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Tag Archives: Mordprozess

 Lüneburg: Lebenslange Haft nach Mord an schwangerer Ehefrau

Lebenslang oder Freispruch - das stand zur Debatte, als um 11.03 Uhr im Namen des Volkes vor dem Landgericht Lüneburg ein Urteil gefällt wurde. Während die Verteidigerin davon ausging, dass es erhebliche Zweifel an der Täterschaft ihres Mandanten gab, sahen dies Staatsanwaltschaft und Gericht anders.

 Mordprozess: Das Lügengebäude stürzt ein

Der Angeklagte Aimen H. bestreitet, seine schwangere Frau erstochen zu haben. (Foto: be)

Aimen H. bestreitet, seine schwangere Frau (36) erstochen zu haben. Doch ein Bündel von Beweisen und Indizien macht für die Staatsanwaltschaft klar: Er war der Täter. Nun wurde im Prozess vor dem Landgericht lebenslange Haft gefordert.

 Mordprozess: Aussage des Angeklagten durch Handydaten widerlegt

Aimen H. (38) bestreitet, seine von ihm im siebten Monat schwangere Frau Hajer A. erstochen zu haben. Er will zur Tatzeit durch Lüneburg geschlendert sein und telefoniert haben. Doch die Verbindungsdaten seines Handys legen nahe, dass er zur Tatzeit in der Wohnung war, in der seine Frau gegen ihren Mörder kämpfte.

 Strafnachlass in Aussicht

Jens M. (53) war vor einem Jahr wegen versuchten Mordes an seiner Frau zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Im Revisionsprozess winkt ihm ein Strafnachlass.

Zwölf Jahre Haft lautete das Urteil gegen einen Schneverdinger aus dem Ortsteil Wintermoor, der versucht hatte, seine Frau zu erstechen, die sich einem anderem Mann zugewandt hatte. Der Bundesgerichtshof verwarf Teile des Urteils, stellte in Frage, dass der Mann aus "niedrigen Beweggründen" gehandelt hat. Nun wird erneut verhandelt.

 Die Reue des Beinahe-Mörders

Sechs Jahre Haft lautet das Urteil gegen Deniz K. (23) wegen versuchtem Heimtückemord. (Foto: be)

Deniz K. weiß, dass er um ein Haar als Mörder ins Gefängnis müsste. Elf Mal hatte er auf einen vermeintlichen Nebenbuhler eingestochen. Der wurde durch zwei Notoperationen gerettet. Jetzt wurde der 23-jährige Täter wegen versuchtem Heimtückemord zu Haft verurteilt.

 Tötung aus Fürsorge?

Der Angeklagte Landolf B.

Den meisten Femiziden, also Frauentötungen, liegen niedere Beweggründe wie Hass oder Besitzansprüche des Mannes zugrunde. In Boltersen (Kreis Lüneburg) aber soll ein Senior seine Frau erstochen haben, weil er fürchtete, dass sie nicht mehr gut gepflegt werden würde.

 Prozess um 19-Jährigen: Angeklagter spricht Entschuldigung aus

Der 19-jährige Angeklagte Fares A. neben seinem Anwalt vor der 2. Großen Jugendkammer des Landgerichts Lüneburg. (Foto: be)

Drei Schluss-Plädoyers hat sich das Gericht im Prozess um den 19-Jährigen am Donnerstag angehört und dabei drei unterschiedliche Strafforderungen vernommen. Das letzte Wort hatte der Angeklagte, welches er auch wahrnahm. Doch die Anwälte der Nebenkläger lenkten den Blick des Gerichts im wahrsten Sinne des Wortes noch einmal auf die getötete Abiturientin.

 Prozess um 19-Jährigen: Gutachter erkennt keine psychische Störung

Der 19-jährige Angeklagte Fares A. neben seinem Anwalt Moritz Klay vor der 2. Großen Jugendkammer des Landgerichts Lüneburg. (Foto: be)

Keine psychische Störung, aber eine narzisstisch-dissoziale Persönlichkeitsakzentuierung. So lautet das psychiatrische Gutachten über den 19-Jährigen, der bereits gestanden hat, seine gleichaltrige Freundin erstochen zu haben. Für den Gutachter bleibt der Angeklagte trotz eingehender Beschäftigung eine "Blackbox." Zu der Tat sagt er, "so etwas habe ich noch nicht gesehen."