Mittwoch , 28. September 2022
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Tag Archives: Landgericht

 Encrochat-Prozess: Wer hat Robert B. gewarnt?

Robert B. alias "landjuice".

Der Encrochat-Prozess um Robert B., der geholfen haben soll, 280 Kilogramm Drogen nach Deutschland zu schmuggeln, geht weiter. Am zweiten Prozesstag schaute die zweite Große Strafkammer des Landgerichts unter anderem auf einen Notizzettel mit einer Warnung, den der Angeklagte vor seiner Verhaftung erhalten hatte.

 Encrochat-Prozess in Lüneburg: Beihilfe zum Drogenhandel?

Der Angeklagte Robert B.

Eine Welle strafrechtlicher Prozesse gegen mutmaßliche Drogendealer beschäftigt derzeit die deutschen Gerichte: Weil französische und niederländische Behörden gemeinsam mit Europol im Frühjahr 2020 den Messenger-Dienst "Encrochat" infiltrierten und Chatverläufe entschlüsselten, konnten tausende Kriminelle gestellt werden. Auch in Lüneburg muss sich nun ein 45-Jähriger wegen der Beihilfe zum Drogenhandel verantworten.

 Freispruch im Pfefferspray-Fall

Prozessauftakt vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Lüneburg.

Von seiner Unschuld sei das Gericht nicht explizit überzeugt, aber nachweisen könne man ihm die Tat auch nicht. Der Mann, der angeklagt war, seine Freundin 2019 in Lüchow vor dem Bowlingcenter mit Pfefferspray angegriffen und beraubt zu haben, ist freigesprochen worden. Etwas anderes hätte die Beweislage nicht hergegeben. An der Glaubwürdigkeit der Beraubten hatte das Gericht dabei keine Zweifel.

 Vermeintlichen Nebenbuhler niedergestochen

Deniz K. (23) ist des versuchten Heimtücke-Mordes an einem ehemaligen Freund angeklagt. Er hat sein Opfer um Entschuldigung gebeten.

Nur zwei Notoperationen retteten das Leben von Jan von P. (21), nachdem er von seinem ehemaligen Freund Deniz K. mit einem Messer angegriffen worden war. Elf Stiche trafen ihn, einer durchstach die Milz, einer traf die Lunge. Der Täter ging davon aus, dass seine ehemalige Freundin mit dem Opfer fremdgegangen wäre. Nun ist das Eifersuchtsdrama ein Fall für das Landgericht.

 Online-Gold-Betrug: Dreieinhalb Jahre Haft

Der Angeklagte Felix W. vor der 11. Großen Strafkammer des Landgerichts Lüneburg. Er ist wegen Beihilfe zu 89 Fällen des Betrugs verurteilt worden. (Foto: be)

Felix W., der angeklagt war, als Geschäftsführer eines Online-Goldhandels Kunden in 89 Fällen betrogen zu haben, muss hinter Gitter. Er ist der Beihilfe zum Betrug schuldig gesprochen worden. Die Forderungen der Staatsanwältin und die des Verteidigers gingen in ihren Schlussplädoyers zuvor weit auseinander.

 Tötung aus Fürsorge?

Der Angeklagte Landolf B.

Den meisten Femiziden, also Frauentötungen, liegen niedere Beweggründe wie Hass oder Besitzansprüche des Mannes zugrunde. In Boltersen (Kreis Lüneburg) aber soll ein Senior seine Frau erstochen haben, weil er fürchtete, dass sie nicht mehr gut gepflegt werden würde.

 Wird Prozess um Pflegebetrug abgekürzt?

Pflegebetrug Bleckede

Betrug in großem Stil wirft die Staatsanwaltschaft zwei Frauen vor, die in Bleckede einen Pflegedienst betreiben. Sie sollen Hunderte Leistungen gegenüber den Kassen falsch abgerechnet haben. Die Kammer will das Verfahren nun abkürzen.