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Überragende SVG schlägt den Meister

Grandioser Abend in der Gellersenhalle: Nur eine Woche nach dem starken Spiel gegen Frankfurt setzte die SVG Lüneburg noch einen drauf und besiegte den Meister Berlin Volleys nach einer herausragenden Teamleistung mit 3:1 (25:19, 25:16, 20:25, 25:18). Die Zuschauer waren ebenso begeistert wie das Trainerteam. „Ich habe noch kein Spiel der SVG auf so hohem Niveau gesehen“, staunte Bernd Schlesinger, der Sportliche Leiter der SVG.

Die Lüneburger mussten auf den verletzten Cody Kessel verzichten, für ihn schickte Trainer Stefan Hübner Mads Mollgaard aufs Parkett. Und der Däne sollte seine Bewährungsprobe mit Bravour bestehen. Nicht nur die Spieler, auch die Fans waren sofort auf Betriebstemperatur. Nach zwei Blocks zur 10:8-Führung im ersten Satz drehte die SVG so richtig auf. Eric Fitterer und Matthias Pompe kamen über außen immer wieder erfolgreich zum Zug, mit dem 25:19 setzten die Lüneburger das erste Ausrufezeichen.

Und der Meister? Der hatte wieder mal große Probleme in der Gellersenhalle. Auch die Miene des Ex-Lüneburgers Steven Marshall wurde immer finsterer, als die SVG auch den zweiten Satz dominierte. Ein spektakulärer Block von Michel Schlien zum 15:11 sorgte für die erste Vier-Punkte-Führung, Scott Kevorken servierte ein Ass gleich hinterher – die SVG war auch in diesem Satz nicht mehr zu stoppen.

Beim 16:13 im dritten Satz sah es sogar nach einem 3:0-Sieg für die SVG aus. Doch die Berliner nahmen nun den Kampf an, setzten sich nach 20:20 auf 25:20 ab und erzwangen einen vierten Satz. Die SVG um den erneut starken Zuspieler Adam Kocian, der zum besten Spieler des Abends gekürt wurde, ließ sich aber überhaupt nicht beirren, machte mit einem gigantischen Fan-Lärm im Rücken nun kurzen Prozess. Auf 16:8 zogen die Lüneburger davon, spielten jetzt wie entfesselt auf. Während die Berliner mal wieder an der Gellersenhölle verzweifelten, feierte die SVG einen spektakulären Sieg, der sie vorübergehend sogar auf Platz vier der Tabelle befördert.

Von dieser Leistung war auch Trainer Hübner begeistert: „Das hat richtig Laune gemacht heute. Die Jungs haben von Anfang bis Ende Vollgas gegeben.“