Home / Mein Verein / So geht Fairness
Andrej Itermann vom TuS Reppenstedt bewies, dass man auch in einem Derby fair bleiben kann.

So geht Fairness

Andrej Itermann vom TuS Reppenstedt erhielt eine Ehrung der besonderen Art. Kreisspielausschussobmann Thore Lohmann überreichte ihm Präsente des DFB, NFV und des Kreises Lüneburg als Dankeschön und Anerkennung besonders fairen Verhaltens auf dem grünen Rasen.

Was war geschehen? In der 49. Spielminute der Partie der 1. Kreisklasse TuS Reppenstedt II – TSV Gellersen II stellte der Schiedsrichter einen Gellerser Spieler beim Spielstand von 0:0 mit der Gelb-Roten Karte vom Platz. Er hatte aus einiger Entfernung eine Äußerung des Spielers als Kritik an seiner Leistung gedeutet. Da sich die Aktion direkt vor der Auswechselbank des TuS ereignete, konnten die Spieler und Verantwortlichen dort die Äußerung hören, schritten noch vor Spielfortsetzung in Person von Ergänzungsspieler Andrej Itermann ein und informierten den Unparteiischen darüber, dass der Gellerser keinesfalls den Schiedsrichter kritisiert hatte. Dieser nahm seine Entscheidung daraufhin zurück. Pikant: Der TuS benötigte zu diesem Zeitpunkt jeden Punkt, um den Abstieg in die 2. Kreisklasse zu verhindern, spielte letztlich an diesem Tag 0:0 und verpasste am Ende den Klassenerhalt. 

Da die Ehrung ausgerechnet vor einem Testspiel des TuS Reppenstedt gegen den TSV Gellersen II erfolgte, erhielt Itermann nicht nur Geschenke und Urkunde, sondern auch den verdienten Beifall der eigenen Mitspieler und der Gegner.

Leider wurden aus dem NFV-Kreis Lüneburg in der abgelaufenen Saison nur ganze drei Vorschläge für eine Fairness-Auszeichnung beim DFB eingereicht. Dabei ist eine Meldung so einfach: Jeder Teilnehmer an einem Spiel – ob als Zuschauer, Spieler, Trainer oder Schiedsrichter – kann faire Aktionen wie die von Andrej Itermann per Webformular in wenigen Minuten an den DFB melden (Link: http://www.dfb.de/preisewettbewerbe/fair-play-medaille/meldeformular/