Donnerstag , 22. Oktober 2020

Neue Bestzeit für Lüneburger Ironman

Dass es ein langer Tag werden würde, war Ronny von Bresinski aus dem Triathlon Team  Lüneburg klar, als er sich am Morgen in aller Herrgottsfrühe zum Schwimmstart des Ironman Frankfurt am Langener Waldsee begab. Schließlich galt es 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und abschließend einen ganzen Marathon zu absolvieren. Nach 10:26:42 war es geschafft. Erschöpft aber zufrieden konnte von Bresinski die Ziellinie überqueren und sich über eine besondere Leistung in der Welt des Ausdauersport freuen.

Das Langdistanzrennen begann für den Bundespolizeibeamten nach Plan. Gemeinsam mit über 3000 Athleten stürzte er sich in den Langener Waldsee, dem er nach 1:10 Std. entstieg. Während sich Profis, wie Jan Frodeno, Olympiasieger auf der Kurzdistanz von 2008, schon etwas weiter vorne auf der Radstrecke befanden, konnte von Bresinski schnell seinen Rhythmus aufnehmen und zügig Plätze gut machen.

„Ich hatte allerdings etwas Angst, dass ich einen Platten bekomme“, gab er nach dem Rennen zu. Kein Wunder, hatte er im letzten Jahr gleich mehrere Pannen in Frankfurt beim Radfahren erlitten, verlor dadurch beim Radfahren viel Zeit. Hinzu kommt, dass Athleten im Pannenfall selbst ihr Material reparieren müssen und keine Unterstützung von den zahlreichen, vom Veranstalter auf 400000 geschätzten Zuschauern annehmen dürfen.

Es sollte aber alles gut gehen, so dass von Bresinski bei schönen, jedoch zunehmend heißen und windigen Bedingungen, nach 5:15 Std. in die Wechselzone am Mainufer einfuhr und sich auf die Marathonstrecke begab. „Ich konnte die erste und zweite von insgesamt vier Laufrunden im anvisierten Tempo laufen“, erzählte der mehrfache Ironmanfinisher nach dem Rennen, „bekam jedoch in der dritten Runde einen richtigen Hänger, musste Gehpausen einlegen. Außerdem wurde es immer heißer.“

In der vierten und zugleich letzten Runde kam von Bresinski dann aber wieder besser in Schwung, obwohl die Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich war. Mit persönlicher Bestzeit und der Gewissheit etwas ganz besonderes geschafft zu haben, überquerte von Bresinski nach dem wahrscheinlich längsten Tag des Jahres die Ziellinie.