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Live von der Lohmühle: Lübeck – LSK

0:0 spielte Fußball-Regionalligist Lüneburger SK beim VfB Lübeck. „Drei Punkte wären nicht unverdient gewesen“, meinte Coach Elard Ostermann angesichts der Großchancen vor allem in der Schlussphase.

Die Lüneburger Defensive stand insgesamt sehr gut, hatte zweimal aber auch Glück. Auf der anderen Seite vergab Ali Moslehe die beste Chance: „Ich dachte, ich hätte keine Zeit, und wurde hektisch“

Der Liveticker zum Nachlesen:

90. Pünktlich ist hier Feierabend – 0:0. Demnächst mehr an dieser Stelle.

88. Ali Moslehe trifft ins Tor, obwohl die Fahne längst oben war, schimpft und holt sich Gelb ab. Da nagt der Frust offenbar immer noch.

85. Lübeck ist berühmt-berüchtigt für späte Siegtore. Wie auch im Hinspiel. Wie zuletzt in Wolfsburg. Doch die LSK-Defensiv steht zurzeit sehr gut.

83. Inzwischen täte ein Glühwein gut. Und dickere Socken.

80. Das hätte es sein müssen! Konter über Alawie und Ioannou auf Ali Moslehe, der freistehend den Ball neben das Tor löffelt. Moslehe kann es nicht fassen und reißt die Arme entsetzt hoch – das war ein 3-1-Konter. Für Alawie kommt jetzt Selishta.

75. Lübeck bringt Knechtel für Senger. Und bei den Lüneburgern kommt der letzte Pass einfach nicht an. Ali Moslehe und Alawie hatten einfach noch nicht die zündende Idee. Oder sie hatten zur gleichen Zeit zwei verschiedene. Doch auch Lübeck bekommt kaum mal eine Kombination über zwei, drei Stationen hin.

72. Nee, eine Perle der Spielkultur wird uns heute hier nicht angeboten. Wagen wir mal die originelle Aussage: Wer das nächste Tor schießt, der gewinnt diesen Kick auch.

70. Grahle holt sich Gelb nach Foul an Wölk ab – bitter, auch er ist nun gegen Goslar gesperrt.

64. Richter gibt auf Meyer, der steht total frei vor dem Tor – und kriegt nur ein Schüsschen hin. Lübeck wechselt Nogovic und Thiel gegen Theißen und Thomas aus, beim LSK kommt Schlottke für Mazan Moslehe.

59. Below sieht nach einem harten Einsteigen gegen Nogovic Gelb und hat damit gegen Goslar fre. Das war schon seine 10. Verwarnung dieser Saison, aber war das überhaupt ein Foul? Die Meinungen gehen weit auseinander, von „Das war nix“ bis „Rot hätte er sehen müssen“ war alles dabei. 1148 Zuschauer sehen übrigens die Partie.

57. Das nennt man wohl Glück des Tüchtigen. Der Pfosten rettet bei einem Kopfball von Grahle Richtung eigenes Tor.

54. Nun gibt’s aber Gelb: Nogovic hatte sich die Verwarnung mit einer freundlichen Umarmung von Ali Moslehe aber auch redlich verdient.

49. Ein ausdrückliches Lob geht an Schiedsrichter Scheper, der bisher viel durchgehen lässt, aber, wenn nötig, die richtigen Worte findet. Noch hat der Mann in Gelb den gleichfarbigen Karton nicht benötigt.

46. Mit unverändertem Personal geht’s weiter. Der LSK spielt jetzt gegen den durchaus spürbaren Wind. Und Richter bleibt einmal mehr an Opalka hängen, der überhaupt einen sehr souveränen Eindruck hinterlässt.

Halbzeit: Lübeck war hier ganz eindeutig auf ein schnelles Tor aus, doch Braun und die aufmerksame Defensive hatten etwas dagegen. Die Gäste knieten sich immer besser in die Partie rein, Lübeck verlor mehr und mehr den Faden. Mittlerweile ist das Remis durchaus verdient.

45. Klasse übrigens auch die Duelle zwischen Schuhmann und dem zirka einen halben Meter kleineren Senger. Es steht Remis zwischen den beiden – wie auch insgesamt nach 45 Minuten.

40. Es gibt doch noch zwei weitere Ballkinder – in der Lübecker Hälfte. Die mögen anfangs vielleicht gefroren haben, werden jetzt aber auch häufiger mal ins Spiel eingebunden. Ansonsten gelingt es dem LSK immer besser, Lübeck vom Tor fernzuhalten.

36. Monteiro: nicht ganz fehlerfrei, aber kackfrech. Und taktisch foulen kann der Junge auch schon fast wie ein alter Italiener.

32. Nette Eckenvariante – Alawie kommt frei zum Kopfball, setzt den nur knapp daneben. Und das rächt sich fast Sekunden später, doch auch Richter bekommt nicht genug Druck hinter seinen Schuss. Und sofort brennt’s wieder auf der anderen Seite. Monteiro prüft Toboll, diverse Nachschüsse werden abgeblockt. „Meine Güte!“, brüllen da die ersten VfB-Fans.

31. Ein intensives Spiel, in dem alle Lüneburger jederzeit hellwach sein müssen. Alle vier hinten in der Kette sind es bisher.

27. Der LSK spielt jetzt ein bisschen besser mit. Ali und Mazan Moslehe zeigen, dass man hier nicht nur auf 0:0 spielen will. Was ja eh nie klappt.

23. Monteiro verdaddelt die Kugel gegen Senger, der schickt Meyer. Gefährlich – bis Meyer den Ball ins Nirwana passt.

21. Im ganzen Stadion sind exakt zwei Ballkinder zu sehen. Sie stehen direkt nebeneinander…

19. Freistoß für Lübeck, 20 Meter, zentrale Position. Meyer verzieht knapp. Lübeck bleibt am Drücker, die LSK-Entlastungsversuche wirken schüchtern.

14. Wehrendt auf Richter, der zu Meyer. Und dessen Schuss aus 10 Metern pariert Braun mit einer Glanztat. Die erste richtig dicke Chance. Und die zweite vergibt Richter per Kopf. Der Ex-LSKner scheitert am ehemaligen Lübecker Torwart.

13. Opalka klärt zur ersten Ecke des Spiels, die aber so gefährlich ist wie der VfB Stuttgart im März 2015.

10. Lüneburgs Triple-Sechs macht die Mitte dicht. Lübeck entdeckt mehr und mehr die Außenbahnen. Aber der LSK kontert – und Alawie lädt Toboll zu einer sehenswerten, aber nicht unbedingt notwendigen Glanzparade ein. Schüsse aufs Tor, so würde jetzt Sky einblenden: 0:1.

4. Richter geht lange Wege, wühlt an der Eckfahne herum. Schuhmann und Monteiro erobern aber den Ball.

1. Spielminute: Oha, Wolk gibt den echten Sechser, Monteiro und Ioannou spielen als falsche Achter. Mazan Moslehe beackert heute mal die rechte Seite, sein Bruder Ali die linke. Klarer Fall von 4-1-2-2-1-System. Das hätte Pep Guardiola kaum kreativer hinbekommen können.

13.57: Von der VfB-Hymne scheint es noch weitere 540 Strophen zu geben. Aber jetzt naht die Rettung in Gestalt der beiden Mannschaften, die jetzt unter großem Beifall den Rasen betreten. Für die Zuschauer mit Schwarzweiß-Geräten. Lübeck trägt grün, der LSK rot, das Schiedsrichter-Trio knallgelb.

13.53: Wirklich grauenvoll, selbst im Vergleich mit anderen Vereinshymnen, klingt das Lübecker Lied. „Vau-Eff-Beh“ – das wird tagelang im Ohr bleiben. Aua.

13.51: Jetzt spendiert der Kollege auch noch eine Cola. Mal sehen, ob der VfB heute auch so nett zu seinen Gästen auf dem Platz ist. Leise Zweifel bestehen.

13.47: Lübeck spielt mit der erwarteten Elf: Toboll – Voss, Wehrendt, Marheineke, Sirmais – Nogovic, Meyer – Thiel, Wölk, Senger – und vorn der alte Bekannte Hosch Richter. Die Gästepresse wird hier übrigens mit einem Marzipanhappen begrüßt. Wer braucht da schon eine Bratwurst?

13.37: Elard Ostermann hat die Elf kräftig umgebaut. Braun im Tor, Abwehrkette wohl mit Schuhmann, Grahle, Opalka und Below, aber davor? Mit Wolk, Ioannou und Monteiro stehen drei potenzielle Sechser auf dem Bogen, davor ist das Offensivpersonal auf Alawie und die Moslehe-Brüder geschrumpft. Beton total – oder gibt’s eine taktische Überraschung?

13.33: Es ist kalt und zugig auf der Lohmühle, die sich seit 2000 nicht wirklich verändert hat. Die Teams machen sich warm, die Ränge sind noch spärlich gefüllt. Schauen wir mal, ob es schon Aufstellungen gibt.

Waren das noch Zeiten! Am 2. Dezember 2000 gastierte der LSK zum letzten Mal an der Lohmühle. F. Berta – Rose – Sachs, P. Berta – Ehle – Sievers, Kruse, Stenzel, Tutas – Baich, Scharping, so hieß damals die Elf von Trainer Pleß. Eingewechselt wurden die Herren Lüdtke, Prüfer und Owomoyela, der ein paar Jährchen später mal in der Nationalmannschaft auftauchte. Ein tolles Team, das nur leider 1:5 in Lübeck verlor. Mehr als 14 Jahre hat es gedauert, bis der LSK wieder zu einem Punktspiel beim VfB antritt.