Samstag , 19. September 2020
Rainer Zobel (2.v.l.) hätte Verständnis für einen späteren Beginn der Regionalliga. Foto: be

Zobel übt sich in Geduld

Das wird den LSK ebenso freuen wie den AEC: Ab Mittwoch, 19. August, ist in Schleswig-Holstein Mannschaftssport unter gleichen Bedingungen wie in Niedersachsen wieder möglich. Damit muss nur noch Hamburg seine Corona-Auflagen lockern, um den Spielbetrieb in der Fußball- und Eishockey-Regionalliga grundsätzlich zu ermöglichen.

Bisher war zwischen Flensburg und Lauenburg unter anderem Training höchstens in Zehnergruppen erlaubt. Testspiele im Bundesland gar untersagt. Diese Regeln fallen nach einem Gespräch zwischen Spitzenvertretern aus der Politik und dem Sport nun weg.

Fußball-Regionalligist Lüneburger SK trifft in der Nordstaffel der Fußball-Regionalliga auf insgesamt neun Teams aus Hamburg und Schleswig-Holstein. „Selbst wenn dort wieder alles erlaubt ist, werden die Teams von dort zurecht auf ihre eingeschränkten Trainingsbedingungen verweisen und Chancengleichheit fordern, also einen späteren Start in die Saison“, meint Rainer Zobel. Der LSK-Teamchef rechnet daher nicht damit, dass die Liga schon Anfang September starten kann.

Was Zobel ansonsten zum Leistungsstand seines Teams und zum Saisonziel sagt, lest ihr am Donnerstag in der LZ, gedruckt und digital.

 

4 Kommentare

  1. Zweifellos ist Rainer Zobel ein profunder Kenner des Fussballs und der LSK hat ihm mehr zu verdanken, als mit Geld zu bezahlen ist. Viele Spieler führt ihr Weg aufgrund seines Namens zum LSK. Ich verstehe allerdings nicht, warum er einerseits die zweifellos fehlende spielerische Qualität aufgrund des Verlustes von Deters und Düzel (Istefo könnte man hinzufügen) kritisiert, andererseits aber Platz 5 in der anstehenden Qualifikationsrunde anstrebt. Für mich ist das ein latenter Widerspruch, denn über den sicher stattfindenden aufopferungsvollen Kampf aller Mannschaftsteile allein wird dieses Kunststück in dieser Liga, in der sogar die Aufsteiger (z. B. Teutonia HH) stark aufgerüstet haben, sehr schwer werden. Oder steckt in dieser Aussage die m. E. fachlich richtige Erwartung, dass noch ein erfahrener „Königstransfer“ als „Lenker und Denker“ verpflichtet wird? Dies wird aber aller Voraussicht nach am fehlenden Geld kaum zu realisieren sein – nicht allein Corona-bedingt… Die Hoffnung stirbt daher wieder einmal zuletzt…

    • Corona bedingt, kann ich mir zur Zeit kein Bild Vorort von dem Leistungsvermögen der vielen wohl auch talentierten jungen Spieler machen. Auch die bisherigen Ergebnisse sind wenig aussagefähig. Eine gewisse Standortbestimmung wird wohl erst mit den Begegnungen gegen Wolfsburg und Hildesheim möglich sein.

      Gleichwohl sehe ich die Lage genauso. Schon beim Abgang Düzels schrieb ich, daß es für den LSK – wie in all den Jahren zuvor – allein um den Klassenerhalt gehen wird, dh. er wird sich in der Zwölferrunde wiederfinden, in der es nur um den Abstieg gehen wird.

      Nun ist mir noch nicht bekannt, ob die Liga gleich wieder auf 18 Vereine zurückgeführt werden soll. In dem Fall müßten acht bis neun der letzten Zwölf den Marsch in die Oberliga antreten, d.h. der LSK müßte unter die ersten drei bis vier der letzten Zwölf kommen. Auch das wird schwer genug sein. Allerdings, der von den Verantwortlichen eingeschlagene Weg ist für den LSK wohl der einzig gangbare – die Zeit finanzieller Eskapaden gehört Gott sein Dank der Vergangenheit an.

  2. Wenn die Liga auf 18 Teams reduziert werden soll, dann wird die Anzahl der Direktabsteiger wieder vom Auf- und Abstieg der 3. Liga abhängen. Im besten Fall sind es 6, im schlimmsten Fall (RL Nord-Meister verliert die Relegation und Lübeck und Meppen steigen aus der 3. Liga ab) sind es dann 9. Und dann gab es in den letzten Jahren auch noch die Relegation gegen den Vize der OL Niedersachsen. Hat schon jemand etwas gehört, ob die auch wieder stattfinden soll? Auf der Seite des NordFV habe ich noch keine Ausschreibung zur kommenden Saison gesehen.

    Was die Chancen in der Liga angeht, wird auch viel davon abhängen, was in den anderen Vereinen passiert. Die meisten von denen werden auch unter Corona leiden. Profitieren werden wohl die Ein-Mann-Sponsor-Vereine wie Drochtersen oder Rehden. Interessant wird auch, was mit den Zweitvertretungen passiert. Da haben ja auch einige Finanzsorgen. Vielleicht führt das dazu, dass die Unterstüzung für die zweite Mannschaft reduziert wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.