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Der Abriss des alten Schlachthofs ist vollendet. Eigentlich ist die Fläche bereit für die neue Halle.

SVG benötigt neue Ausnahmegenehmigung

Der Traum von der schnellen Veranstaltungshalle in der Stadt Lüneburg ist geplatzt. Stadt und Landkreis suchen jetzt nach neuen Lösungen, um die „Arena Lüneburger Land“ ohne den privaten Investor „Sallier Bauträger- und Verwaltungsgesellschaft“ zu bauen. „Wir sind in Gesprächen und schlagen den Kreistagsabgeordneten nun einen anderen Weg vor, die Halle zu errichten“, sagt Landrat Manfred Nahrstedt.

Bei Volleyball-Bundesligist SVG Lüneburg sitzt man derweil auf heißen Kohlen. „Für uns ist die Verzögerung zunehmend ungünstig und unbefriedigend“, sagt Geschäftsführer Andreas Bahlburg. Eigentlich wollten die Volleyballer zum Start der neuen Saison im Oktober 2017 in der neuen Halle spielen. Dieser Termin lässt sich nicht mehr halten. „Ich bin Realist und schaue auf den Tacho. Wenn man Baugenehmigung und Ausschreibung abwartet, kann man vor Februar 2017 nicht bauen. Die Bauzeit beträgt zehn bis zwölf Monate. Damit ist dieser Termin hinfällig. Nach derzeitigem Stand können wir frühestens Anfang 2018 in die Halle.“

Das bringt die SVG in Schwierigkeiten. Denn die Ausnahmegenehmigung der Volleyball-Bundesliga für die von den Abmessungen her nicht wettbewerbsgerechte Gellersenhalle in Reppenstedt läuft mit Ende der Vorrunde dieser Saison ab. Schon mögliche Play-offs dürfte die SVG dort nicht mehr austragen.

„Nun müssen wir bei der Volleyball-Bundesliga eine weitere Ausnahmegenehmigung beantragen“, sagt Bahlburg verärgert, „es gibt keinen Automatismus, dass wir die auch bekommen. Möglicherweise werden wir gezwungen sein, fast die komplette Vorrunde in Hamburg auszutragen.“

4 Kommentare

  1. Äußerst bedauerlich wäre ein Scheitern der Hallenpläne aus Sicht der SVG-Anhänger und für Leute aus Stadt und Landkreis, die gerne zu größeren Veranstaltungen gehen würden. Vielleicht liegt ja auch eine Chance darin, die Finanzierung zu überarbeiten. Vermutlich haben die veränderten bzw. nicht mehr vorhandenen politischen Mehrheiten nach den Kommunalwahlen einen Einfluss auf die Verzögerung. Gut in Erinnerung ist mir noch das Wahlplakat der CDU mit dem Versprechen / der Förderung, eine Arena und eine Halle zu errichten (oder habe ich das falsch verstanden?). Dass sie sich dann nach der Wahl mit Partnern zusammentat, die nicht zu den Befürwortern einer Sport- und Eventarena gehören, ließ schon nichts Gutes ahnen. Jetzt ist die Halle erst mal den Profilierungsbedürfnissen der jahrelang zu kurz Gekommenen geopfert worden. Hoffentlich wird noch eine Lösung gefunden. Ansonsten wäre es eine echte Tragödie für das bisher so erfolgreiche Projekt, Spitzensport in Lüneburg zu etablieren.

  2. Entschuldigung, aber wenn ich ehrlich bin, wundert es mich auch nicht, dass die vergangenen Wahlergebnisse so ausgefallen sind. Scheinbar hört niemand mehr richtig zu oder interpretiert sich eine eigene Welt. Ein Armutszeugnis für Lüneburg, schaut man nur mal 40 km weiter gen Süden in die Zuckerstadt. Die Jabelmannhalle, hinreichend ihrer Events/ Veranstaltungen bekannt, fast vergleichbar derer in der Weltstadt Hamburg, ist doch das beste Beispiel. Lüneburg machts ja ähnlich wie Hamburg in der Vergangenheit. Da wartet man über 20 Jahre auf eine vernünftige Veranstaltungshalle, weil das CCH schon völlig abgenutzt und die Alsterdorfer Sporthalle nennen wir es einmal „noch brauchbar“ war, um dann endlich einmal eine O2 – Arena, mittlerweile Barclaycard-Arena, auf die Beine zu stellen, um dem Bürger und Steuerzahler Freizeitangebote zu unterbreiten. Wer denn der Meinung ist, dass wir eine Veranstaltungshalle in Lüneburg nicht bräuchten, kann ja in die Provinz ziehen und damit gleichzeitig ein gutes Werk tun und somit Wohnraum für Studenten schaffen.
    Immer alles schön zerreden und sich dabei an keine Fakten halten – großartig. Aber genau das passt ja auch zur Jamaikakoalition mit ihren riesigen Wahlversprechen. Mittlerweile glaube ich auch, dass diese Koalition unbedingt Fachberater auf 450 Euro-Basis benötigen. Gute Nacht.

  3. Das Lüneburg eine Halle und eine Sportarena benötigt steht sicherlich außer Zweifel. Gesucht und gewünscht ist aber ein Gesamtkonzept, das schlüssig und umfassend für den Bedarf ist und kein Stückwerk mit einseitigen Betreibermodell, bei dem die, die das ganze bezahlen, auch noch im Abhängigkeitsverhältnis stehen und keinen Einfluss mehr nehmen können.
    Der Vergleich mit Uelzen hinkt ein wenig, weil dort ein engagierter privater Event Veranstalter aus dem nichts eine attraktive Location entwickelt hat. Wie wäre es, wenn die Campus Management GmbH in Lüneburg sich daran ein Beispiel nehmen würde und ihr Geld ins Kerngeschäft investiert und in der Goseburg oder anderswo eine eigene Party- und Veranstaltungslocation entwickelt. Dieses Warten auf den Steuerzahler und andere Subventionen ohne Plan B halte ich nicht für sehr unternehmerisch und das finanzielle Engagement im Volleyball scheint auch nicht ohne Hintergedanken zu laufen, um sich den Zugriff auf eine Veranstaltungshalle zu sichern.
    Wenn man sich das Vamos mal von seiner baulichen Substanz ansieht, ist da eigentlich nichts, was man nicht auch woanders haben könnte oder was man besonders erhalten müsste. Der wettbewerbliche Vorteil, den die Campus Management durch die lange mietfreie Zeit genossen hat, hat sicher auch dazu geführt, dass andere privatwirtschaftliche Projekte verkümmert sind oder sich gar nicht erst entwickeln konnten. Vielleicht kommen ja jetzt neue Ideen auf den Markt oder vielleicht muss der Uelzener mal gefragt werden, ob er Chancen sieht auch in Lüneburg etwas zu entwickeln. Die Kundenbasis wäre sicher noch stärker vorhanden als in UE.