Sonntag , 25. September 2022
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Tag Archives: Schneverdingen

 Brandstifter aus Ehefrust

Bisher drehte Michael I. (57) dem Publikum im Brandstifter-Prozess meist den Rücken zu. Als nun Zeugen schilderten, was sie bei den Bränden verloren, die ihm vorgeworfen werde, wandte er sich diesen aber zu. (Foto: A/be)

Es ist in Strafprozessen eher selten, dass die Staatsanwaltschaft für den Angeklagten Freispruch fordert, das Gericht dennoch eine hohe Haftstrafe verhängt. So geschah es nun vor dem Landgericht Lüneburg beim Prozess um eine Brandstiftung in Schneverdingen.

 Brandstifter-Prozess: Angeklagter lebt noch am Tatort

Bisher drehte Michael I. (57) dem Publikum im Brandstifer-Prozess meist den Rücken zu. Als nun Zeugen schilderten, was sie bei den Bränden verloren, die ihm vorgeworfen werden, wandte er sich diesen aber zu.

Das Feuer auf dem Gut Lünzenbrockhof in Schneverdingen vor einem Jahr war so heiß, dass Eichen in Flammen aufgingen und Außenspiegel abschmolzen. Jetzt schilderten Eigentümer der Hofstelle, welche Verluste sie erlitten.

 Brandstifter-Prozess: „Weiß nicht, welcher Teufel mich ritt“

Kurz bevor der Prozess wegen Brandstiftung gegen ihn begann, führte Michael I. (57) noch ein Telefonat.

Auf einer Hofstelle im Heidekreis brannte es 2021 in zwei Monaten zwei Mal. Das erste Mal wuchs sich zu einem Großbrand aus, bei dem ein Wohngebäude schwer beschädigt wurde. Ins Visier der Fahnder geriet ein Bewohner des Hofes. Zum Auftakt des Prozesses versuchte er sich im Kleinreden. Vergeblich.

 Geringere Strafe in der Revision

Jens M. (53) hatte versucht, seine Frau, die sich von ihm trennen wollte, mit zwölf Messerstichen zu töten. Seine Strafe wurde nun massiv verkürzt. (Foto: be)

Er wollte nicht akzeptieren, dass sich seine Frau einem anderen Mann zugewandt hatte. Da griff Jens M. zum Messer. Seine Frau überlebte den Angriff knapp. Im Revisionsverfahren wurde der Schneverdinger nun zu einer deutlich milderen Strafe verurteilt.

 Strafnachlass in Aussicht

Jens M. (53) war vor einem Jahr wegen versuchten Mordes an seiner Frau zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Im Revisionsprozess winkt ihm ein Strafnachlass.

Zwölf Jahre Haft lautete das Urteil gegen einen Schneverdinger aus dem Ortsteil Wintermoor, der versucht hatte, seine Frau zu erstechen, die sich einem anderem Mann zugewandt hatte. Der Bundesgerichtshof verwarf Teile des Urteils, stellte in Frage, dass der Mann aus "niedrigen Beweggründen" gehandelt hat. Nun wird erneut verhandelt.

 Mit Video: „Willkommen im Camp Reinsehlen“

Camp Reinsehlen

Was noch früher ein Militärflugplatz war und was später als Truppenübungsplatz dienen musste, ist heute ein Ort zwischen Lost Place und Naturwunder, Ruheoase und Freizeitvergnügen. „Willkommen im Camp Reinsehlen“, sagt Reinhard Mitterhuber zur Begrüßung. „Einem Stück Erde mit einer sehr bewegten Geschichte.“ Fest steht: Ein Besuch des Fleckchens bei Schneverdingen lohnt sich.

 LSK braucht unbedingt eine kleine Pause

Corona sorgt dafür, dass Fußball-Testspiele im Landkreis Lüneburg kaum möglich sind. Die zwei ranghöchsten Teams testeten in der Fremde: Der LSK ist trotz eines Sieges in Schneverdingen reif für eine kleine Pause, der MTV Treubund schöpft dagegen aus der Niederlage in Eichede Selbstvertrauen.

Kinderleiche in Schneverdingen aufgefunden

Bispingen/Schneverdingen. Eine Kinderleiche ist an einem Waldweg neben der B3 in Schneverdingen gefunden worden. Das teilt die Staatsanwaltschaft Lüneburg in einer Pressemitteilung mit. Ob es sich dabei um das elfjährige …

 Überlebt, weil das Messer brach?

Am Donnerstag startete der Prozess, in dem ein 52 Jahre alter Mann des versuchten Mordes an seiner Frau angeklagt wurde. Astrid M. lag in ihrem Bett, als Jens M. plötzlich im Zimmer stand, um kurz darauf mehrfach mit einem abgebrochenen Messer auf seine Frau einzustechen. Erst als die Töchter ins Zimmer kamen, ließ der Mann von seinem Opfer ab. Zu den Motiven schweigt er. Dem Gericht blieb nur ein mühsames Herantasten an die Tatumstände.