Freitag , 18. September 2020

Vastorf versteckt sich nicht

Ein Plätzchen ist noch frei in der Finalrunde des LZsport-Cup – setzt sich auch in der Gruppe 4, die am heutigen Donnerstag ab 18 Uhr, in Vastorf steigt, die ranghöchste Mannschaft durch? „Vastorf und Neetze schlägt man nicht im Vorbeigehen“, warnt Qendrim Xhafolli, Coach des Fußball-Oberligisten Teutonia Uelzen, der gegen das Bezirksliga-Duo mit der Favoritenbürde leben muss.

Warnung genug sollte den Teutonen das 1:2 beim Bezirksligisten TuS Bodenteich sein, doch Xhafolli muss zum einen zehn Zugänge integrieren, zum anderen ein neues Spielsystem einführen: „Wir wollen weniger auf Konter spielen als im letzten Jahr.“ Allerdings erwartet der Nachfolger von Torben Tutas nach dem Abgang des Torjägers Tillack wieder eine schwere Saison, kalkuliert einen langen Abstiegskampf ein.

Gut eingefügt hat sich Gruhn vom LSK. „Ein astreiner Kerl“, so Xhafolli, „dem nur etwas die Spielpraxis fehlt.“ Frisch verpflichtet haben die Uelzener Hypscher, Torwart der aufgelösten LSK-A-Jugend, da sich dessen Kollege Venancio einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Anders fällt mit einem Bänderriss aus, hinter den Einsätzen von Razza und Maulhardt stehen Fragezeichen.

Vor einem noch größeren Umbau steht der TuS Neetze, der mit zwölf Neuen in der Bezirksliga Fuß fassen will. Viele spielten zuletzt auf Kreisebene. „Wir können nur übers Kollektiv kommen. Die Mannschaft muss defensiv denken und schnell umschalten, aber sie ist unheimlich lernwillig“, fordert Trainer Matthias Freitag, der besonders Deckert, Wedowski (beide Erbstorf) und Dierks (Bleckede) Fortschritte attestiert. Freitag sieht sein Team aber trotzdem als Außenseiter an, auch im Duell gegen den künftigen Klassengefährten Vastorf.

Forschere Töne schlägt da VSK-Coach Hardy Schlosser an, der daran erinnert, dass Vastorf schon dreimal die Runde der besten Vier erreicht hat: „Wir haben ein eingespieltes Team, einen guten Angriff – verstecken müssen wir uns nicht.“ Wer 140 Tore in einer Saison erzielt und dazu sich noch mit einem Oberliga-Stürmer wie Hertting verstärkt, muss wahrlich nicht tiefstapeln.

Die Gastgeber haben mit Enzmann, A. Pepic und Rodatz auch ihre weiteren Neuen an Bord. Dennoch stellt Schlosser seine Elf darauf ein, dass sie vor allem gegen Uelzen in der Defensive deutlich mehr zu tun bekommt: „Wir werden in der kommenden Saison nur noch selten Favorit sein und müssen uns taktisch ganz anders positionieren.“

Im Halbfinale am Sonnabend in Erbstorf trifft die Nummer 1 der Gruppensieger auf den Vierten und der Zweite auf den Dritten. Qualifiziert sind bereits der LSK (7:1 Tore/6 Punkte), die SV Eintracht (3:0/6) und der MTV Treubund (6:1/5).

Gruppe 4:
18.00: Vastorf – Neetze
19.10: Neetze – Uelzen
20.20: Vastorf – Uelzen