Sonntag , 25. September 2022
Anzeige

Tag Archives: Bridgen

 Erst einmal reden: Streetworker vermitteln am Stint

Streetworkerin Celina Bosco spricht auf der Brück am Stint mit einer Gruppe von Leuten.

Mit Musik feiern oder bei Ruhe schlafen: Können am Stint Anwohner, Besucher, Partyvolk und Gastronomen friedlich koexistieren? Die Stadt arbeitet dort erstmals mit Streetworken zusammen, die im Wasserviertel unter allen Gruppen vermitteln sollen.

 Kommentar: Wo dürfen wir jetzt noch feiern?

Auf Beschwerden von Anwohnern folgte erst ein Musikverbot am Stint, jetzt auf dem gesamten Campus und künftig wohl auch auf den Sülzwiesen. Dabei brauchen junge Menschen dringend Orte ohne Konsumzwang, an denen sich jeder, unabhängig von seinem Budget, frei entfalten kann, kommentiert LZ-Volontärin Anna Hoffmann.

 Ab 22 Uhr Musik-Verbot am Stint

Die Stintbrücke war und ist ein beliebter Treffpunkt im Sommer. Das „Bridgen“ ist noch erlaubt, aber das Abspielen von Musik ab heute hingegen nicht mehr. (Foto: A/t&w)

Die Appelle haben nicht gefruchtet, die Verantwortlichen im Lüneburger Rathaus ziehen die Zügel wieder an: Für den Stint und Teile der Innenstadt treten ab diesen Freitag wieder strengere Regeln in Kraft. Die sollen vor allem abends für mehr Ruhe sorgen. Eine entsprechende Allgemeinverfügung gilt vorerst bis Montag, 18. Juli.

 Was hilft gegen Vandalismus am Stint?

Bridgen am Stint

Passanten von Dealern bedrängt, Kellner von Betrunkenen bedroht, Notdurft in Hauseingängen. Im Sommer machte der Stint Schlagzeilen. Die Stadt nahm die Szene an die kurze Leine, das half. Ein Rezept für die Zukunft?

 Zwiegespaltene Stimmung wegen neuer Stint-Regeln

Die Kontrollen auf der Stint-Brücke tun "der Stimmung keinen Abbruch", meinte der Passant Felix Groh am Sonnabend. Dennoch hätte er sich gewünscht, dass die Stadt erst mit den jungen Leuten ins Gespräch gekommen wäre, bevor harte Verbote ausgesprochen wurden.

Eine lange Lüneburger Tradition ist zumindest zeitweise verloren gegangen: Das "Bridgen" am Stint ist bis Mitte Juli verboten. Weil die Nächte dort eskaliert sind und Müll, Lärm sowie Belästigung für Ärger bei den Anwohnern sorgten, hat die Stadt strenge Regeln aufgestellt. Diese werden offenbar von den meisten Menschen eingehalten – auch wenn nicht alle das Vorgehen gutheißen.