Samstag , 19. September 2020

LSK erhebt schwere Vorwürfe gegen die Stadt

Das angespannte Verhältnis zwischen dem Lüneburger SK und der Hansestadt Lüneburg ist hinlänglich bekannt. Nun droht der Streit um die Erlöse aus dem Verkauf des Sportgeländes im Wilschenbruch zu eskalieren, und es bahnt sich eine juristische Auseinandersetzung an.

Der LSK Hansa veröffentliche am Donnerstag eine Stellungnahme, die es in sich hat. Darin wirft der Verein der Stadt vor, sich auf Kosten des LSK bereichern zu wollen, und fährt schweres Geschütz gegen Oberbürgermeister Ulrich Mädge und Insolvenzverwalter Dirk Decker auf.

„Der Vorstand des Lüneburger SK Hansa ist erschüttert und fassungslos, auf welche Art und Weise versucht werden sollte, uns als Sportverein in gravierender Form beim geplanten Grundstücksverkauf zu übervorteilen“, heißt es in der von Vereinspräsident Dietrich Conrad und seinem Vize Jörg Harder unterzeichneten Erklärung. „Der mehr als plumpe Versuch, die Hansestadt Lüneburg auf Kosten des LSK Hansa bereichern zu wollen, stellt aus unserer Sicht einen ungeheuerlichen Vorgang dar.“

Beim bevorstehenden Verkauf des LSK-Areals in Wilschenbruch sieht sich der Verein hintergangen: „Zu keiner Zeit war die Bereitschaft vorhanden, seriöse Gespräche zu führen. Stattdessen wurde im Verborgenen an dieser Aktion gearbeitet, die nun aufgeflogen ist. Herr Decker als Verantwortlicher des Verfahrens hat ebenso wie Oberbürgermeister Mädge nicht auf unsere Anfragen zu neuen Entwicklungen geantwortet“, heißt es.

Wie die Stadt auf diese Anschuldigungen reagiert, lesen Sie am Freitag in der LZ.