Sonntag , 25. Oktober 2020

Steuerverfahren ist Geschichte, Standortsuche nicht

Spannend geht es beim Lüneburger SK weiterhin zu – auch hinter den Kulissen. So wurde jetzt das Steuerverfahren gegen den Fußball-Regionalligisten eingestellt. Länger beschäftigen wird den LSK dagegen noch die Standortfrage.

Was im April 2013 mit einer Razzia spektakulär begann, wurde jetzt in aller Stille beendet – das Verfahren gegen den Lüneburger SK Hansa wegen angeblich nicht bezahlter Lohnsteuer und Sozialabgaben. „Das Verfahren wurde stufenweise eingestellt“, erklärte Thomas Breas, Sprecher der Zentralstelle für Wirtschaftsstrafsachen in Stade.

Mehr als 100 Steuerfahnder hatten vor eineinhalb Jahren Dutzende Objekte in Norddeutschland durchsucht. Besonders aktuelle oder ehemalige Vorstandsmitglieder und Verantwortliche der Marketinggesellschaft wurden beschuldigt, Spieler und Übungsleiter brutto für netto bezahlt zu haben. Die meisten Verfahren wurden gegen Zahlung von Geldauflagen eingestellt. Ein Beschuldigter erhielt eine Freiheitsstrafe auf Bewährung.

Derweil verabschiedet man sich beim LSK und in der Politik allmählich von einem Umzug auf das Gelände der Theodor-Körner-Kaserne, den auch Oberbürgermeister Ulrich Mädge und der ehemalige Hohnstorfer Bürgermeister Jens Kaidas forcieren wollten. Doch das TKK-Gelände wird nicht vor 2018 verfügbar. „Nur darauf zu warten, dass die Bundeswehr das Gelände freigibt, ist jedenfalls keine Lösung. Das kann bis 2020 oder noch länger dauern“, warnt Kaidas, der Lüneburger Politikern wie Vereinen Untätigkeit vorwirft.

Ein ausführliches Interview lesen Sie in der LZ vom Mittwoch