Freitag , 30. September 2022
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Tag Archives: Premiere

 „Spring Awakening“: Wahrheit kann so schmerzvoll sein

Pascal F. Skuppe, musikalischer Leiter, und Friedrich von Mansberg, Leiter der Produktion.

Das Drama „Frühlings Erwachen“ von Frank Wedekind entwickelte sich beim Erscheinen 1891 zu einem Skandal. Wedekind brachte die fatalen Folgen spießbürgerlicher, verklemmter Moral auf die Bühne. Mit Musik von Duncan Sheik hat das Drama eine gegenwärtige, rockige Musicalfassung bekommen. Das „Junge Musical“-Team des Theaters Lüneburg führt "Spring Awakening" ab Freitag auf.

 Premiere für die „Drei Schwestern“

Elisa Reining als Mascha, Beate Weidenhammer als Olga und Berna Celebi als Irina. (Foto: t&w)

Sie hocken in der Provinz, träumen und reden von einem anderen Leben – und bleiben. Anton Tschechow beschreibt in seinem Drama „Drei Schwestern“, wie die Uhr tickt und die Zeit doch stehen bleibt. Im Theater Lüneburg zeigt eine Inszenierung von Daniel Kunze Menschen, die ihre Lethargie nicht überwinden können. Das ist heute nicht anders als vor 120 Jahren.

 Der „Mond“ ist aufgegangen

Das Jahrmarkttheater führt sein Publikum hinter den „Mond“ und es gilt, viele Rätsel zu lösen.

Es wird wieder mit dem Hocker von Station zu Station gewandert: Das Jahrmarkttheater führt sein Publikum in diesem Sommer hinter den „Mond“, denn alles ist anders als angekündigt. Zu erleben ist in Bostelwiebeck eine Komödie über das Verschwinden und Wiederfinden. Die Suche steckt voller Überraschungen, läuft nicht immer spannend ab, bleibt aber immer reizvoll – ein versponnenes Stück über ein verschwundenes Stück.

 Der Stoff, aus dem die Träume sind

Grandiose Bühneneffekte unterstützen die Shakespeare-Show. (Foto: Andreas Tamme - tonwert21.de)

Sie feierten mit dem „Struwwelpeter“ einen überraschenden, sensationellen Erfolg, eroberten mit dem „Black Rider“ die große Bühne und krönen eine Trilogie des schrägen Rock-Musiktheaters mit dem „Sturm“, frei nach und doch nah bei Shakespeare. Philip Richert, Gregor Müller und ein bis ins Mark engagiertes Team liefern dem Theater schon jetzt den Top-Hit der Spielzeit 2022/23.

 Alice auf dem Weg zu sich selbst

Das Jugendensemble 5 überzeugte auf ganzer Linie mit dem Stück „Alice oder Nichts“.

Das Jugendensemble 5 des theaters im e.novum spielt mit „Alice oder Nichts“ von Tobias Bungter eine moderne Fassung des weltbekannten Klassikers „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll. Ein ambitioniertes Projekt unter der Leitung von Nils Beckmann.

 In 90 Minuten durch die Welt

Lichtinszenierungen visiualisieren die Schöpfung.

Musik, Tanz, szenisches Spiel, Licht und Raum: Es ist ein spannendes und mutiges Projekt, das Friedrich von Mansberg für das Theater Lüneburg rund um das klassische, die Schöpfung als vollendetes Werk preisendes Oratorium konzipiert hat. In Videos und Szenen werden in St. Johannis die Abgründe des Menschseins deutlich, manchmal überdeutlich.

 Hinreißendes Tanztheater

Wilde Gefühle erlebt das Premieren-Publikum bei „Green Light“.

Eine Uraufführung über die seismografischen Schwingungen einer Lost Generation im Findungsprozess nach Lockdowns, Maskenpflicht und Abstandsregeln erlebte das Publikum im Theater Lüneburg. Das Tanztheater „Green Light“ feierte Premiere.

 Molières „Tartuffe“: Der Mensch ist leicht zu verführen

"Tartuffe" ist eine typische Komödie von Molière, zum Lachen komisch und zum Weinen tragisch.

Für Heuchler, Wahrheitsverbieger und Verquerdenker sind es immer gute Zeiten. Der Prototyp eines Heuchlers, den der Komödiendichter Molière schon 1664 ersann, passt auch ins Jahr 2022: „Tartuffe“. Das zeigt Bettina Rehm in ihrer Inszenierung am Theater Lüneburg und auch, wie viel Wahrheit in der Satire liegt.

 Als der Sonnenkönig finster schaute

Solo für einen großen Gauner: Gregor Müller in der Titelrolle. (Foto: Tamme)

Jean-Baptiste Poquelin alias Molière war ein begnadeter Bühnenautor von Komödien, ihm verdankte das Pariser Publikum zur Zeit des Sonnenkönigs die Erkenntnis, dass auch lustiges Theater gesellschaftliche Relevanz haben kann. In Lüneburg feiert nun "Tartuffe" mit Gregor Müller in der Titelrolle als groß angelegte Inszenierung Premiere.