Home / Handball / „Wir müssen viel Geduld haben“

„Wir müssen viel Geduld haben“

Drei Spiele, drei Niederlagen, die knappste am vergangenen Wochenende mit sieben Toren Unterschied gegen Aufsteiger Fallersleben – Handball-Verbandsligist HV Lüneburg hatte alles andere als einen ermutigenden Saisonstart. „Wir stecken sicher in einer sehr schwierigen Situation und müssen ganz viel Geduld haben“, sagt Kapitän Christian Fleßner, der aber trotz aller Probleme auch Positives sieht.

Rückblende: Wenige Wochen vor dem Saisonstart hatte sich der HVL nach dem Weggang von Trainer Detlef Wehrmann und einem – qualitativ wie quantitativ – großen personellen Aderlass im Spielerbereich entschieden, die zweite Mannschaft aus der Landesliga abzumelden und aus den verbliebenen Akteuren der Ersten und Zweiten ein Team zu machen. Trotz der vielen Abgänge und der sich daraus verschlechternden sportlichen Perspektiven inklusive drohendem Abstieg stand es für Fleßner, der seit neun Jahren in Lüneburg spielt, fest, „dass ich hier weiterspiele“. Für den „Lawineneffekt“ hat er wenig Verständnis: „Man hat auch eine Verpflichtung der Mannschaft gegenüber. Einfach wegzulaufen, das wäre nicht die richtige Entscheidung gewesen.“ Der Käpt‘n ging eben nicht von Bord.

Für den 29-Jährigen kommen die Auftaktniederlagen nicht überraschend: „Wir hatten aufgrund der bekannten Umstände eine alles andere als optimale Vorbereitung. Und die Verbandsliga ist nun einmal eine Spielklasse, in der man ohne entsprechende Vorbereitung und Kader vor Probleme gestellt wird.“ Viele Rädchen würden noch nicht ineinander greifen. „Wir müssen uns noch einspielen und das Gros der Mannschaft sich noch an die Verbandsliga gewöhnen.“

Hoffnung macht Fleßner, dass erst drei von 26 Saisonspielen ausgetragen worden sind. Nicht nachlassen und einen langen Atem beweisen – Tugenden, die Fleßner als Kapitän gerade den jungen Spielern vermitteln will. Der Spielmacher, der in Bispingen als Grundschullehrer arbeitet, ist sich unabhängig vom Saisonausgang sicher, „dass die Spieler, die noch in der Verbandsliga gespielt haben, in dieser Saison sehr viel lernen werden“. Außerdem, so Fleßner: „Die beiden Heimspiele gegen Burgdorf und Fallersleben haben trotz der Niederlagen Spaß gemacht. Den Spaß müssen wir uns erhalten.“ Zu Beginn der Rückrunde könnte es personell Entspannung geben, wenn mit Max Focke ein starker Rückraumspieler zurückkommt.