Montag , 21. September 2020
Heute vor 25 Jahren: Die Spieler des AEC lassen Trainer Dieter Kinzel nach dem Erreichen des Aufstiegs hochleben. Foto: be

Vor 25 Jahren: Riesen-Party beim AEC

Heute vor 25 Jahren feierte der Adendorfer EC den ersten großen Erfolg seiner Vereinsgeschichte. Am Ende seiner Premieren-Saison nach der Clubgründung 1994 stieg der AEC in die 2. Liga Nord auf, die damals dritthöchste Spielklasse. 2300 Zuschauer kamen zum letzten Saisonspiel am 1. April 1995 ins ausverkaufte Adendorfer Eisstadion und sahen einen 11:6-Sieg gegen Eschweiler. Damit belegte der AEC den zweiten Platz in der Aufstiegsrunde.

Gemeinsam mit dem damaligen Trainer Dieter Kinzel blicken wir am morgigen Donnerstag in der LZ ausführlich auf diese Saison zurück. Den LZ-Bericht von der Aufstiegsfeier unter der Überschrift „Riesen-Party nach Riesen-Partie“ gibt’s hier zum Nachlesen:

Mit einem rauschenden Fest verabschiedete sich der Adendorfer Eishockey-Club am Sonnabend von seinen Fans. Puck und Publikum tanzten beim 11:6 (2:2, 3:4, 6:0) des Regionalliga-Meisters gegen den EC Eschweiler. Als Tabellenzweiter der Zweitliga-Aufstiegsrunde geht der AEC in die Pause. Die erste Saison des neugegründeten Clubs läßt sich mit einem Wort beschreiben: klasse.

Klasse auch, was den 2300 Fans in der rappelvollen Eishalle an Show geboten wurde. Begleitet von jeweils einem Spieler der Kleinschüler-Mannschaft (frischgebackener Norddeutscher Pokalsieger) kamen die AEC-Cracks unter zuckenden Lichtblitzen und lauter Musik aus dem Nebel aufs Eis.

Zunächst fehlte den Adendorfern allerdings die klare Sicht. Eschweiler legte durch Fowler und Wenn ein 2:0 vor, kombinierte über Luknowski, Dürrfeld und Fowler blitzschnell. Aber wie so oft in dieser Saison kam der AEC auch diesmal in Unterzahl zu seinen entscheidenden Treffern. Stefan Nötzel traf zum 1:2. Denis Loschkin, von den AEC-Fans mit überwältigender Mehrheit zum Spieler der Saison gekürt, glich aus. Die Fans tobten, hatten auch in der Pause bei der Trikotversteigerung ihren Spaß. 3950 Mark kamen für die AEC-Jugendarbeit zusammen, allein 450 Mark brachte das Leibchen von Loschkin.

Doch Eschweiler, von der Atmosphäre angestachelt, gab nicht auf. Im Gegenteil. Immer wieder nutzte der Gast Patzer der AEC-Deckung, ging mit einer 6:5-Führung in die letzte Pause. Aus der selben kam der AEC wie so oft mit Karacho. Nun wurde Eschweiler kräftig durcheinander gewirbelt, reagierte nur hilflos. Sergej Schiwrin beendete die Partie mit einem Hattrick, gab damit den Startschuß für eine berauschende Fete.

Zunächst ging auf dem Eis die Post ab, dann zog ein Teil der Mannschaft in die Kabine, feierte mit Vorstand, Gemeindevertretern und Fans bis weit nach Mitternacht. Die Morgensonne blitzte am Horizont, als die letzten Cracks den Heimweg antraten. Geschlaucht von einer langen Nacht und einer langen Saison. Nun ist der Winter vorbei.

Denis Loschkin war der Torjäger vom Dienst und begeisterte gleich in seiner ersten AEC-Saison die Fans. Foto: be