Dienstag , 20. Oktober 2020
Uwe Laskowski möchte mit dem TSV Adendorf zurück in die Kreisliga. Foto: be

Mit Adendorf zurück in die Kreisliga

Er kann nicht ohne seinen Fußball: Nach seinem krankheitsbedingten Rückzug von der Seitenlinie des Fußball-Kreisligisten TSV Mechtersen/Vögelsen im August 2017 rechneten die wenigsten mit einer Rückkehr von Uwe Laskowski ins Trainergeschäft. Auch er selber nicht. „Nach meinem Herzinfarkt war es zu dem Zeitpunkt sehr wahrscheinlich, dass ich nichts mehr mache“, sagt Laskowski. Ohne den Sport geht es für einen Fußballverrückten dann allerdings doch nicht, und so kehrte er zu seinen Wurzeln nach Adendorf zurück.

„Ich habe mich zu Hause beraten und meine Frau ließ mich die Entscheidung treffen. Für mich waren kurze Wege wichtig. Auch aus dem Grund habe ich mich für den TSV und die 2. Kreisklasse entschieden“, so der Adendorfer. Es begann als Begleitung seines Enkels zum Training der Bambini. „Ich habe ein paar Male zugeguckt, und das hat mir, ehrlich gesagt, nicht so gut gefallen“, erklärt Laskowski seine Rückkehr in die Branche. Mittlerweile coacht der Adendorfer nicht nur die Bambini, sondern auch die U7 des Vereins und steht mit der 1. Herren an der Spitze der 2. Kreisklasse.

„Da ich oft auf dem Sportplatz war, wurde ich natürlich angesprochen, ob ich es mir vorstellen könnte, die Erste zu übernehmen“, so Laskowski. Zu dem Zeitpunkt stand Thomas Simon noch an der Linie. Der ehemalige Trainer konnte sein Amt durch Schichtdienste bei der Polizei und gesundheitliche Einschränkungen allerdings nicht wie gewünscht ausüben, und so sprang Laskowski ein: „Ich habe wirklich sehr lange überlegt. Aber Sebastian Kopp hatte mir seine Unterstützung zugesagt und nimmt mir nun wirklich viel ab.“

13 Jahre hatte der Trainer zuvor bereits in Adendorf verbracht, begleitete den Jahrgang 1990 bis in den Herrenbereich und trainierte die 1. Herren für vier Jahre. Aus dem aktuellen Kader coachte Laskowski bereits Marvin Neiden und Kristof Breese (ehemals Neiden) in der Jugend. Sebastian Kopp spielte bereits während seiner ersten Amtszeit bei den Herren.

„Für mich leistet der TSV eine gute Jugendarbeit und gehört in die Kreisliga. Deshalb wäre ein Aufstieg in dieser Saison für mich wichtig“, meint Laskowski. Um die Qualität des Kaders weiter zu erhöhen, stellt der Adendorfer auch gerne Kontakte zu ehemaligen Jugendspielern her. „Luca Rudloff vom VfL Lüneburg oder der Scharnebecker Benedikt Harms haben bei mir gespielt. Zusammen mit Carsten Lorenzen habe ich in der Kreisauswahl Linus Büchler, David Schneider oder Niklas Hunold trainiert.“

Seine Zusage für die nächste Saison hat der Trainer noch nicht gegeben – das ist aber nur der aktuellen Corona-Situation geschuldet: „Ich würde weitermachen und der Verein möchte bestimmt auch. Wir wollten aber zuerst mit den Spielern sprechen, und das möchte ich nicht über das Telefon machen.“

Laskowski hofft, dass die aktuelle Spielzeit annulliert wird, die Mannschaften auf den Aufstiegsrängen aufsteigen und die neue Saison im August wieder startet. „Das vereinfacht vieles. Aber wir als Tabellenführer haben da ja auch leicht reden.“