Mittwoch , 12. August 2020
LSK-Kapitän Lukas Pägelow (2. v.l.), hier gegen Yannick Deichmann (l.), schaltete sich immer wieder in den Angriff mit ein. Foto: Behns

Starker LSK kämpft vergebens gegen Lübeck

Was für ein Fight: Fußball-Regionalligist Lüneburger SK zeigte gegen Aufstiegsaspirant VfB Lübeck vor 1079 Zuschauern in Neetze eine seiner besten Saisonleistungen, verlor am Ende dennoch mit 1:3 (0:0).

Nach dem pomadigen Auftritt beim 0:1 in Norderstedt war der LSK auf Wiedergutmachung aus. Teamchef Rainer Zobel schickte die gleiche Start-Elf aufs Feld. „Aber man hatte das Gefühl, dass es eine andere Mannschaft war“, sagte Zobel, „ich muss meinem Team ein Kompliment machen.“ Die Lüneburger betrieben einen überragenden kämpferischen und läuferischen Aufwand.

Vor allem in der ersten Halbzeit war der LSK gegen den Titelanwärter das bessere Team. Das Umschaltspiel lief super, der überragende Deters, Istefo, Kunze und Pauer machten die Bälle immer wieder schnell. Nur das Tor wollte nicht fallen.

Das gelang dann Istefo kurz nach Wiederanpfiff. Einen Schuss von Deters lenkte er ins Tor (47.). Jetzt wurde es richtig turbulent: Arslan erzielte den Ausgleich (55.), scheiterte aber elf Minuten später mit einem umstrittenen Foulelfmeter an Springer.

Lübeck enttäuschte spielerisch weitgehend, nahm aber den Kampf an und fightete. Die entscheidende Szene dann in der 74. Minute. Nach einer Abwehr von Springer hielt VfB-Torjäger Hobsch den Fuß hin. Drin oder nicht drin? Der Schiedsrichter-Assistent entschied auf Tor – 2:1. Eine umstrittene Entscheidung.

Diesen Rückschlag steckte der LSK nicht mehr weg, Deichmann machte in der Nachspielzeit alles klar. LSK-Keeper Springer war enttäuscht. „Ein 3:1 habe ich hier heute nicht gesehen“, sagt er zum Kräfteverhältnis.