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Demokratie bewegt – Sport verbindet

Im Rahmen des vom Bundesfamilienministerium initiierten Förderprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit!“ möchte der Kreissportbund Lüneburg e.V. (KSB) mit dem Projekt „Demokratie bewegt – Sport verbindet“ ein Netzwerk mit Sportvereinen, Akteuren verschiedener Kulturen und Glaubensgemeinschaften sowie mit sozialen Einrichtungen vor Ort auf- und ausbauen.

„Unser Ziel ist es Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund, Menschen mit unterschiedlicher Weltanschauung, Migrantenorganisationen und Sportvereine anzusprechen und sie zur Mitarbeit zu motivieren. Die Einbindung von muslimischen Kindern und Jugendlichen ist hierbei ein Fokus. Der Abbau von Hemmschwellen und Berührungsängsten auf allen Seiten ist unser vorrangiges Ziel“, sagt KSB-Geschäftsführerin Susanne Pöss.

Ferner sollen durch Workshops Übungsleiter und Funktionäre in den Sportvereinen gestärkt werden, eine interkulturelle Öffnung gelingen zu lassen. Jungen Menschen mit unterschiedlichen Weltanschauungen soll die Teilhabe am regelmäßigen Sport ermöglicht werden.

Wir möchten damit Sportvereine beraten, unterstützen, begleiten und stärken, selbst Angebote – u.a. auch entsprechend neue Sportarten – zu initiieren und diese nachhaltig zu fördern. Durch die Teilnahme an niedrigschwelligen Bewegungsangeboten wird ein erster Grundstein für die längerfristige Sportausübung im Verein geschaffen. Durch das Kennenlernen von demokratischem Handeln im Verein werden Möglichkeiten geschaffen, Partizipation aktiv zu erleben. Es handelt sich um eine präventive Arbeit, um der Radikalisierung von Jugendlichen entgegenzuwirken.

Die pädagogische Begleitung Frau Nurka Casanova befasst sich mit der Aufgabe, die unterschiedlichen Zielgruppen miteinander ins Gespräch zu bringen. „Wichtig ist uns hierbei, dass wir vorhanden Beziehungen nutzen, um neue Kontakte zu erschließen und Synergieeffekte erzielen“, gibt KSB-Geschäftsführerin Susanne Pöss an. „Die Ausschreibung für unseren interkulturellen Workshop ist so gut angelaufen, dass wir bereits einen Zusatztermin mit unserem Partner der AWOSOZIALe Dienste vereinbart haben“ führt Pöss fort. „Eine Mit-Mach-Aktion mit einem unserer Mitgliedsvereine Kraft-Sport Lüneburg (KSL) ist derzeit in der Planung“, berichtet Nurka Casanova.

Diese Kooperation hat sich aus der KSB-Übungsleiterausbildung für Migrantinnen und Migranten im Jahr 2009 ergeben. Der Trainer Nasser Abdullah hat bei dieser Ausbildung seine Lizenz erworben, ist seither im Kick-Boxen für den KSL tätig und trainiert zahlreiche Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund. „Durch Sport haben wir alle die Möglichkeit und die Chance, Begegnungen so zu gestalten, dass jede/r sich nicht nur willkommen und anerkannt fühlt, sondern dass jeder Mensch ein Teil mitten in unserer Gemeinschaft ist“, betont Nurka Casanova.

Ein weiterer Baustein des Projektkonzeptes ist eine Schulaktion, im Zuge derer ein „Gewaltpräventionstraining“ mit Kindern unterschiedlicher Kulturen durchgeführt wird, mit dem Ziel, Auseinandersetzungen spielerisch zu klären und diese für den organisierten Sport zu gewinnen. Diese Maßnahme bietet eine gute Möglichkeit die sozialen und interkulturellen Kompetenzen der Kinder durch Sport zu erweitern.

Die Projektmaßnahme „Demokratie bewegt -Sport verbindet“ ist erfolgreich angelaufen und dient als Grundlage für die Projektimplementierung weiterer Projekte aus dem Sport im Rahmen des Bundesprogrammes.