Thomas Saucke leitet ab 1. Februar das Training der Eintracht-Frauen. Foto: saf

Bardowick und Eintracht teilen sich Trainer

Anstrengende Monate liegen vor Thomas Saucke. Denn der Coach der in jüngster Zeit so erfolgreichen Fußball-B-Juniorinnen des TSV Bardowick übernimmt in der Rückrunde auch das Traineramt bei den Oberliga-Frauen der SV Eintracht Lüneburg. „Wir haben mit Bardowick den Plan, in die Niedersachsenliga aufzusteigen“, begründet der 54-jährige Bardowicker seine Doppelfunktion. „Den würde ich gern noch vollenden.“

Bardowick verlässt er im Sommer, doch schon jetzt war bei der SV Eintracht die Not groß nach dem Rückzug von Sebastian Schulz aus beruflichen und privaten Gründen. „Thomas Saucke hat uns seine Philosophie vorgestellt. Er kann nahtlos an die Arbeit von Sebastian anknüpfen“, meint Eintracht-Vereinschef Frank Isenberg.

Saucke selbst will sich das Eintracht-Team ab dem Trainingsauftakt am 1. Februar erst einmal in Ruhe anschauen, „ich bin ja ein noch nicht so erfahrener Trainer“. Bisher coachte er nur die Bardowickerinnen, sammelte mit dem TSV-Nachwuchs in vier Jahren aber schon haufenweise Erfolge bis hin zur norddeutschen Vizemeisterschaft im Vorjahr. Fünf seiner Spielerinnen sind mittlerweile in der Juniorinnen-Bundesliga in Wolfsburg oder beim Harburger TB gelandet.

Für die Aufstiegsrunde zur Niedersachsenliga hat sich der TSV mit zehn Siegen aus zehn Spielen und überragenden 70:4 Toren qualifiziert, dort geht es aber mit sechs Teams wieder bei Null los. Die Eintracht überwintert auf Platz sechs, weist acht Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz aus.

Klar ist aber auch, dass sich Saucke in den kommenden Monaten auf seine Co-Trainer Lars Dallmann in Bardowick und Torsten Nedel bei Überschneidungen von Trainingseinheiten oder Spielen bei der Eintracht verlassen muss. „So gut es geht, wird er unser Training leiten“, sagt Isenberg. Saucke wird auch an manchen Tagen beide Mannschaften trainieren können, erst die Mädchen auf dem Bardowicker Platz, dann die Frauen auf der Hasenburg: „Es ist ja nur für ein halbes Jahr. Und es macht mir einfach Spaß.“