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 Prozess um 19-Jährigen: Gutachter erkennt keine psychische Störung

Der 19-jährige Angeklagte Fares A. neben seinem Anwalt Moritz Klay vor der 2. Großen Jugendkammer des Landgerichts Lüneburg. (Foto: be)

Keine psychische Störung, aber eine narzisstisch-dissoziale Persönlichkeitsakzentuierung. So lautet das psychiatrische Gutachten über den 19-Jährigen, der bereits gestanden hat, seine gleichaltrige Freundin erstochen zu haben. Für den Gutachter bleibt der Angeklagte trotz eingehender Beschäftigung eine "Blackbox." Zu der Tat sagt er, "so etwas habe ich noch nicht gesehen."

 Sie machte Schluss, da rastete er aus

"Hier hat er hinein gebissen, man kann es sehen und fühlen". Spontan steht das 26-jährige Opfer auf und zeigt Richter Thomas Wolter das rechte Ohr. Die Trennung zwischen der jungen Frau und dem Angeklagten (27) ist in exzessiver Gewalt des Mannes eskaliert. Am Mittwoch wurde der Täter aus dem Landkreis Harburg deshalb wegen dreifacher Körperverletzung zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und der Zahlung von 9000 Euro an das Opfer verurteilt. Der 27-Jährige ist dabei haarscharf an einer langen Gefängnisstrafe vorbeigeschrammt, daran lässt Wolter in seiner Urteilsbegründung keinen Zweifel. Denn angeklagt war sogar eine Vergewaltigung.