Sonntag , 4. Dezember 2022
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Tag Archives: Landgericht Lüneburg

 Bäckerei Am Sande: Mutmaßlicher Brandstifter vor Gericht

Mohammad S. ist angeklagt, Feuer in einer Bäckerei gelegt zu haben, nachdem er dort 3700 Euro einsteckte. Er selbst könne sich an nichts erinnern. (Foto: be)

Ein 23-Jähriger soll in einer Bäckerei in Lüneburg Geld aus dem Safe gestohlen und anschließend ein Feuer in den Büroräumen gelegt haben. Er war dort zuvor als Azubi beschäftigt. Der 23-Jährige will sich an die Tat nicht erinnern können, zu viele Drogen hätten zu einem Filmriss geführt. Doch auf eine Taxifahrerin hat er einen anderen Eindruck gemacht.

 Sie wollte ihn nur nach Hause fahren

Der Angeklagte Lukas H. (26) hielt sich am zweiten Prozesstag weitestgehend zurück.

Ein 26-jähriger soll eine Bekannte auf dem Rückweg von einer Party bis zur Besinnungslosigkeit gewürgt haben. Seit der Tat habe sie „Angst davor, im Dunklen rauszugehen“. Am zweiten Prozesstag gegen Lukas H. haben nun die Geschädigte selbst und weitere Zeugen ausgesagt.

 Prozess um Online-Goldbetrug endet mit zwei Freisprüchen

Halim D. (l.), Seyed F. (hinter dem Aktenordner) und Marian G. (r.) wurde ein großangelegter Gold-Betrug im Internet vorgeworfen. Nun wurden zwei von ihnen freigesprochen. (Foto: be)

Waren Marian G., Seyed F. und Halim D. an dem großen Online Goldbetrug beteiligt, bei dem 89 Kunden um insgesamt eine Million Euro gebracht wurden? Die 1. große Strafkammer des Landgerichts hat diese Frage nun beantwortet. Offen bleibt aber weiterhin, wer der Drahtzieher des Ganzen war.

 Online-Betrug: Falsche Namen, falsche Pässe, echte Beute

Seyed F. (28) hinter dem Aktendeckel, einer der drei Angeklagten. Verteidiger Siegfried Schäfer warf einer der Polizistinnen, die damals ermittelten, vor, dass außer einem anonymen Schreiben nichts Belastendes gegen seinen Mandanten vorliege. (Foto: be)

Im Fernsehen sieht die Wahrheitsfindung im Gericht immer so leicht aus. In der Realität ist es zäher, wie der Prozess um den Lüneburger Online-Betrug zeigt. Verklebte Fingerkuppen, falsche Pässe und Strohmänner legen falsche Spuren, Ermittler fahnden nicht nach Hintermännern.

 Karlsruhe bestätigt Haft für Dealer-Helfer

Robert B. alias "landjuice" wurde vor seiner Verhaftung vor der Polizei gewarnt. (Foto: A/be)

Und wieder segnet der Bundesgerichtshof in Karlsruhe ein Urteil des Lüneburger Landgerichts ab. Ein Mittelsmann zweier Drogenschmuggler-Banden war für seine Beihilfe mittels verschlüsseltem Handy zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

 Vergewaltiger zu vier Jahren Haft verurteilt

Faleh K. ist zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Ein Jahr mehr sogar, als die Staatsanwaltschaft gefordert hatte. (Foto: be)

Er ließ sie auf Allah schwören, am nächsten Tag wiederzukommen – doch sie ging zur Polizei. Die Aussagen einer heute 17-Jährigen haben dem Landgericht Lüneburg geholfen, einen heute 64-Jährigen zu vier Jahren Haft wegen Vergewaltigung zu verurteilen.

 Zehn Jahre Haft nach Attacke mit Beil

Saeed Hussein H. (M.) griff seine Frau mit einem Beil an, wurde jetzt zu zehn Jahren Haft verurteilt. Links sein Verteidiger Fuat Yalti, rechts der Dolmetscher. (Foto: be)

Der Gutachter fühlte sich an einen "Haustyrannen" erinnert. Einen, der sich in seiner Ehre angegriffen fühlte und deshalb zum Beil griff. Seine Frau kam nur knapp mit dem Leben davon – wenn man eine Existenz ohne jegliches Bewusstsein oder Fähigkeiten so nennen mag. Zehn Jahre soll ihr Mann büßen.

 Brandstifter aus Ehefrust

Bisher drehte Michael I. (57) dem Publikum im Brandstifter-Prozess meist den Rücken zu. Als nun Zeugen schilderten, was sie bei den Bränden verloren, die ihm vorgeworfen werde, wandte er sich diesen aber zu. (Foto: A/be)

Es ist in Strafprozessen eher selten, dass die Staatsanwaltschaft für den Angeklagten Freispruch fordert, das Gericht dennoch eine hohe Haftstrafe verhängt. So geschah es nun vor dem Landgericht Lüneburg beim Prozess um eine Brandstiftung in Schneverdingen.