Rund 70 Prozent der niedersächsischen Vereine favorisieren einen Saisonabbruch. Wie kann dieser am besten umgesetzt werden? Darauf muss der NFV nun Antworten finden. Foto: lüb

NFV-Vorstand plant die nächsten Schritte

Der Vorstand des Niedersächsischen Fußballverbandes hat sich heute über sein weiteres Vorgehen in der Frage eines möglichen Saisonabbruchs beraten und einen Fahrplan für seine nächsten Schritte festgelegt. Demnach sollen zunächst die gesammelten vielfältigen Vereinsmeinungen gebündelt und zu konkreten Vorschlägen, die aus rechtlicher Sicht geprüft werden, zusammengefasst werden.

Bis zum 11. Mai soll es dann einen konkreten Plan geben. "Vor dem Hintergrund, dass Bund und Länder am 6. Mai über mögliche Lockerungen der corona-bedingten Einschränkungen entscheiden, werden die Vorschläge dann in einem weiteren Schritt bewertet, um sodann im Verbandsvorstand die weitere Vorgehensweise spätestens am 11. Mai festzulegen", heißt es in der Pressemitteilung des NFV.

Eine klare Mehrheit der Vereine in den 33 NFV-Kreisen hatte sich für einen Abbruch der Saison entschieden. "Dieses Votum respektieren wir natürlich. Die Vielzahl der unterschiedlichsten Rückkopplungen, die uns unmittelbar und mittelbar danach erreicht haben, zeigt aber auch, dass wir jetzt tiefer in die Thematik einsteigen müssen, weil immer noch ein nicht unerheblicher Informationsbedarf besteht", erklärt NFV-Präsident Günter Distelrath. Jedem müsse klar sein, dass Abbruch nicht gleich Abbruch sei und dass es unterschiedliche rechtlich mögliche Szenarien gebe.

Außerdem will der Verband damit beginnen, einen außerordentlichen Verbandstag zu planen. Dieser ist erforderlich, um einen Saisonabbruch umzusetzen. Die NFV-Satzung sieht für die Einberufung eine Frist von zehn Wochen vor, aber Distelrath sagt: "Wir wollen zu einer Entscheidung nicht erst Mitte Juli kommen. Deshalb werden wir rechtlich prüfen, inwieweit sich eine verkürzte Ladungs- und Antragsfrist umsetzen lässt."