Dienstag , 22. September 2020
SVG-Angreifer Michael Michelau machte ein starkes Spiel und erzielte die meisten Punkte der Lüneburger. Foto: be

Ein Spiel für die Geschichtsbücher

Was! Für! Ein! Spiel! Die SVG Lüneburg steht seit Sonnabend im Geschichtsbuch der Volleyball-Bundesliga. Das Team von Trainer Stefan Hübner lieferte sich mit den Alpenvolleys einen unfassbaren Schlagabtausch, verlor in Unterhaching 1:3. Der dritte Satz war mit einem 50:48 für Haching der längste in der Bundesliga-Geschichte und der drittlängste jemals gespielte auf internationaler Ebene im Männer-Volleyball. Insgesamt hieß es aus Lüneburger Sicht: 21:25, 26:24, 48:50, 22:25.

Die bisherige Rekordmarke war ein 44:42 aus einem Erstligaspiel zwischen ASV Dachau und Eintracht Mendig aus dem Jahr 2000. „Wahnsinn, das war unglaublich“, sagte SVG-Außenangreifer Michael Michelau, der mit 22 Punkten bester Lüneburger Scorer war.

Beide Teams lieferten sich einen grandiosen Fight auf absolutem Top-Niveau mit Satz drei als Höhepunkt. Die SVG hatte neun Satzbälle, Haching nutzte dann den 16. Ein verschlagener Angriffsball der SVG brachte die Entscheidung nach einer knappen Stunde Spielzeit. „Wir hatten genug Chancen, den Satz zu gewinnen“, haderte Michelau. Die SVG hatte bereits mit 19:14 geführt. „Wenn wir diesen Satz gewonnen hätten, hätten wir wohl auch das Spiel gewonnen“, so Michelau weiter.

In einem epischen Satz hämmerten sich beide Mannschaften die Bälle nur so um die Ohren. Am Ende ging die SVG in diesem Spiel ganz leer aus, hätte für diese Leistung aber in jedem Fall Zählbares verdient gehabt. Aber so ist der Sport.

Immerhin bleibt das Wissen darum, dass die SVG einmal mehr etwas ganz Bemerkenswertes geleistet hat.

SVG: Koslowsky – van Solkema, Lindberg, Pörner, Michelau, Schlien, Brehme. Eingewechselt: Durkin, Ronkainen, Scheerhorn, Krage.