Spiele der SVG Lüneburg, hier Jannik Pörner (vorne), gegen die Bisons aus Bühl gehören ab sofort der Geschichte an. (Foto: be)

Bühl zieht sich aus der Volleyball-Bundesliga zurück

Der Achte der Hauptrunde nennt allein wirtschaftliche Gründe, weil unter anderem viele Sponsoren abgesprungen sind

Lüneburg. Die Corona-Krise hat in der Volleyball-Bundesliga ein erstes Opfer gefordert. Die Bisons aus Bühl verzichten auf einen Lizenzantrag für die neue Saison und werden nicht mehr in der Bundesliga spielen. Der Grund ist allein wirtschaftlicher Natur.

Wie die Bisons auf ihrer Homepage berichten, hatten sich bereits in der gerade abgeschlossenen Saison viele Sponsoren von ihrem Engagement zurückgezogen und das Budget der Bisons deutlich gemindert. Dennoch wurde die Hauptrunde auf Rang acht mit 28 Punkten abgeschlossen, unter anderem mit Siegen gegen Berlin, Friedrichshafen oder Frankfurt.

Zur Deckung des Etats hatten auch die staatlichen Corona-Hilfen beigetragen, die Ende des Jahres auslaufen. Nun haben sich weitere Sponsoren zurückgezogen, ist die Rückkehr von Zuschauern ungewiss. „Es wäre unseriös, unter diesen Umständen eine Lizenz zu beantragen“, so Achim Kammerer, Geschäftsführender Gesellschafter der Volleyball Bisons.

Damit endet eine 12-jährige Ära in der Bundesliga.

Von Ulrich Pott

Kommentare

Sie wollen die Kommentare unter diesem Beitrag lesen und kommentieren?
Dann werden Sie LZ+-Abonnent. Informationen zum Digital-Abo der LZ finden Sie hier.