Mittwoch , 28. Oktober 2020

Doppelpass: Hier rollt der Ball am Wochenende

Nun ist die Winterpause endgültig Geschichte – auch in der Fußball-Landesliga und -Kreisliga steht der erste komplette Spieltag an. Auf ein echtes Topspiel freut sich wieder Bezirksligist Gellersen, der den SV Küsten empfängt.

Regionalliga:

Der LSK gastiert am Sonntag (14 Uhr) beim SV Meppen, wird dann wieder auf Wolk und Grahle zurückgreifen können. „Das wird eine Herkulesaufgabe. Meppen hat eine sehr ausgebuffte Mannschaft“, meint LSK-Coach Elard Ostermann, für den das NFV-Pokal-Halbfinale an gleicher Stelle in fünf Wochen noch kein Thema ist. Die Gastgeber wollen die Drittliga-Lizenz beantragen, haben aber bereits 12 Punkte Rückstand auf die Spitze.

Landesliga: 

Dem derzeit besten unter den hiesigen vier Vertretern kommt die Ehre zu, das Restprogramm zu eröffnen. Die Lüneburger erwarten zum Auftakt am Sonnabend (15 Uhr) im Sportpark Uelzener Straße den Abstiegskandidaten TuS Güldenstern Stade. „Wir starten optimistisch in die Rest-Runde“, ist MTV-Trainer Olaf Lakämper voller Vorfreude. Er blickt auf eine gute Vorbereitung zurück, „da haben wir immer mit einem Großteil der Mannschaft trainieren können und haben zwei Testspiele gegen Uelzen und Borstel gewonnen“.

Allerdings plagten unter der Woche noch einige Personalsorgen. Acht Akteure, darunter auch Stützen wie Holzhütter, drohen aus unterschiedlichsten Gründen auszufallen. Definitiv fehlen werden Studtmann (Urlaub) und Heissig (Gelb-Rot-Sperre). Immerhin ist mit Mittelfeldmann Lukas Pfeiffer (TSV Gellersen) auch ein Neuzugang an Bord.

Bezirksliga:

Mit dem Spiel gegen den Tabellenführer SV Küsten am Sonnabend (18 Uhr) steht für den TSV Gellersen bereits das dritte Topspiel in Folge an. Für den TSV ist die Begegnung eine wichtige Standortbestimmung, da ein Platz vor Küsten mit einiger Wahrscheinlichkeit für die Relegation reicht. Die SV Scharnebeck empfängt den MTV Dannenberg, pocht dabei auf eine Revanche für das 0:9 im Hinspiel. Dem TSV Bardowick bleiben immer weniger Spiele, um den Sprung aus der Abstiegszone noch zu schaffen – nun empfangen die Domstädter den SV Rosche.

„Wir sind jetzt wieder gefordert und müssen zeigen, dass wir dem Druck gewachsen sind“, fordert Gellersens Trainer Oliver Klose. Nach dem Sieg gegen Dannenberg setzte es eine Niederlage in Emmendorf – ein Sieg jetzt, und der TSV ist mittendrin statt nur dabei im Aufstiegsrennen. Dabei helfen sollen die Rückkehrer Demir und Kennemann,

Kreisliga:

Die Bundesliga lässt grüßen: Vorn strebt der Vastorfer SK wie der FC Bayern einsam dem Titel entgegen, die Wolfsburger Verfolgerrolle übernimmt der VfL Bleckede. Doch am anderen Ende der Tabelle könnte es richtig eng werden. Der TuS Reppenstedt und der TuS Erbstorf auf den Abstiegsplätzen 14 und 15 starten mit neuen Trainern, frischem Personal und lösbaren Aufgaben ins Restprogramm

„Alle haben den Ernst der Lage erkannt“, hofft Erbstorfs neuer Coach Kay-Uwe Hüls. „Die Jungs müssen die Köpfe jetzt freikriegen und Selbstvertrauen sammeln.“ Am Sonnabend ist der LSK II zu Gast, höchstwahrscheinlich ohne Aushilfen aus der Ersten und der A-Jugend. Erbstorf hat zwar ein Trio an den DSK sowie Mäding nach Brietlingen abgegeben, dafür aber Sobotta und Tschepke aus Bienenbüttel, Klug (Goseburg) und Schummer aus der eigenen Zweiten dazubekommen. Alle sind fit, wollen die Aufholjagd gleich mit einem Dreier beginnen.

Vor seinem Comeback auf der Trainerbank des TuS Reppenstedt steht Stephan Hiller, der am Sonntag beim Schlusslicht SV Eintracht II einen Pflichtsieg einfahren muss. „Alle ziehen wunderbar mit. Alle wollen“, hat Hiller festgestellt. Sieben Neue sollen für einen breiter aufgestellten Kader sorgen, wobei sich besonders Kühn und Böttjer aus der eigenen Zweiten sowie Demirci und Emmanouil sehr gut gemacht haben. Letzterer fällt jetzt aber wegen einer Zahn-OP aus. Tillig und Klagholz sind ebenfalls angeschlagen.