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Keeper Ole Springer fliegt vergebens, fängt sich hier das 0:2. Dabei verhinderte der Torwart mit guten Paraden eine noch deutlich höhere Niederlage. Foto: be

0:2 – es wird immer enger

Mit 0:2 (0:1) unterlag der Lüneburger SK dem Tabellenzweiten VfB Lübeck – und damit wird die Lage für den Fußball-Regionalligisten immer prekärer. Abgesehen von Norderstedt und Havelse punktete die gesamte Kellerkonkurrenz. „Es wird sehr eng“, weiß Coach Rainer Zobel nach der achten Niederlage im neunten Spiel.

Weißmann (34.) und Hobsch (65.) trafen für den Titelanwärter, der vor 890 Zuschauer noch viele gute Chancen nicht verwertete. Allerdings zeigte sich der LSK im Spiel nach vorn etwas verbessert, erarbeitete sich durch Krottke und Wolk gute Chancen.

50 Kommentare

  1. Hallo Reineke,

    Holgis Schlossparkkicker vom TSV Etelsen rangieren zur Zeit auf Platz drei in der Tabelle der Bezirksliga 3 LG. Bei 22 Spielen und 54 Punkten haben sie eine positve Tordifferenz von 58 Einschüssen. Der beste Wert der Liga! Hambergen auf Platz zwei hat zwei Spiele mehr und 56 Punkte bei 53 Toren im Plus. Der Tabellenführer, der TSV Ottersberg, hat sogar schon 25 Spiele absolviert und 60 Punkte bei 48 Toren auf der Habenseite. Mit zwei bzw. drei gewonnenen Nachholspielen können Holgis Jungs also 6 bzw. 9 Punkte holen und im Endspurt locker an beiden Mitbewerbern um den Aufstieg vorbeiziehen. Wenn ihnen das gelingt, müssen sich die Turner und die Hasenburger in der nächsten LL-Saison ganz warm anziehen. Vielleicht stoßen Zobel und seine Wilschenbrucher in der übernächsten Spielzeit auch noch dazu. Dann brummt das Business an Holgis warmer Theke nach Heimspielen sicher wieder ordentlich.

    • Hallo Libero,
      die Schloßparkkickers sind in der Tat gut drauf – ich verfolge ihren Marsch zur Meisterschaft von Beginn der Saison, in Erinnerung an Holgi, der sich ja leider sehr konsequent aus unserer Kommentatorenriege zurückgezogen hat, nachdem der Gang durch das Tal der Tränen für seinen TSV an seinem betrüblichen Ende angekommen war.

      Der LSK bewegt sich zur Zeit beschleunigt ebenfalls in diese Richtung. Sollte nicht doch noch in letzter Minute eine Kehrtwendung gelingen, dann wird es in der Oberliga wohl auch zunächst darum gehen, einen weiteren schnellen Absturz zu verhindern, siehe FT Braunschweig, jetzt Cloppenburg und Hildesheim ist auch noch nicht aus dem Schneider. Ein schneller Wiederaufstieg dürfte wohl eher unwahrscheinlich sein.

      Holgis warme Theke – da ist immer ein schmackhaftes Angebot zu finden – dürfte erst recht brummen, wenn sich der TSV und der LSK in der Oberliga treffen.

  2. Wenigstens haben Norderstedt und Havelse auch nicht gewonnen. Ab dem.Drochtersen -Spiel muss das Motto wieder lauten: Alle geben alles. Auf dem Platz und bei den Fans. Nur zusammen ist man stark! Dann wird der LSK es schaffen! Nur der LSK!

    • marie, deine beschwörenden Worte klingen mir sehr nach dem gottergebenen Hoffnungsgeblubber der Arena-Befürworter im Jenckel-Forum: https://blog-jj.com/2019/03/17/arena-kam-die-kostenprognose-im-entscheidenden-augenblick-nicht-auf-den-tisch/#comment-6268

      • Jo, warum den Kopf in den Sand stecken, wenn das rettende Ufer noch erreichbar ist. Nur wer aufgibt,hat schon verloren!

      • Werden hier von dir nicht Äpfel mit Birnen verglichen? Das scheint mir ein bisschen weit hergeholt. Zum Glück gibt es für unseren LSK noch Optimisten. Und die Jungs werden alles tun, um nicht abzusteigen.

      • Na Jo, mein Junge,
        Wahrnehmungen sind natürlich immer individuell und subjektiv, manchmal auch getrübt und daher oftmals für andere nicht nachvollziehbar. So geht es mir mit Deiner Gleichsetzung von Maries Appell mit dem von Dir sogenannten „Hoffnungsgeblubber“, was wohl an dieser Stelle überhaupt nichts verloren hat.

        Natürlich ist Marie von einer Hoffnung geleitet, die auch aus meiner ebenso natürlich subjektiven Sicht noch sehr nahe an der Realität ist, denn schließlich trennen den LSK momentan immer noch „nur“ ein bis zwei Punkte vom rettenden Ufer. Dieses ist noch zu erreichen und zwar nur so, wie Marie es sieht. Howgh ich habe gesprochen!

        • Du hast vermutlich recht, Alter Hase: Rêver c’est le bonheur, attendre, c’est la vie.

          Ich muss dabei an achtmalklugs fidelen Freund Clemens von der Brausbrücke denken, der uns Hansa-Freunden mal mit auf den Lebensweg gegeben hat: „Die kleinste Hoffnung ist besser als die schlimmste Befürchtung.“

          Und Herrn Nahrstedt hat er sogar zugejubelt: „Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen, wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben!“

          Allerdings hat er auch gesagt: „Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht.“

  3. Nur noch Peinlich

    „Etwas ungläubig schauten Benjamin Gommert & Co. bei der Platzbegehung. Der Rasen an der Sülzwiesen war nicht gemäht, trocken und uneben. „Das Gras war viel zu hoch“, monierte Landerl. Umso mehr freute er sich, dass seine Burschen die widrigen Bedingungen angenommen haben.“

    Quelle: https://www.sportbuzzer.de/artikel/2-0-vfb-lubeck-nutzt-wolfsburg-patzer-torpremiere-fur-patrick-hobsch/

  4. Seit einem Jahr Stillstand,null Weiterentwicklung.
    Gestern zum gefühlt 30 mal die Abwehr umgestellt,Spieler,die so gut wie gar nicht gespielt haben in dieser Saison,sollten das Wunder verbringen gegen Lübeck zu Punkten.
    1 mal mehr auf das Tor geschossen als gegen Havelse,also dreimal.
    Das soll wohl die oben stehende Verbesserung sein?
    Okay,es wurde versucht mal etwas mehr nach vorne zu spielen,aber es blieb beim Versuch.
    Einfach zu wenig Mut,Fehlpässe ohne Ende.

    Mir tun die Jungs einfach Leid,man sieht ja das Sie wollen,aber Sie sind mittlerweile total verunsichert.
    Letzte Saison haben wir einen Stamm von 8-9 Spieler gehabt,da war man eingespielt.,das haben wir diese Saison nicht.
    Das ist wie bei der Saison Vorbereitung wo ständig probiert und gewechselt wird.
    Oder ist das schon die Vorbereitung für die Oberliga?

    Und zu Schluss noch eine schlechte Nachricht.
    Norderstedt hat seinen Trainer Dirk Heyne entlassen,da wurde die Reißleine gezogen,die wir leider nicht haben.

    • Kann man aus Deinem Schluss schlussfolgern, dass Du einen Trainerwechsel beim LSK begrüßen würdest?

      • jaein.
        Ich bin kein Fan von schnellen Trainerentlassungen,hatte ich ja auch mal geschrieben. Ich bin fest von Zobels Trainer Eigenschaften überzeugt,aber dazu gehört auch der Umgang mit den Spielern,und da scheint was nicht zu passen.
        Sollte in Drochtersen nicht gepunktet werden,würde ich ja sagen.
        Es liegt nicht nur am Trainer allein,aber 1 Trainer zu entlassen ist einfacher als 4 oder 5 Spieler.Und neue Besen kehren oftmals gut.
        Entlassen kann der Verein den Trainer auch nicht,da Er schon einen neuen 2 Jahres Vertrag hat,das kann sich der LSK nicht leisten.
        Man darf auch nicht vergessen,das Dank Zobels Hilfe ein Investor für ein Stadion Bau gefunden wurde. Ansonsten,wären wir auf den Sülzwiesen verrottet.

        • In Drochtersen punkten? 1:0 gegen Wolfsburg, 1:1 gegen den HSV. Ein hoher Anspruch und mit diesem die Trainerfrage verknüpfen? Ohne Vobejda und ohne Kunze? Fragen über Fragen.

          • Ein hoher Anspruch und mit diesem die Trainerfrage verknüpfen?
            Ja.Ich wollte Druck aufbauen,hat doch gut geklappt.(lach).

          • Stefan, ich glaube, die Drohung mit dem Einsatz von Schnecke, Spielertrainer Zobel und Wasserlockenvokuhila Olaidotter durch Alt-LSKner Thomas Gommel (s.u.) hat den Umschwung bewirkt.

          • Du meinst Thomas Gomell, B-Jugend-Spielführer 1976.

    • Landķeisfußball

      *Stefan. Habe das Spiel nicht gesehen und weiß nur das was in der Zeitung steht. Zobel hätte schon vor 4 Wochen entlassen sein müssen. Stattdessen wird dem schlechtesten Trainer der Rücksaison der Vertrag verlängert. Bescheuerter geht es nicht. Wir warten eigentlich stündlich darauf dass er zurücktritt bevor er rausgeschmissen wird. Auch Zobel muss endlich loslassen. Warum klammert er bloß so. ? Es glaubt wirklich keiner mer an Zobel. Wir haben 2 Top Cotrainer. LSK gebt ihnen endich eine Chance

      • Hallo „Landķeisfußball“ alias „Gerd“, „Maik“, „Kalle“, „Zuschauer“, „Thomas“, „kapelle Kind“ usw. usf.

        Ich dachte, du „kommentierst nichts mehr“? Siehe: https://www.landeszeitung.de/sport/fusball/239762-lsk-taumelt-dem-abstieg-entgegen#comment-80282

        War der kleine Hater in dir wieder stärker als der große Pathos-Hubert, gelle?

      • Wird eng! Wenn überhaupt bleibt der Religationsplatz übrig. Immer ein Auge auf die 3. Liga mit Braunschweig werfen. 5 Jahre immer gegen den Abstieg – irgendwann ist man vielleicht damit dran. Frag mal beim HSV nach…. Fakt ist – egal wie die Saison ausgeht eine grundlegende Analyse der Vorkommnisse sollte im Verein im Mai durch geführt werden. Zur Tagesordnung kann man nicht so übergehen.

      • Verlängert wurde schon vor ca. 8 Wochen,so Anfang März,da hatte ich noch vollstes Vertrauen in den Trainer und der Verein auch. Da kann man nicht sagen,das es bescheuert ist.

        • Hallo Stefan,

          hältst du das für einen Zufall? Zwei Tage, nachdem unsere Erste Herren das Heimspiel gegen Lübeck versemmelt hat, verallgemeinert die Landeszeitung schon und bringt die erste große Gesellschaftsanalyse über mögliche Gründe und Folgen:

          „Ruhe, Flucht, Smartphone: Das machen Männer wirklich auf der Toilette“

          Siehe: https://www.landeszeitung.de/blog/nachrichten/wissen/2523692-ruhe-flucht-smartphone-das-machen-maenner-wirklich-auf-der-toilette

          • Oh Mann, fangt nicht nochma damit an. Sonst kommt gleich wieder Hartmut mit Frauke und seine Karpfenbürste umme Ecke rum gebogen und erzählt was von dem ollen Wilschbrucher Dixi-Klo in Buschis putzwütiger Obhut.

          • Hallo Lars,

            dein Artikel ist wirklich aufschlussreich. Was könnten die Learnings für LSK-Coach Zobel daraus sein? Worauf sollte er in der Schlussphase der Spielzeit verstärkt achten? Hier die Essentials aus sportwissenschaftlicher Sicht:

            „Die Herren verbringen laut Umfrage durchschnittlich sieben Stunden pro Saison auf der Toilette.“

            „Die Studie zeige außerdem, wie sehr Männer (Fußballer gehören dazu) Ruhe und Frieden – und Anerkennung – benötigen. 45 Prozent der befragten Männer erklärten demnach, dass es ein Kampf sei, Zeit für sich zu haben. Außerdem beklagten 25 Prozent, dass der Partner (oder Fan) nicht wahrnimmt, wie anstrengend ihr Leben sei. Und das dürfte die erfreulichste Aussage für den Badhersteller sein: Jeder Vierte gab laut Befragung an, nicht zu wissen, wie er ohne die ständigen WC-Auszeiten sein Leben meistern könne.“

            Jetzt noch eine wichtige Info für Buschi und Hartmut: „Für das Putzen bleibt in dieser ‚Quality Time‘ dann allerdings wenig Zeit. 44 Prozent sagten, dass ihre Partnerin die Toilette putzt – vermutlich liegt die zahl noch höher. Denn auch 1000 Frauen wurden befragt. 72 Prozent gaben demnach an, dass sie für die Ordnung im Bad verantwortlich sind.“

    • Hallo Stefan,
      Deine Enttäuschung und Dein Frust über die gegenwärtige Situation beim LSK sind verständlich.

      Dennoch ist es meiner Meinung nach zu einfach, die Ursache bei Zobel zu suchen. Er gehört zu denjenigen, die ein hohes Engagement für den LSK zeigen , was man von einigen Spielern nicht unbedingt sagen kann. Sicher, bei einigen seiner Aufstellungen konnte man schon ins Grübeln kommen. Unübersehbar bleiben aber doch die vielen Verletzungen von Schllüsselspielern, die der Defensive zuzuordnen sind. Deren Ausfall war nie vollwertig zu ersetzen. Das gilt jetzt auch für den Ausfall von Kunze und Vobejda für die Offensive.

      Sicher, gegen Havelse hätte man zumindest einen Punkt holen müssen, dagegen waren die Niederlagen gegen Wolfsburg, den HSV und jetzt Lübeck wohl keine Überraschung. Der Filmriß begann mit der Heimniederlage gegen Egestorf infolge jenes unerklärlichen Fehlers von Springer. Die bisher entscheidenden Punktverluste setzte es dann in Rheden und in Oldenburg und diese gehen voll auf das Konto der Mannschaft – total blutleere Auftritte gerade in Spielen, die nicht verloren gehen müssen.

      Und wie sagte Onkel Heintzie, wenn Du vorne keine Leute hast, die Tore schießen, sondern immer noch einen Schlenker machen müssen oder gar noch eine Abspielstation im Strafraum suchen, dann wirst Du die Klasse nicht halten können. Solche Spieler könnte auch ein neuer Trainer nicht aus dem Hut zaubern.

      Marie hat die richtige Sicht: Nur, wenn die Mannschaft gewillt ist, noch einmal gemeinsam die Ärmel hochzukrempeln, kann der Abstieg vielleicht noch abgewendet werden. Die von Dir beobachtete Verunsicherung der Spieler haben diese sich selbst eingebrockt. Und dann gibt es noch ein Leben nach dem Abstieg. Wäre ja nicht das erste Mal.

      • Jawoll, achtmalklug,

        Marie hat die richtige Sicht!

        Aber du, Kräisi Horst, die Partei und ich auch. Wir fünf haben immer recht.

      • Danke, achtmslklug! Es geht nur zusammen! Und wir müssen mit dem, was wir haben, das Beste draus machen. Und hoffen, dass es reicht. Wir haben diese Saison km einen Knipser wie Wriedt etwa und eine stabile Abwehr auch nicht. Das Torverhältnis belegt das. Hinzu kommt, dass diese Saison Rehden aus dem Quark gekommen ist. Und nicht hinter uns steht. Aber rein von den Punkten her zum rettenden Ufer,. handelt es sich gerade mal um ein Pünktchen. Wir sind erst abgestiegen, wenn das rettende Ufer unerreichbar ist. Und wir haben es in der eigenen Hand. Aber die Wende muss jetzt kommen! Ihr schafft das, Jungs!

        • Meine Empfehlungen: Ruhe bewahren, Gras fressen, von Spiel zu Spiel denken, alles geben, kämpfen, sich fokussieren, Fans versöhnen, sich reinhängen, den Kopf nicht in den Sand stecken, hohle Redensarten vermeiden!

          • Nahgdencklicher

            Muss es nicht heißen, „von Niederlage zu Niederlage denken“ ?

          • Quatsch! Die Mannschaft ist noch voll in der Vorbereitung, dass hat man Sonntag gesehen, die ersten zwei, drei Minuten waren gut, danach schlichen sich Fehler und Ungenauigkeiten ein. Erinnert alles sehr an vergangene Spielzeiten, nach acht, neun Monaten sind immer einzelne Spieler müde und wollen zwar, können aber nicht besser, weil der Kopf auch dann nicht so mit macht, wenn die Beine schwer sind. Im Mittelfeld waren in der zweiten Halbzeit die Bälle teilweise sofort wieder beim Gegner, einem Gegner, der es in der Liga sehr, sehr schwer haben wird, denn da kam ausser einem geschenkten Tor eigentlich nichts. Bis auf das zweite Tor, das aus einen krassen Abwehrfehler resielturte. Weiter machen und noch vier, fünf Verstärkungen holen, das wird schon!

          • Welches Gras ist denn nun hier gemeint?

          • Das Gras in der ›Grasharfe‹ (Originaltitel: The Grass Harp) von Truman Capote, nehme ich an, dem Co-Autor von ›Onkel Toms Hütte‹, was bekanntlich das Lieblingsbuch von Henning Jörg Claassen ist, welches Mark Twain für ihn geschrieben hat, 70 Jahre bevor Clemens im Früsommer ’13 ins Bergström gezogen ist. LZ-Redakteur Rainer Schubert reportiert: »Es ist übrigens nicht nur das bronzene Kunstwerk, sondern auch das Literarische, das Claassen an Twain reizt: „Ich bin mit seinen Büchern groß geworden, habe viel ›Onkel Toms Hütte‹ gelesen.“ — Und natürlich auch die anderen Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Beecher Stowe«, ergänzt Schubert: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/83029-twain-legt-in-luneburg-an

          • C. Kai
            „Wann war es, daß ich zum ersten Male von der Grasharfe hörte? „(Truman Capote, Die Grasharfe, Suhrkamp 1960, S. 7)
            Mein Lieblingsbuch jener Jahre.

          • So ist es, mein Lieber Rudi!

            „I was eleven, then I was sixteen. Though no honors came my way, those were the lovely years.“

            Der Dichter Reiner Kunze hat das so übersetzt:

            „Ich war elf, und später wurde ich sechzehn. Verdienste erwarb ich mir keine, aber das waren die wunderbaren Jahre.“

            Ja, – das waren sie! Und jeder auf dem Bolzplatz war weltberühmt wie Mané Garrincha, Uwe Seeler oder Bobby Charlton.

            In der melancholisch freundschaftlichen Alpi-Eloge von LZ-Kommentator Frank schimmert etwas von dieser Wehmut: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/2033842-rund-ist-schwieriger#comment-210101

          • C.Kai,
            eine kleine Ergänzung zu jenen guten alten Zeiten. Das Gras wuchs damals noch in Wilschenbruch und der LSK belegte in der Saison 1959/1960 und 1960/1961 jeweils den zweiten Platz in der Amateurliga Staffel 7 einmal hinter dem 1 FC Wolfsburg und dann hinter dem SC Uelzen. (Wo sind diese Vereine geblieben?)
            Und wer die Sturmbesetzung von damals liest – Faltin, Rickmann, Paukstat, Kleinlein, Apoel, Behrens – dem kann mit Blick auf die heutige Situation schon etwas wehmütig ums Herz werden. Allerdings: Die damalige Amateurliga war unter der Amateuroberlilga Niedersachsen angesiedelt – sie entspricht also in etwa der heutigen Landesliga. Aber tolle Spiele gab es damals auch in dieser Liga – zumindest in der Erinnerung.

          • Weißt du Reineke,

            1960 war ich zwölf und wusste nur, dass es außerhalb von Barnstedt noch Kolkhagen, den Galgenberg, die OHE, den Südbahnhof und das Johanneum gibt. Die wunderbaren Jahre hatten eben erst begonnen. Sport hatten die Kleinen in der Kalandhalle, aus der 16 Jahre zuvor noch in Lüneburg eingesammelte Juden deportiert worden waren, die Großen in der Treubundhalle, wo 1945 der erste Bergen-Belsen-Prozess gegen deren Mörder stattgefunden hatte. Bundesjugendspiele wurden von Edu Ahrens von der Raabe-Schule aus auf dem MTV-Platz an der Uelzener Straße organisiert. Der einzige Tag im Leben eines Gymnasiasten mit Façon-Schnitt, Sandalen und Lederhose, an dem klar wurde, dass Mädchen auch in Turnhemden passen. Außer Inkreis, Umkreis, dem Satz des Pythagoras und Lateinvokabeln gab es an den Nachmittagen nur noch den Bolzplatz unterhalb des Heinsener Bachs und die Lesehöhle zwischen den Katzennestern auf dem Heuboden in der von Estorffschen Scheune. Der LSK und seine Helden waren mir damals genauso unbekannt wie die Tatsache, dass 1960 gegen Haile Selassie, den Gott der Rastafari, der im November 1954 das erste ausländische Staatsoberhaupt überhaupt war, das der jungen Bundesrepublik Deutschland einen offiziellen Staatsbesuch abstattete, sein eigener Sohn, der Kronprinz Asfa Wossen, einen Staatsstreich versucht hatte.

          • C.Kai
            Hallo Kai,
            so jung an Jahren. 1960 im Frühjahr machte ich mein Abi. Der Fußball wurde mir durch Edu (Ahrens) nahegebracht, denn immer wenn es nicht regnete, war Sport = Fußball auf dem Schulhof des Johanneums angesagt, wobei es auf dem Grand manche Schürfwunde setzte.

            Ein Zusammentreffen mit den Besucherinnen der Wilhelm-Raabe Schule selbst bei Bundesjugendspielen war damals undenkbar, die Bundesjugendspiele selbst für mich ein Graus – Weitsprung 1,50m, Schlagballweitwurf 20 m usw. Gebolzt haben wir immer auf dem heutigen Werum-Gelände, da gab es so etwas wie einen offenen Sportplatz, der wohl später auch von dem ESV genutzt wurde.

            Zum LSK fand ich wohl in der Saison 1956/57. Das war jene Saison, in der der LSK aus der Amateurliga Hamburg durch einen dubiosen Punkteabzug hinausgeworfen wurde. Das alles um den ETV Eimsbüttel vor dem Abstieg zu bewahren. Der Punkteabzug geschah wegen einer angeblich fehlenden Spielberechtigung für Appel, der zu Beginn der Saison von der FSL gekommen war. Die hatte damals ihre sportliche Heimat auf dem heutigen Gelände von Lucia an der Dahlenburger Landstraße. Als sie den Expansionsplänen von Phohe weichen mußten, bekamen sie eine neue Bleibe auf den Sülzwiesen, dem heutigen B-Platz des VfL. Dieser Umzug bekam der FSL nicht. Sie verschwanden in der Versenkung und fusionierten mit dem Hagener SV zur Lüneburger SV in Kaltenmoor. Fusioonen bringen meist nicht das, was man sich von ihnen erhofft.

    • Stefan, Du warst lange einer der überzeugtesten Zobel-Unterstützer überhaupt. Wie kommt es, daß Du jetzt laut von einer Reißleine träumst? Meinst Du wirklich ein Trainerwechsel so kurz vor knapp würde etwas ändern? Die Mannschaft ist, wie sie ist. Der Umbruch muss von Innen kommen. Soll ich Onkel Heintzi anrufen, auf daß er uns noch einmal eine herzogliche Ruck-Rede halte und in dieser verrät, daß es vor allem darauf ankommt, vorne einen wie Schnecke zu haben, der aus null Chancen fünf Tore macht?

      Denk dran, wenn hier alles den Bach runter geht, kannst Du in der nächsten Saison sicher in der Landesliga für Holgi, seine warme Theke und die Schlossparkkicker aus Etelsen trommeln.

  5. Thorsten Legat

    Immerhin, wer NICHT Zobel-Nachfolger wird, ist heute schon mal bekannt gegeben worden:

    Lothar Matthäus hat seine Trainerkarriere beendet. Das hat der deutsche Rekord-Ehemann und nebenberufliche Fußballer jetzt den Medien verraten: https://www.welt.de/sport/fussball/article191439003/Rekordnationalspieler-Lothar-Matthaeus-beendet-seine-Trainer-Karriere.html

    In weiteren Meldungen: Claas Relotius möchte nicht mehr als „Spiegel“-Reporter arbeiten +++ Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer lehnt es ab, weiter als schärfster Kritiker der Autoindustrie aufzutreten +++ Ex-Tennisstar Boris Becker hat seinen Rückzug aus der Wirtschaft bekanntgegeben +++ Die SPD hat sich entschlossen, sozialdemokratische Politik zu beerdigen +++ Hannover 96 will sich aus der Fußball-Bundesliga zurückzuziehen, um anderen Mannschaften den Vortritt zu lassen +++ Friedrich Merz plant, „spätestens 2029“ das Amt des Bundeskanzlers niederzulegen +++ „Wenn’s am schönsten ist, soll man gehen“ – Reinhard Grindel zieht sich aus DFB-Spitze zurück +++

  6. Hier scheint noch nicht jeden den Humor verloren zu haben. Ein gutes Zeichen. Und achtmalklug hat recht, eine Reihe von Spielern hat das Letzte noch nicht gegeben. Der Zobel muß ihnen vielleicht auch mal sein scharfes Mardergebiss zeigen, dann laufen sie mehr und schneller.

    Für den Sturm: Wenn ich mich nicht verguckt habe, war da neulich Schnecke Wagner auf der Tribüne. Rank und schlank und guter Laune. Ehrlich, der könnte auch heute noch was reissen. Da wird man ganz melancholisch. Die Technik und Spielintelligenz von damals, die wird er immer noch haben. Sicher. Nur Mut. Für die letzten 10 Minuten, da hat man dann einen im Strafraum, weiter muss er nicht mehr laufen, der den Ball zum Freund hat, und die anderen können sich was abschauen.

    Ja, es wird verdammt schwer, niemand wird das bestreiten. Aber: Havelses Serie ist zuende, für Norderstedts Abstiegskampf interessieren sich kaum 350 Norderstedter, und wenn der LSK etwas gelernt hat in den letzten Jahren, dann, die Nerven zu bewahren bis zum Schluss.

    • Genau! Schnecke, Spielertrainer Zobel und Wasserlockenvokuhila Olaidotter zusammen jeweils die letzten zehn Minuten: das wäre die Rettung! Dann würde nicht nur jedes der fünf ausstehenden Spiele mit sieben Toren Vorsprung gewonnen, sondern Olai würde außerdem noch alle vier Eckfahnen so schwindelig gespielt haben, als hätten die im Straw eine ganze Woche auf dem Ungemähten, Trockenen und Unebenen gelegen, auf dem das Gras viel zu hoch war, und bronchienspitzentief eingeatmet.

  7. Hallo Reineke,

    zu der aktuellen Arena-Reklame von Andrea Schröder-Ehlers und Friedrich von Mansberg gibt es einen herrlichen neuen Kommentar von Otto Berg!

    Hier: https://blog-jj.com/2019/03/17/arena-kam-die-kostenprognose-im-entscheidenden-augenblick-nicht-auf-den-tisch/#comment-6420

    • Hallo Horschd,
      eigentlich wollte ich mich zur Arena und den Lügenbaronen nicht mehr äußern.

      Es ist alles so gekommen, wie auf diesen Seiten treffsicher vorhergesagt – in diesem Fall hatte unser Freund Clemens mal nicht recht – die Zukunft war damals so gut zu prognostizieren, wie sonst nichts. Woran lagt das? Wir Menschen bilden uns ein, immer etwas dazu zu lernen, insbesondere aus den Fehlern anderer. Nichts von alledem. Das Schema war bekannt, und genauso lief es ab. Zu niedrig angesetzte Baukosten. Dann Verschleierung der Kostenexplosion – hat natürlich niemand erkannt, und so konnte auch niemand davon wissen, und unsere so verantwortungsvollen Vertreter im Kreistag schluckten eine Million nach der anderen, und jetzt gibt man natürlich schweren Herzens lieber 20 bis 30 weitere Millionen für ein unverändert fragwürdiges Objekt aus als zuzugeben, daß man 10 Millionen in den Sand gesetzt hat.

      Was hat das alles noch mit dem LSK zu tun? Nun, da ging es „nur“ um drei Millionen – der Gewinn der Stadt anläßllich der Insolvenz des LSK, dann waren es nur noch 1,5 Millionen, die schlließlich der Vfl erhalten sollte für den Ausbau des B-Platzes. Die wären dem VfL sicherlich auch gut bekommen, bei den katastrophalen Verhältnissen auf seinem A-Platz . Am Ende gibt es für niemanden etwas, und der LSK hat sich folgerichtig umorientiert und baut hoffentlich erfolgreich auf Privatinitiative. Und der Landkreis wird noch jahrelang an den finanziellen Folgen der Arena und der verkehrtechnischen und kostenmäßig noch gar nicht erfaßten Erschließung zu knapsen haben.

      Andere kulturelle Einrichtungen – da gibt es die finanziell chronisch unterversorgte Lüneburger Bühne mit ihrem trotz aller Widrigkeiten ausgezeichneten Programm, ganz zu schweigen von den Sportvereinen – werden auf Jahre hinaus in die bewußte Röhre schauen. Zumal die fetten Jahre angesichts des sich immer deutlicher abzeichnenden konjunkturellen Abschwunges wohl für eine Weile vorüber sind. Aber was sagte doch dieser Herr Kamps: Wir haben das Geld! Aber nur noch und unter Mühen dafür. Und es bleibt dabei, es ist unser Geld, welches Herr Kamps da mit vollen Händen, den Herren Bahlburg und Hoppe hinterherschmeißt.

      Nun noch etwas anderes. Ich habe mit gestern abend mal auszugsweise Bayern II im Fernsehen angeschaut mit Oschi Wriedt. Also eine Übermannschaft ist es nicht, und der VfB Lübeck hätte da wohl eine reelle Chance, sofern es ihm noch gelingt, die Wolfsburger von der Spitze zu verdrängen. Die
      Wolfsburger scheinen mir momentan doch arg anfällig. Mit dem Aufstieg von Lübeck könnte der LSK sich in der Relegation durchaus gegen Northeim oder Hannover behaupten. Was die am Sonntag im Spitzenspiel in Northeim zeigten, lag doch in jeder Beziehung deutlich unter dem Regionalliganiveau.
      Aber vielleicht schafft es der LSK auch ohne diese Rechenkunststücke .Dafür müßte ihm allerdings das Glück, das ihn am Freitag in Drochtersen geküßt hatte, weiterhin hold sein.

      • Lieber Reineke,

        unsere Burschis werden es auch ohne die Mithilfe der Lübecker schaffen. Da bin ich zuversichtlich! Schließlich haben wir einen Straw-erprobten Zobel mit am Start. Was die Bayern betrifft: Meines Wissens kann eine U23 nicht mehr in die Dritte Liga aufsteigen, wenn in der Ersten Liga bereits die Herren-Mannschaft kickt. Und der VfB Eichstätt ist ein ganz schöner Brocken für den Nord-Bewerber, der wohl auf jeden Fall Lübeck heißen wird (denn für die kleinen Wölfe muss ja gelten, was auch für die Bavaren gilt). Oder irre ich mich in all diesen Punkten?

        Die Inhalte von Jos und deinem Arena-Beitrag sind übrigens gerade im Kreisausschuss das Thema gewesen: https://blog-jj.com/2019/03/17/arena-kam-die-kostenprognose-im-entscheidenden-augenblick-nicht-auf-den-tisch/#comment-6470

        Joyeuses Pâques! Et donne le bonjour de ma part à ta patronne, ta chatte et ta chef étoilée!

        • Mon cher Horschd,
          merci pour les bons souhaits à Pâques. De même à toi et si possible trois points pour nos Burschis le lundi prochain. Deine Zuversicht für ein glückliches Ende der Saison für die Jungs von Wilschenbrook in Gottes Ohr. Soweit ich weiß können U23-Mannschaften in die 3. Liga aufsteigen, sofern die jeweiligen Profi-Mannschaften in der Bundesliga und nicht in der 2. Liga spielen. So wurde auch im Spiel der Bayern II kommentiert. Die Bayern werden also in jedem Fall der Gegner in der Relegation mit dem Nordersten, denn der VfB Eichstätt verzichtet auf einen eventuellen Aufstieg. So ist zu hören.

          Bemerkenswert in Sachen Arena: Die Kreistagsabgeordneten wollen jetzt schon das Nutzerkonzept genauer ansehen und fragen, ob zum Tanztee am Sonntagnachmittag tatsächlich regelmäßig 3500 Zuschauer zu erwarten sind. Die älteren Herrschaften – zu denen ich auch zähle – werden natürlich alle per pedes oder radelnd dorthin gelangen, denn ein shuttle wir ja wohl zu teuer, da man dafür erst zum Bahnhof fahren und Parkgebühren zahlen muß. Wahrlich ich sage Dir, Herr Wiemann – einer der wenigen Klarsichtigen in diesem Kreistagskabinett – hat mit seiner neuen Prognose von 30 Millionen doch etwas zu kurz gegriffen. Aber was soll’s: „Wir haben das Geld“, spricht Herr Kamps und alle folgen ihm.