlich glaubt ab 2021 würde alle besser, der glaubt auch noch an den Osterhasen. Das ist pure Verar…. mit Ansage vom OB. Denn seine Nachfolgerin wird sich natürlich nicht an seine Aussagen gebunden fühlen. Da sollte eigentlich ein großer Aufschrei durch die Lüneburger Sportszene gehen. Aber es ist schon bezeichnend, wenn der LSK aus ganz Deutschland enorme Unterstützung erhält als aus der eigenen Stadt. Der LSK kann sich nur Jahr für Jahr entlang hangeln und hoffen, dass sich andere interessante Optionen (z. B. über externe Investoren) ergeben werden.

    Fazit: Lüneburg braucht eine neue SVG-Halle UND ein neues LSK-Stadion! Und das so schnell wie möglich, damit die Stadt mal wieder aus dem „Rote Rosen“-Schlaf erwacht!

  2. Man hätte die (einmalige) Chance auf eine infrastrukturell kombinierte Lösung aus Hallen- und Stadionanlage (für SVG, LSK und andere) nutzen sollen. So eine „Light-Lösung“ (1800 Plätze an den Sülzwiesen) ist für den LSK und die Regionalliga ausreichend – aber es ist bezeichnend für Lüneburg, dass selbst dieses „kleine Ding“ nicht aktiv vorangetrieben wird.

    • Der sinnvollen Kombi-Lösung für den Lüneburger Sport (Fußballstadion und Ballspielarena mit Veranstaltungseignung auf einem ausreichend großen, entwicklungs- und somit zukunftsfähigen Gelände für ZUSAMMEN 20 Millionen Euro) steht entgegen, dass es unseren politischen „Entscheidern“ anscheinend NICHT um die „Daseinsfürsorge“ für alle Einwohner unseres Landkreises geht, sondern offenbar vor allem um die Daseinsvorsorge für zwei von diesen: für die Privatunternehmer Andreas Bahlburg und Klaus Hoppe nämlich, die für ihre Geschäfte einen Baukörper an einem eigentlich komplett ungeeigneten Standort beinahe unentgeltlich zur Verfügung gestellt bekommen, dessen erst noch zu schaffende verkehrliche Anbindung und Brauchbarkeit am Ende mit dazu beigetragen haben wird, dass die „Arena Lüneburger Schand“ die 20 Millionen Euro ALLEIN verschlungen hat.

  3. Es war also doch so einiges dran, was hier von Innsider, landkreisfussball, Jack u.a. kolportiert wurde. Gerüchte hängen immer irgendwo an der Wirklichkeit. Der sport.red. gebührt Dank dafür, daß sie mit dem heutigen Artikel etwas mehr Licht in die doch einigermaßen verworrene Gemengelage um die Zukunft des LSK gebracht hat, wodurch es vielleicht auch endlich mal von einem Handlungsbedarf zu konkreten Handlungen kommt.
    Zweifel bleiben aber nach wie vor.

    Aus dem Artikel kann man auch etwas über die Gemütslage von Herrn Dierchs entnehmen. Die sieht eher nach Resignation als hoffnungsvoller Tatkraft aus. Kann man ihm wohl auch nicht verdenken. Denn schaut man auf das Verhalten des VfL und der Stadt, bleibt von einer Perspektive für den LSK nicht mehr viel übrig.

    Hört man Herrn Walther, so nimmt er die 1,5 Mio. € für den Ausbau der eigenen Anlage gerne entgegen. Mit Hilfe des LSK bekommt er, was er sonst für seine Fußballer nie bekommen hätte, denn eigene Mittel dafür hat der Verein schon lange nicht. Bedingung ist natürlich, daß auch in Zukunft die Anlage unter der Regie des VfL geführt wird. Der LSK ist geduldeter Nutzer zumindest solange, bis die Anlage hergestellt sein wird. Pachtzahlungen des LSK sind natürlich selbstverständlich. Für den VfL ein richtiges Weihnachtsgeschenk vom Weihnachtsmann aus dem Rathaus, mit dem man auch schon im vertraulichen Gespräch ist. Daß der LSK da nicht hinzugezogen wird, leuchtet ein. Worüber soll man sich auch mit einem Habenichts unterhalten. Der wird lediglich für die Unterhaltung benötigt. Mit der wird es dann auch Schluß sein, wenn sich bei den „Schlüsselfiguren“ im LSK diese Erkenntnis erst einmal durchsetzt.

    PS: Was von der Kooperationsbereitschaft des VfL zu halten ist, kann man an der Haltung ablesen, die man angesichts des miserablen Zustands des Platzes einnimmt. Eine Besserung kann nur Regen bringen – er darf nur nicht zu viel werden. Eine Bewässerung ist nicht möglich, da kommt ein Rohrbruch wie gerufen, und würde ja außerdem auch noch Geld kosten. Wofür wird da eigentlich Pacht gezahlt. Ach ja, da sind auch noch die Duschen im Umkleidetrakt.

    • Der VfL tut sein Bestes, was den Rasen betrifft, immerhin wird er von insgesamt 24 Mannschaften bespielt und kein einziger vom VfL redet über schlechte Platzverhältnisse, da wir das Problem kennen! Warum kommt ihr Schlaumeier nicht vor dem nächsten LSK Spiel vorbei und helft dem LSK/VfL um den Rasen Regionalligatauglich zu machen, wenn ihr alles besser wisst😡

      • Heimspielkibice

        Es geht um den A-Platz an den Sülzwiesen? 24? Das ist etwas hochgegriffen. 1. Herren, 1. Frauen und A-Junioren des VfL plus die Erste des LSK – das sind vier Mannschaften. Welche 20 anderen Mannschaften spielen noch drauf? Bitte bei den Fakten bleiben.

      • Sein Bestes tun,heißt in diesem Fall Nichts tun und auf Regen warten. Wenn kein einziger – man hat ja mit den Mitgliedern aller 24 (?) Mannschaften gesprochen – sich nicht über schlechte Platzverhältnisse beklagt, weil man das Problem kennt, bleibt es trotzdem ein Problem. Sollen die Schlaumeier beim nächsten Mal alle mit einer gefüllten Gießkanne vorbeikommen?

  4. Die Never ending Story geht weiter… Eine Stadt zeigt ihre gesellschafts- und sportpolitische Ausrichtung und wie sie über den Sport im Allgemeinen denkt. Es wird überhaupt nicht das Potenzial erkannt, das sich aus den beiden Leistungssportvereinen SVG und LSK ergibt, auch über den Sport hinaus. Die Pläne, die von der letzten LSK-Führung vor Jahren bereits zusammen mit dem Bürgermeister von Bardowick der Öffentlichkeit und der Politik präsentiert wurden, sind zukunftsweisend gewesen. Eine gemeinsam genutzte Anlage (Halle für die Volleyballer und Fußballstadion für die Fußballer) auf der grünen Wiese stellten eine intelligente und kosteneffiziente Lösung dar, von der Kreis und Region über den Sport hinaus profitiert hätten. Konzerte, diverse Open Air-Veranstaltungen und weitere Nutzungschancen, wie sie in der benachbarten Metropole UELZEN seit Jahrzehnten stattfinden, bekommen die Lüneburger Kleinkrämer mangels Willen, Kompetenz und Kreativität nicht geplant und umgesetzt. Stattdessen bestimmt Negativ-Rhetorik die Äußerungen aus dem Rathaus, Probleme werden benannt, anstatt Chancen zu beschreiben. Wo bleiben entschlossene Wortmeldungen der im Rat der Stadt vertretenen politischen Fraktionen? Was soll gestaltet werden?Lüneburg, einig Jammerland! Die Unfähigkeit ist Trumpf! Wo ist der Blick über den sog. Tellerrand, um zu schauen, wie vergleichbare Kommunen diese Herausforderungen andernorts gemeistert haben? Beispiele gibt es überall. Es wäre Kreis und Region Lüneburg im Sinne des Sports, aber auch der Kultur nur zu wünschen, dass jetzt endlich verbindliche Fakten in Form von Plänen und Entscheidungen entwickelt werden, die schnell zu einer Lösung beitragen. Volleyballer wie Fußballer leisten seit Jahren hervorragende, ehrenamtliche Arbeit, die von aus der Politik nicht gewürdigt und entsprechend unterstützt wird. Großgedachte Lösungen sind in Lüneburg nicht nur bei der Leuphana oder dem Museum machbar, liebe Politiker, Sie verschlafen ein Feld im Rahmen Ihres gesamtpolitischen Handlungsauftrages! HANDELN SIE ENDLICH!!!

    • In Bardowick war aber auch die Distanziertheit von Bahlburg und seinen Volleyballern zu sehen, die daher rührt, dass diese ihr eigenes Süppchen kochen wollen. Für Bahlburg war das ein Pflichttermin um die Tarnung des im Hintergrund laufenden Deals mit Sallier, Nahrstedt und Mädge nicht frühzeitig auffliegen zu lassen. Hoppe und Bahlburg führen im Unterschied zum LSK zwei Wirtschaftsunternehmen und wollen daher die volle Kontrolle und sich nicht reinreden lassen. Sie sind auch fast am Ziel von Nahrstedt und den Steuerzahlern eine Millionenhalle für lau hingestellt zu bekommen, die nur auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist und damit auch in Zukunft nur den Unternehmern Bahlburg und Hoppe dienen kann. Der perfekte lang eingefädelte Deal bei dem Hoppe neben seiner Veranstaltungsfirma als Gesellschafter der Volleyball GmbH doppelt profitiert.

  5. Ich glaube eher das mit dem LSK genau der falsche Lüneburger Verein in der Regionalliga spielt.

    Seitdem ich zum LSK gehe ( Ende 80er Jahre ) ist doch beim LSK tote Hose.

    Es gibt keine richtige Fanszene und die Zuschauerzahlen waren schon immer viel zu niedrig.

    Es ist eben kein „Arbeiterverein“ wie die LSV oder der VfL.

    Man hätte den FC Hansa als Lüneburger SV weiter spielen lassen sollen und mit dem Einzugsgebiet Kaltenmoor und Hagen hätte man meiner Meinung nach deutlich mehr Zuschauer und generell mehr Akzeptanz in Lüneburg.

    Der Leichtathletikplatz in Kaltenmoor würde vorübergehend ausreichen uns später wäre evtl. an der Stadtkoppel was möglich.

    Wenn man sich auf googlemaps das Gebiet zwischen Theodor-Körner Kaserne und dem Flugplatz anschaut, dann schreit es förmlich nach einem kleinem Stadion neben dem bereits vorhandenen Parkplatz.

    Ab wann wäre das Gebiet eigentl. frei ? Es war doch bereits Thema beim LSK und ging bisher nicht, weil der Eigentümer noch der Bund ist!?

    Was die sportliche Leistung des LSK angeht, hätte er deutlich mehr Zuspruch verdient.
    Wenn man die finanziellen Möglichkeiten sieht und die Tatsache das eigentlich jede Saison eine neue Mannschaft geformt werden muss, dann ist die bisherige Leistung einfach überragend.

  6. Die ganze Konstellation stinkt doch zum Himmel.

    Durch die Insolvenz des LSK fließen EUR 1,5 Mio. in die Stadtkasse für ein eigentlich wertloses Grundstück. Der VFL erhält ohne Eigenmittel eine regionalligataugliche Anlage plus Kunstrasenplatz und der LSK darf dafür auch noch Pacht zahlen.

    Wundert mich nicht, dass kein LSK Verantwortlicher zu den Gesprächen im Rathaus eingeladen war.

    Angesichts der Bau- und Unterhaltskosten, sowie aus dem Gesichtspunkt der Auslastung macht es natürlich Sinn, dass sich 2 Vereine ein „Stadion“ teilen. Dann müssten aber beide Vereine gleichberechtigt sein oder es muss sich um ein städtischen Stadion handeln für das alle Nutzer Pacht zahlen.

  7. Nimmt man zu dem heutigen Bericht in der LZ noch die Artikel in der Lüne Post, dann gewinnt man doch den Eindruck, daß die Flitterwochen zwischen dem LSK und dem VfL vorbei sind, und daß es wohl wenig Sinn für den LSK macht, längerfristig seine Zukunft auf den Sülzwiesen zu suchen.

    Mit einem der sich, so wie jetzt Herr Merz, über jeden kleinen Pups aufregt, der von irgendeinem Spieler aus verständlichem Frust über den nur schwer bespielbaren Acker losgelassen wird, ist auf längere Dauer wohl kein gutes Zusammenleben möglich. Wenn, so Herr Merz, die eigenen Spieler in der Bezirksliga und darunter sich nicht über die Platzverhältnisse beschweren, haben alle anderen ohnehin keinen Grund dafür.Vor diesem Hintergurnd kann man dem LSK nur raten, seinen eigenen Weg zu gehen, sei es auch wie nun schon öffentlich zu hören ist, in die Goseburg und in die Landesliga und damit sich für mindestens ein Jahrzehnt von höherklassigem Fußball zu verabschieden. Die Arbeit der letzten sieben,acht Jahre wäre zu Nichte.

    Im übrigen sollte man das nunmehr ebenfalls jahrzehntelange Gefasel von Vereinszusammenschlüssen lassen. Die glücken in den wenigsten Fällen, und wohl nur dann, wenn man auf Augenhöhe zusammenkommt und einigermaßen identische Kulturen besitzt, was zwischen LSK und VfL wohl beim bestem Willen nicht der Fall ist. Es scheint an der Zeit, daß Klartext gesprochen wird. Ohne wirklich verläßlliche Perspektive, muß jedem noch so Engagiertem Energie und Einsatzbereitschaft schwinden.

    • Ich denke Herr Merz ist nicht nur ein großer Unterstützer und Fan des Lüneburger Fußball sondern auch ein großer Befürworter und Unterstützer der Zusammenarbeit des LSK und VfL. Das Höherklassige Spieler sich über Unebenheiten von Sportplätzen aufregen ist auch schon so alt, wie der Fußball selbst. Das eine Regionalliga Mannschaft einen anderen Anspruch an Platzverhältnisse hat als Landesliga, Bezirksliga und Kreisliga Mannschaften ist auch nicht neu und von daher sollte man die Aufreger entsprechend einordnen und sich es einfach mal hinnehmen, dass es iss, wie es iss. Solange sich alle nach Ihren Möglichkeiten anstrengen um das beste herauszuholen ist doch alles ok.

      • Das sind doch mal versöhnliche Worte, die sich alle Beteiligten zu Herzen nehmen sollten.

        Die Grundfrage ist ja eigentlich: Darf man als Untermieter eines Bezirksligisten eigentlich erwarten, dass dieser gegen Pachtzahlung einen Regionalliga-tauglichen Rasen zur Verfügung stellen kann? Das wäre doch so, als wenn ich zum VW-Händler gehe und erwarte, von ihm gegen Geld einen V8-Mercedes zu bekommen.

        • Das Beispiel mit dem VW-Händler hinkt doch ziemlich. Zugegeben, mir sind die Bedingungen des Pachtvertrages nicht bekannt, aber um im Bild zu bleiben geht es doch eher darum, ob der VW-Händler einen zugesagten oder auch selbstverständlichen Service leistet oder nicht. Es geht also nicht um einen regionalligatauglichen Rasen – den gab es von Anfang an nicht, sondern um die Rasenpflege – welche ja wohl nicht erfolgt.

          Noch ein Wort zu Herrn Merz. Das, was ihn im Innersten bewegt, kenne ich natürlich auch nicht. Bekannt ist allerdings, daß Leistungsfußball iim
          VfL kein hohes Standing hat, zusätzliche Mittel wird die erste Fußballmannschaft daher wohl kaum aus vereinseigenen Mittel erhalten, die ohnehin knapp bemessen sind. Da ist die Pacht vom LSK schon mal eine wohl nicht ganz unwillkommene Einnahmequelle. Nicht ungern werden wohl auch die Leistungen der freiwilligen Helfer des LSK für die Aufmöbelung der Dinge rund um den Platz entgegengenommen. Und dann sind da ja noch die 1,5 Mio € für den B-Platz, die man ja nur bekommt, wenn der LSK dort weitermacht.
          Es gibt also einige gute Gründe, um als großer Unterstützer einer Zusammenarbeit mit dem LSK aufzutreten.

  8. The end is near. Mein Tipp: zur Winterpause ist Feierabend. Komisch. Alle Vorredner wurden als Lügner, Moserer usw. bezeichnet…. Jetzt kriegt LSK seine Quittung

    • Natürlich weiß niemand, was zur Winterpause sein wird, ist ja auch nur ein Tip. Ebenso kann schon früher oder auch später Schluß sein.

      Soweit ich mich erinnere, wurde hier niemand als Lügner bezeichnet. Vielleicht besaß da jemand einen Informationsvorsprung, der für andere nicht so recht einsehbar war, und diese sich daher lieber an das Offenkundige hielten, weil damit auch ein Fünkchen Hoffnung verbunden war.

      Nicht nachvollziehbar ist für mich allerdings, warum der LSK nun „seine“ Quittung erhält. Das klingt einerseits nach Schadenfreude für ein offenkundiges vielfach kritisiertes und die Kritik mißachtendes Fehlverhalten. Das einzige, was man den Verantwortlichen des LSK vorhalten könnte, wäre Ihre Gutgläubigkeit im Hinblick auf die Luftblasen aus dem Rathaus und auf die vermeintliche Wohlgesonnenheit der Herren Walther und Merz. Bedauernswert das damit einhergehende hohe Engagement der LSk-Verantworlichen und all ihrer Mitstreiter, das hier auf eine ziemlich miese Art und Weise abgestraft wird.

      Unsere Gesellschaft wird primär vom Eigennutz bzw. dem Selbstinteresse geleitet. Möglicherweise haben die Verantwortlichen des LSK das übersehen, als ihnen von den Sülzwiesen ein vermeintlicher Strohhalm gereicht wurde, der kurz vor dem rettenden Ufer abgebrochen werden sollte. Nichts zum Lachen, eher ein einziges Trauerspiel, mit einem für Deutschland wohl einzigartigen Ausgang.

      Wer sich etwas von der anstehenden Fernsehübertragung erhofft, wird ebenfalls seine Enttäuschung erleben. Hier werden aus den Schubladen die altbekannten Unterstützungszusagen hervorgeholt und feilgeboten, die dann dorthin verschwinden werden, wo sie gerade hergekommen waren. Wahrscheinlich wurden die Schublade gar nicht erst wieder verschlossen.

      • Mir wurde nach meinem letzten Kommentar, wo ich schrieb was ich hörte und was ja sehr zutreffend war, dass ich es mir aus den Fingern saugen würde. Sogar Vereinsschädigung hat man mir unterstellt.

  9. Lieber Innnnsider, haben Sie sich denn schon persönlich bei Herrn Busch beschwert? Oder blasen Sie jetzt aus der Anonymität zum Abgesang des Lsk?
    Wie bitte will Herr Mädge die 1,5 Lsk Millionen an den VfL ausschütten, ohne das das einer merkt?
    Wer ist dieser Herr Merz und was genau hat der zu sagen?
    Und warum sollte zur Winterpause Schluss sein für den Lsk? Sind etwa in der Winterpause alle Eitelkeiten fertig bedient und der Lsk als Bühne nutzlos geworden? Wer beim Lsk hilft, braucht Herz! Zur Selbstdarstellung und zum Geld verdienen ist der Verein ungeeignet, das müsste man inzwischen bemerkt haben.

  10. Im Alltag mit zwei Vereinen auf einem Gelände kann es doch nur Ärger geben, insbesondere wenn einer der Vereine nur geduldeter Pächter ist und dazu noch den leistungsorientierten Fußball spielt. Da klaffen die Ansprüche dann in der Praxis oft auseinander, z.B. bei der Herrichtung von Plätzen für ein bestimmtes Niveau und bei widrigen Wetterbedingungen. Es ist doch eine Frechheit, wie der Platz für die Regionalliga aussieht.
    Gewundert hat auch, dass der VFL nach Jahrzehnten des Schattendaseins plötzlich seine 1. Herren aufrüstet und in die Landesliga aufsteigen will. Das kann nur Taktik sein, weil man wahrscheinlich erkannt hat, dass man auf Dauer mit dem LSK nicht zusammenarbeiten will und bei Aufstieg in die Landesliga würde man die Differenzen dann wohl eskalieren lassen um den ungeliebten Partner wieder loszuwerden.
    Letztlich muss man feststellen, dass der damalige Drittligaaufstieg, die Managementfehler, die Insolvenz und der Verlust von Wilschenbruch das Ende für den LSK waren. Das hätte nur ein Wohlwollen von politischer Seite verhindern können, aber das ist in Lüneburg eben nicht da. Und so verwundert es mich nicht, dass die Verantwortlichen nach LSK nach jahrelangem Kampf das Handtuch werfen wollen und auf dem Grabstein des LSK: „gekämpft, gehofft, verloren“ stehen wird. Ich verstehe die Stadt Lüneburg und dessen OBM nicht.

    • Heimspielkibice

      Der LSK war in den letzten 20 Jahren aber (zu) oft auch mit sich selbst beschäftigt. Mit mehr Substanz im Verein und größerer Lobby in Politik und Verwaltung wäre ein Stadionprojekt vielleicht schon weiter.

      Die Diskussion ist aber viel zu sehr auf den LSK bezogen. Die STADT Lüneburg braucht eine neue Anlage. Es wird vom Boom und 80.000 Einwohnern gesprochen, aber die Infrastruktur für den Sport ist noch auf dem Stand von 50.000 Einwohnern. Das ist im Kern kein Problem des LSK, sondern vor allem eines der Stadt Lüneburg. Und die sollte froh sein, mit dem LSK einen zugkräftigen Ankermieter zur Hand zur haben, der auf immerhin noch mittlerem Niveau Zuschauer anzieht und überregional bekannt ist.

      • Und nicht nur das ! Durch die angrenzenden Gemeinden kommen wir in den Bereich einer Großstadt. Denn die beginnt ab 100 000 Einwohnern. Und dann soll ein Stadion für 1800 Leute gebaut werden. Unfassbar …

  11. Freistoßvariante

    Der Rat der Hansestadt Lüneburg tagt heute um 17:00 Uhr im Huldigungssaal des Rathauses. Die E-Mail-Adressen der Ratsmitglieder, zu denen auch der Oberbürgermeister gehört, sind alle auf der Seite „stadt.lueneburg.de“ zu finden (Stichwort: „Rat“) oder genauer und ganz direkt mit einem Klick hier: http://www.stadt.lueneburg.de/bi/pa020.asp?PALFDNR=1

    Es ist nicht verboten, unseren Gemeindevertretern über den Mail-Kanal wichtige Anliegen schriftlich vorzutragen!

  12. Ich werde den Verdacht nicht los, dass bei einem neuen Stadion nicht genug für die üblichen Verdächtigen abfällt…

  13. OB will neue Sportanlage im Osten

    Geht es nach Oberbürgermeister Ulrich Mädge, spielt der Lüneburger SK ab 2021 auf einer Sportanlage im Osten. 2018 will Mädge mit dem Bund in die Gespräche über den Kauf des vier Hektar großen Geländes einsteigen, auf dem die Theodor-Körner-Kaserne steht, die derzeit von der Bundeswehr genutzt wird.

    Hamburger Abendblatt 20. April 2017 — https://www.abendblatt.de/sport/article210303825/Regionalligist-LSK-zieht-um-Lueneburg-plant-neues-Stadion.html

    • Ist doch prima!

      Wozu dann das ganze wüste Gerede und Spekulieren hier?

      Ein Oberbürgermeister, ein Wort! Der Einstieg in die Gespräche mit dem Bund müsste unmittelbar bevorstehen, wenn er nicht gar schon gesucht und gefunden worden ist.

      Bedanken können wir uns auch bei dem Mann: ulrich.maedge@stadt.lueneburg.de

  14. Hoppelte gerade an den Sülzwiesen vorbei. Wenn mich meine alten Augen nicht getrogen haben, sprengt man den A-Platz. Mit Wasser natürlich. Das ist doch eine Perspektive.

  15. Ich möchte dran erinnern, daß wir Ende Mai schon einmal eine Riesendiskussion über das LSK-Stadion (den SVG-Egoismus) und die Millionen-Arena hatten. Man muss diese beiden „Projekte“ immer im Zusammenhang sehen. Initiator der Debatte war damals Stefan Hye, weit über hundert zum Teil sehr gute Wortmeldungen kamen und sogar einige Kreistagsabgeordnete haben völlig überraschend kommentiert und ihre (genauso überraschenden) Positionen dargelegt.

    Ab hier kann das nachverfolgt werden: https://www.landeszeitung.de/sport/fusball/regionalliga-fusball/229821-lsk-verabschiedet-sich-mit-30#comment-62112