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Starke Jungs: Mit einer glänzenden Teamleistung sicherten sich die Judoka des KS Lüneburg den riesigen Wanderpokal in Crimmitschau.

KSL-Judoka erbeuten „Kleine Hanna“

Erfolgreiches Auswärtsspiel für die Judoka des KS Lüneburg: Mit einer Abordnung seiner Regionalliga-Mannschaft nahm der KSL erstmalig am 18. Traditionsturnier für Männermannschaften in Crimmitschau teil und erkämpfte sich den ersten Platz. Zur Belohnung gab’s eine außergewöhnliche Trophäe.

Zwölf Mannschaften von Berlin bis Dresden und ein Team aus dem österreichischen Linz traten beim ältesten Mannschaftsturnier Deutschlands an. Die Lüneburger nahmen erstmalig teil, um sich auf die kommende Saison in der Regionalliga vorzubereiten und den Teamgeist zu stärken.

In der Gruppenphase besiegten sie Crimmitschau (5:2) und Dresden (4:3) nach leichten Anlaufschwierigkeiten.  Hier machte sich bei einigen Kämpfern die lange Wettkampfpause bemerkbar. Im Viertelfinale bezwangen die Männer vom Kalkberg dann Plauen klar mit 5:2 und ließen mit dem gleichen Ergebnis auch Wittenberg im Halbfinale keine Chance. Parallel erkämpfte sich der Vorjahressieger aus Chemnitz mit einem 4:3 über Linz ebenfalls den Finaleinzug.

Im Finale kam es dann zu einem spannenden Schlagabtausch. Lennart Scharff (60 kg) sorgte zunächst mit einem Sieg in der Verlängerung für die Führung. Johannes Westphal (66 kg) und Dan Bürger (73 kg) verloren ihre Begegnungen klar. Neuzugang Joscha Meyer (81 kg) sorgte mit einem fulminanten Ausheber für den Ausgleich, den Thilo Pellnath (90 kg) mit einem Sieg zur Führung ausbaute. Ole Schulze (100 kg) verlor durch eine Unachtsamkeit, sodass die Entscheidung im Schwergewicht fallen musste. Hier traf Hanns David Claren mit seinen 94 kg auf den 50 kg schwereren Gegner Sebastian Hesse. Nach vier Minuten Kampfzeit hatte keiner eine Wertung erzielt – die Entscheidung musste in der Verlängerung fallen. Angefeuert durch seine Mannschaft hielt Hanns David dem Druck stand, setzte seine Angriffsbemühungen fort, während seinem Gegner die Kräfte schwanden – das endete in einer Passivitätsstrafe, damit war der Sieg für den KSL perfekt.

Das Highlight kam dann bei der Siegerehrung in Form des Wanderpokals. Bei einer Größe von 1,02 m und einem Gewicht von 52 kg war dies ein ganz schwerer Brocken. Aufgrund des Formats wurde der Pokal dann, in Anlehnung an die Vereinskameradin Hanna Olsson, in „Kleine Hanna“ umbenannt…