Sie waren am Ende enttäuscht, doch die SVG-Spieler zeigten gegen Friedrichshafen erneut eine Top-Leistung. (Foto: be)

Playoff-Halbfinale: SVG gibt alles gegen Friedrichshafen, doch am Ende siegt der Favorit erneut mit 3:2

Am Ende hat es wieder nicht gereicht, dennoch darf Volleyball-Bundesligist SVG Lüneburg stolz sein. Mit 2:3 zogen die LüneHünen im zweiten Playoff wie auch schon in Spiel eins gegen den VfB Friedrichshafen den Kürzeren und schieden damit im Halbfinale aus. Hier noch einmal das Geschehen der einzelnen Sätze im Überblick:

Volleyball-Bundesliga, 2. Halbfinale (best of 3)
SVG Lüneburg - VfB Friedrichshafen  2:3 (20:25, 26:24, 20:25, 25:18, 11:15)

Satz 1:

Gleich in Satz eins zeigt der Favorit aus Friedrichshafen, dass er nicht wieder vorhatte, mit zwei Sätzen zurückzuliegen wie in Spiel eins. Schnell geht er mit 9:6 und 12:7 in Führung. "Die Friedrichshafener zeigten direkt, dass sie keine Lust haben, Sonntag noch einmal zu spielen", so SVG-Teammanager Matthias Pompe.
Über 16:11 und 20:14 kämpft sich die Gastgeber auch durch ein Aufschlagass von Lindberg auf 20:16 und gute Blocks auf 21:19 heran. Doch Friedrichhafen macht den Satz mit 25:20 zu.

Satz 2:

Satz zwei verlief zu Beginn ähnlich wie Durchgang eins. Friedrichshafen zieht schnell mit 8:3 davon, die SVG staunt nur. Und als SVG-Coach Hübner beim Stand von 3:8 sogar Ewert von der Platte nahm und Craft brachte, schien schon Resignation durch die Gellersenhalle zu wabern. Doch die Lüneburger geben nicht auf, kämpfen sich auf 14:14 heran, halten die Partie danach richtig offen. In der Crunchtime geht es über 22:22 sogar zum ersten Satzball (24:23) für die SVG. Doch Weber schmettert zum 24:24, postwendend trifft Lindberg zum 25:24. Und mit einem Ass macht Schlien den Satz klar.

Satz 3:

Nach dem SVG-Satzgewinn zum 1:1 ändert sich die Partie, die Gastgeber halten lange mit. Spätestens beim 10:10 meinte Roman Gerth, der Moderator des Livestreams, zurecht: "Jetzt haben wir ein Halbfinale." Auch weil Krage, Lindberg und Pörner aufdrehen. Als es 15:13 steht, meinte Pompe gar: "Was ist denn hier los." Doch Friedrichshafen dreht die Partie, schnell steht es 20:18. Das macht eben ein Topteam aus. Mit 25:20 geht der Satz an den Gast.

Satz 4:

Hübner setzt weiter auf Craft statt Ewert. Zurecht. Mit 5:3 über 8:5 und 11:9 führte die SVG. Es bleibt spannend. Vor allem Lindberg zeigt sich von seiner besten Seite. Die Lüneburger lassen die Gäste nicht herankommen (13:10, 16:12, 18:13). Der Satzgewinn rückt näher. Über 21:15 und 23:17 geht es mit dem 25:18 dann in den Tiebreack. Wahnsinn.

Satz 5:

Wie im ersten Spiel heißt es also wieder alles oder nichts. Friedrichshafen beginnt besser, weil Weber punktet – 5:2. Dem Rückstand laufen die Lüneburger lange hinterher. Doch dann punktet der starke Craft per Ass zum 5:6, die SVG gleicht auf 7:7 aus. Doch dann zieht der Gast entscheidend auf 10:7 davon.  Der erste Matchball sitzt. Am Ende ist der letzte Aufschlag von Joe Worsley zu stark, Tyler Koslowsky kann den Ball nicht retten. Der letzte Ball in der Gellersenhalle ist gespielt, Friedrichshafen jubelt.