Donnerstag , 1. Dezember 2022
Anzeige

Tag Archives: Literaturbüro

 Die Heldinnen bleiben im Schatten

Die Sachbuch- Autorinnen Nicole Mayer-Ahuja (M.), Ulrike Herrmann (r.) und Hadija Haruna-Oelker kommen nach Lüneburg. (Fotos: KP Witten, AW Johnston, Wolfgang Stahr)

Die neue Staffel der Sachbuch-Reihe "Was uns bewegt" des Literaturbüros beginnt mit der Frage nach der Chancengleichheit in unserer Gesellschaft: Noch immer bestimmt die Herkunft eines Menschen seine beruflichen Chancen. Das zumindest ist der Theorie-Ansatz, mit dem zwei Autorinnen am nächsten Dienstag nach Lüneburg kommen.

 Die eigenen Wurzeln und das Schweigen darüber

Deniz Ohde (links) und Yannic Han Biao Federer im Dialog. (Foto: t&w)

Deniz Ohde und Yannic Han Biao Federer haben ein gemeinsames Thema: Ihre neuen Romane "Streulicht" und "Alles wie aus Pappmaché" führen zu Protagonisten, die mit ihrer Herkunft hadern, verunsichert sind oder im Unklaren gelassen werden. Bei einer Tandemlesung im Heine-Haus sprachen die Autoren über ihre Erzählungen und autobiographische Bezüge.

 Wir konnten auch anders

Die Historikerin Annette Kehnel präsentiert Beispiele für Nachhaltigkeit als Arbeitsprinzip bei unseren Vorfahren. Der Übersetzer Maximilian Murmann stellt den Roman „Gegenwindschiff“ von Jaan Kross vor. (Fotos: Frank Post, privat)

Nachhaltigkeit als Begriff mag neu sein, der Inhalt an sich ist es nicht. Unsere Vorfahren reycelten vor Jahrhunderten schon als Architekten Baustoffe oder luden zu Second-Hand-Märkten. Darüber spricht die Autorin Annette Kehnel im Heine-Haus, dort beginnt der öffentliche Literaturbetrieb wieder.

 Freundschaft ist ein kostbares Gut

Nino Haratischwili und Moderator Tilmann Lahme 2019 bei einer Lesung im Glockenhaus. (Foto: t&w)

Keto, Dina, Ira, Nene waren beste Freundinnen – bis ihnen die Welt um die Ohren flog. Einen Bogen von Georgien in den späten 80ern, frühen 90ern bis in die Gegenwart spannt Nino Haratischwili in ihrem Roman „Das mangelnde Licht“. Ihren Roman über brutales Zerplatzen von Hoffnungen und über den Wert von Freundschaft stellt Haratischwili im Glockenhaus vor.

 Prosecco heilt nicht alle Wunden

Jovana Reising stellte ihre "Spitzenreiterinnen" im Heine-Haus vor. (Foto: phs)

In der Reihe "Aufbrüche" des Literaturbüros Lüneburg geht es um Wege, die zu einem erfolgreichen Romandebüt führen. Im zweiten Teil hat nun die Autorin und Filmemacherin Jovana Reisinger im Heine-Haus ihren Roman "Spitzenreiterinnen" vorgestellt, der sich um neun Frauen dreht, die eine Familie gründen und im Beruf vorankommen wollen.

 Poesie ist die Heimat von Emine Sevgi Özdamar

Emine Özdamar

Auf Einladung des Literaturbüros Lüneburg stelle die türkischstämmige Autorin Emine Sevgi Özdamar ihren neuen Roman "Ein von Schatten begrenzter Raum" vor. Ein Werk an dem sie neun Jahre gearbeitet hat, der viel Autobiographisches enthält. Auf 763 Seiten schildert sie ein Leben zwischen Istanbul, Berlin und Paris, von der Liebe zum Theater und der Suche nach Heimat.

 Die entgleisende Macht des Zufalls

Gert Loschütz freut sich über die einführenden Worte von Moderator Tilmann Lahme. (Foto: t&w)

Die erste Lesung im neuen Jahr: Auf Einladung des Literaturbüros Lüneburg im Rahmen der LiteraTour Nord stellte Gert Loschütz im glockenhaus seinen neuen Roman vor. Der spielt in Genthin und entwickelt vor dem Hintergrund des bisher schwersten (und dennoch wenig bekannten) Zugunglücks auf deutschem Boden, eine bezaubernde Liebesgeschichte.

 Liebe, Verrat und Denkmaschinen

Gert Loschütz. (Foto: Amrei-Marie)

Auch beim Literaturbüre herrscht Unsicherheit, ob die für Januuar geplanten Verstaltungen stattfinden können. Auf dem Programm stehen einige große Namen. Bis dahin werden nicht minder spannende Online-Lesungen angeboten.

 Eine verhängnisvolle Affäre

Jenny Erpenbeck erzählt vom Zerfall der DDR. (Foto: be)

Es liegen gut 30 Jahre Lebenszeit zwischen Hans und Katharina. Sie stürzen in eine Liebesgeschichte, kletten aneinander, entfremden sich und kommen doch nicht voneinander los. In ihrem Roman „Kairos“ erzählt zugleich eine Geschichte der Wendezeit und eine über das Festhaltenwollen an schon Verlorenem.

 Die konkrete Utopie

Wolfgang Kaleck, eingeladen vom Literaturbüro und von Amnesty International. (Foto: t&w)

Menschenrechte sind weltweit immer wieder in Gefahr, eine Folge gesellschaftlicher, politischer, wirtschaftlicher und ökologischer Fehlentwicklungen. Darüber sprach im Museum Lüneburg der Jurist und Autor Wolfgang Kaleck, der sein neues Buch "Die konkrete Utopie der Menschenrechte" vorstellte.