Kay-Uwe Hüls verstarb im Alter von nur 53 Jahren. Foto: be

Beim SV Wendisch bleibt er unvergessen

Lüneburgs Fußball trauert um Kay-Uwe Hüls. Im Alter von nur 53 Jahren verstarb der ehemalige Trainer. Sein plötzlicher Tod löste vor allem beim SV Wendisch Evern tiefe Bestürzung aus. Dort feierte Hüls seine größten Erfolge und dort engagiert sich sein Sohn Dennis seit dieser Saison als Spielertrainer.

"Ein Riesentyp ist von uns gegangen", sagt Schelle Assenheimer vom SV Wendisch Evern. "Kay war ein großartiger Mensch, Freund und Fußballer." Einst schoss Hüls viele Tore für den Verein, ehe er während der Saison 1998/99 vom Spieler zum Trainer wurde. Und mit dem SVW feierte er viele Erfolge und Titel. 2001 schaffte seine Mannschaft den Aufstieg in die Kreisliga, 2002 und 2003 folgten zwei Kreispokalsiege hintereinander – das hat seitdem kein anderer Verein mehr geschafft.

Und dieser Wettbewerb blieb Hüls‘ Lieblingsmetier. 2003 wechselte er als Trainer zum TSV Mechtersen/Vögelsen, mit dem er 2005 ins Pokalendspiel kam, diesmal aber knapp verlor. Vier Jahre später stand er schon wieder im Finale, nun als Trainer des TuS Reppenstedt, der im Elfmeterschießen gewann. Auch beim TuS Erbstorf saß er später noch kurzzeitig auf der Trainerbank.

Mit seiner fröhlichen, offenen Art war Hüls bei vielen beliebt. Er war für jeden Spaß zu haben. Unvergessen, wie Assenheimer ihm beim Pokalsieg 2002 direkt nach der Siegerehrung eine Glatze rasierte und ein Jahr später nach der Titelverteidigung die Fingernägel lackierte. "Wir haben viel zusammen gelacht", sagt Assenheimer. "Und er hatte immer ein offenes Ohr, war verlässlich und für andere da. Aber er hatte auch klare Vorstellungen von Disziplin und Zusammenhalt. Da hat es auch mal gekracht und es wurde bis tief in die Nacht diskutiert."

Das bekam auch Assenheimer selbst mal zu spüren, als der Trainer ihn und weitere Spieler kurzzeitig suspendierte, weil sie sich nicht an Absprachen gehalten hatten. Da konnte Hüls sehr konsequent sein. Das weiß sein Sohn Dennis am besten: "Wenn ich Mist gebaut habe, hat er mir das klar gesagt. Er war direkt und geradeaus, aber immer sehr fair. Mein Vater war mein größter Fürsprecher und mein größter Kritiker."

Und er war auch immer ein Vorbild für Dennis Hüls, der seit dieser Saison zusammen mit Sven Jenßen die 1. Herren des SV Wendisch Evern trainiert. "Damit bin ich ein bisschen in die Fußstapfen meines Vaters getreten“, sagt der 27-Jährige. Trotz aller Trauer unterstützte er seine Mannschaft am Sonntag im Auswärtsspiel in Römstedt: "Ich bin mir sicher, dass mein Vater das so gewollt hätte."

Von Frank Lübberstedt

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