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Baldé verlässt LSK

Stürmer Braima Baldé verlässt den Lüneburger SK. Der Regionalligist hat den Vertrag mit dem 24-Jährigen aufgelöst, wie der Verein heute bekanntgab.

„Braimas Vertrag hatte eigentlich noch eine Laufzeit bis zum 30. Juni kommenden Jahres. Aber wir haben uns in beiderseitigem Einvernehmen auf eine Trennung zum 31. März dieses Jahres geeinigt“, erklärte LSK-Finanzvorstand Henning Constien. Erst im Sommer 2019 war Baldé zum LSK gewechselt, konnte sich aber nicht durchsetzen.

4 Kommentare

  1. Hallo Reinecke,

    die alte LSK-Toilette ist wieder aufgetaucht und soll jetzt wohl für die Goseburg voll durchdigitalisiert werden:

    https://blog-jj.com/2020/03/26/die-zeit-ist-aus-den-fugen/#comment-10106

    Was hältst du davon?

  2. Hallo Herbert,
    ich hoffe, Du erfreust Dich unvermindert guter Gesundheit, ich komme zur Zeit kaum noch aus meinem Bau, habe also ein relativ geruhsames Leben mit, wie immer, einem eau de vie de prune zum Abschluß des Tages.

    Die Digitalisierung der LSK-Toilette ist für mich unabdingbar, damit Deutschland auf diesem Gebiet nicht noch mehr ins Hinterntreffen gerät, denke allerdings, daß auch dann Klopapier unersetzlich bleiben wird.

    Den Abgang von Baldé habe ich einerseits bedauert, denn er hat mir bei seinem ersten Kurzeinsatz gegen St Pauli richtig gut gefallen und hat dann danach nie mehr eine rechte Chance zur Bewährung erhalten anders als Augustinovic und Kutschke, die immer wieder eingesetzt wurden und dennoch kaum etwas nennenswertes zu Wege brachten. Andererseits war er häufig immer dann erkältet, wenn sich sein Einsatz aufgrund der vielen Verletzungen im Sturm angeboten hat.

    Momentan sieht es ja so aus, als ob der LSK auch ohne Stürmer ein weiteres Jahr in der Regionalliga spielen kann, falls ihn nicht der fehlende Geldzufluß zu einer weiteren Insolvenz zwingen sollte.

    Wie dem auch sei, Du und ich und alle anderen in unserer Altersklasse müssen wohl versuchen, irgendwie wohlbehalten den Zeitpunkt zu erreichen, bei dem eine für alle zugängliche zuverlässige Impfung gegen Corona möglich wird. Das wird wohl umso schwieriger, je schneller sich solche Leute wie die von der Leopoldina mit ihrer durch nichts fundierten Meinung durchsetzen. Also paß auf Dich auf, damit wir uns irgendwann in wohl nicht ganz so naher Zukunft wieder auf gen Neetze machen – uns also dem wirklichen Leben wieder zuwenden können. Ich hoffe, Clemens und Kai haben die bisherigen Unbillen auch gut überstanden, ebenso Holgi und Ingoh.

    • Lieber Reineke,

      ja, wir reiferen Racker müssen hübsch aufpassen, dass dieses Frühjahr nicht wieder Scharen irgendwelcher jungen Damen über unseren Gartenzaun steigen, um an unserem eau de vie zu nippen. Und im Herbst wie der alte Ribbeck auf Ribbeck im Havelland: „Lütt Dirn, kumm man röwer, ick hebb’ ne Birn“? Dat ward wohl och nix mehr in 2020.

      Aber mir geht es gut, wie Dir offenbar auch. Schulter wieder voll funktionstüchtig?

      An Baldés Kurzeinsatz gegen St Pauli kann ich mich nicht mehr erinnern. Eigentlich nicht mal an das Gesicht. Habe ich mir vorhin nochmal anschauen müssen. Wude im September 2019 für die U 23-Nationalmannschaft von Guinea-Bissau nominiert. Hat sich aber weder da noch hier durchgesesetzt. Sowas kommt vor. Charly hat sich in Luxemburg ja auch nicht durchgesetzt. Trotz Moped und Rundumpäckchen mit LZ-Abo.

      Und ja, momentan sieht es so aus, als würde der LSK den Klassenerhalt auch in de nächsten Saison halten. Vielleicht ohne Mittelstürmer, vielleicht sogar ohne Mannschaft.

      Auf Neetze freue ich mich auch, besonders natürlich auf die Pressekonfis mit Juri, Apfelkuchen und voller Hütte.

      Als ich den Herrn von der Leopoldina in die TV-Kamera blecken sah, musste ich sofort an den Leuphana-Astrologen Opa Schowski denken. Der hat schon vor sechs Jahren allesn ganz genau kommen sehen: Corona, den Abgang von Baldé und die Klappbrücke vor der hundert Millionen Euro-Arena: https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/luneburg/193643-die-wohlstandswende-kommt

      Übrigens gab es vor der Digitalisierung von Hartmut Schlomskis oller LSK-Toilette schon eine mobile analoge Variante, von der ich gar nicht weiß, wie lange sie auf Lüneburgs Fußballplätzen genutzt und warum sie später vergessen wude:

      ABTRITTANBIETER waren Männer und Frauen, die sich in größeren Städten als wandelnde Bedürfnisanstalten ihr Geld verdienten, indem sie den Bürgern, die ihre Notdurft öffentlich verrichten mußten, einen Kübel und Schutz vor neugierigen Blicken anboten. Es war ja lange Zeit üblich, direkt auf den Straßen, an Mauern, auf Treppen, in Gängen und Hinterhöfen zu urinieren und seinen Kot zu deponieren.

      Der volkstümliche schwedische Dichter Carl Michael Bellmann (1740 bis 1795) sang zur Zither: »Draußen vor der Stadt / bei den grünen Pfützen, / wo die alten Weiber mit dem Arsch auf der Stange sitzen, / wo das gemeine Volk / mit dem Arsch trompetet, / dahin kam auch Gevatter Mowitz einmal. / Dort pißten ein Priester und ein Poet / zusammen in einen Winkel, / und das Wasser rauschte, und die alten Weiber schissen. / Plumps, plumps, plumps, plumps, / ein Prosit auf das gemeine Volk, / kling, klang.«

      Dieses Verhalten erfuhr erst im 18. Jahrhundert durch die »Politik der Desodorisierung« und das Vorrücken des Peinlichkeitsempfindens eine jähe Ächtung. Es wurden Höflichkeitsvorschriften gegeben (wie zum Beispiel »Gehet man bey einer Person vorbey, welche sich erleichtert, so stellet man sich, als ob man solches nicht gewahr würde, und also ist es auch wider die Höflichkeit, selbige zu begrüßen«) und Verordnungen erlassen, alle natürlichen Verrichtungen dem Auge anderer Menschen zu entziehen und dafür einen »gebührlichen Ort« aufzusuchen.

      Die Zeit der hilfreichen Abtrittanbieter war gekommen. Ein jugendlicher Wanderer, Johann Christoph Sachse, der sich 1777 in Hamburg aufhielt, hörte, wie eine Frau »Will gi wat maken?« rief. »Eh ich mich’s versah«, berichtete er in seinen Lebenserinnerungen, »schlug sie ihren Mantel um mich, unter welchem sie einen Eimer verborgen hatte, dessen Duft mir seine Anwendung verrieth.« Er bekam einen Schrecken und flüchtete unter dem Gelächter der Umstehenden. »Ich lachte mit als ich erfuhr, daß dergleichen Weiber und auch Männer expres [mit Absicht] in Hamburg herum giengen, um, für einige beliebige Abfindung Nothdürftige auf freyer Straße ihrer Bürde entledigen zu lassen.«

      Die Institution scheint sich jahrzehntelang gehalten zu haben, wie den Aufzeichnungen und Briefen des Handwerksburschen Johann Eberhard Dewald 1836–1838 (herausgegeben von Georg Maria Hofmann) zu entnehmen ist. Im Gedränge auf der Frankfurter Messe »waren mir besonders merkwürdig einige Frauen, die unter einem weitläufigen Umhang aus Leder oder dergleichen – ich konnt es nit erkunden – ein Schulterholz trugen, daran auf beiden Seiten eine Bütt herunterhing. Ihr aufmunterndes Rufen ›Möcht mol aaner?‹ erinnerte die Besucher der Budenmärkte an ihre vollen Bäuch und wohl sonst noch was, und wirklich bemerkte ich mehrere Malen etwelche unter dem Umhang verschwinden, um dort einem Geschäft zu obliegen, dem die menschliche Natur sich zu Zeiten durchaus nit entziehen kann.« Die Errichtung öffentlicher Bedürfnisanstalten im 19. Jahrhundert ließ auch diesen Beruf verschwinden.

      Quelle: Rudi Palla, »Die Welt der verschwundenen Berufe. Von Briefmalern, Planetenverkäufern und Lichtputzern«. Insel Taschenbuch, Berlin 2018. Seiten 18 und 19.

      • Nachtrag zu Holgi, lieber Reineke:

        Für die Schlossparkkicker vom TSV Etelsen ist die momentane Entwicklung natürlich bitter. Sie liegen in der Bezirksliga 3 LG mit neun Punkten und 27 Toren Vorsprung auf dem ersten Tabellenplatz und hatten sich, wie ich kürzlich las, im nächsten Jahr den direkten Aufstieg in die Oberliga (vor dem MTV) zum Ziel gesetzt. Sollte die Saison 2019-2020 im Amateurfußball bundesweit nicht gewertet werden, was ich für das Wahrscheinlichste (und wahrscheinlich Gerechteste) halte, werden hinter der warmen Theke in der Fleischerei Spanuth sicher große Kullertränen über die Fußbodenkacheln perlen.

        Was aus Clemens geworden ist, weiß ich gar nicht. Vielleicht ist der nach St. Petersburg, Missouri, zurückgekehrt und hilft Tom und Tante Polly bei der Bekämpfung der Trumpismus-Pandemie?

        PS: Vergib mir meine zahlreichen Verschreibungen im vorigen Kommentar. Ich hatte wohl nach Mitternacht ein Gläschen elsässer Eau de Vie Kirsch Vieux zuviel verkostet.