Sonntag , 25. September 2022
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Tag Archives: Theater Lüneburg

 Der Stoff, aus dem die Träume sind

Grandiose Bühneneffekte unterstützen die Shakespeare-Show. (Foto: Andreas Tamme - tonwert21.de)

Sie feierten mit dem „Struwwelpeter“ einen überraschenden, sensationellen Erfolg, eroberten mit dem „Black Rider“ die große Bühne und krönen eine Trilogie des schrägen Rock-Musiktheaters mit dem „Sturm“, frei nach und doch nah bei Shakespeare. Philip Richert, Gregor Müller und ein bis ins Mark engagiertes Team liefern dem Theater schon jetzt den Top-Hit der Spielzeit 2022/23.

Sturm aus dem Bilderbuch

Gruppenbild mit Sedna: Fotos von der symbolischen Übergabe großer Schecks müssen nicht langweilig sein – das Theater Lüneburg beweist es. (Foto: tamme)

Die letzte Premiere der Saison im Theater Lüneburg gehört William Shakespeare – genauer: seinem Drama "Der Sturm". Philip Richert und Gregor Müller machten daraus eine Rock-Oper, mit Tanz, Artistik, Chorgesang und großem Brimborium auf der Bühne. Die Premiere am Sonnabend ist ausverkauft, für den Sonntag gibt es noch ein paar Karten. In der nächsten Spielzeit geht es aber weiter.

Grüne Bühne vor der Haustür des Theaters

Neues Grün, neues Angebot: Die Puppe Sednar gehört zu Shakespeares „Der Sturm“.

Als Teil des Experimentes „Lieblingsplätze“ im Rahmen der Zukunftsstadt Lüneburg 2030+ gestaltet das Theater Lüneburg den Vorplatz und lädt dort zu Veranstaltungen ein.

 Molières „Tartuffe“: Der Mensch ist leicht zu verführen

"Tartuffe" ist eine typische Komödie von Molière, zum Lachen komisch und zum Weinen tragisch.

Für Heuchler, Wahrheitsverbieger und Verquerdenker sind es immer gute Zeiten. Der Prototyp eines Heuchlers, den der Komödiendichter Molière schon 1664 ersann, passt auch ins Jahr 2022: „Tartuffe“. Das zeigt Bettina Rehm in ihrer Inszenierung am Theater Lüneburg und auch, wie viel Wahrheit in der Satire liegt.

 Als der Sonnenkönig finster schaute

Solo für einen großen Gauner: Gregor Müller in der Titelrolle. (Foto: Tamme)

Jean-Baptiste Poquelin alias Molière war ein begnadeter Bühnenautor von Komödien, ihm verdankte das Pariser Publikum zur Zeit des Sonnenkönigs die Erkenntnis, dass auch lustiges Theater gesellschaftliche Relevanz haben kann. In Lüneburg feiert nun "Tartuffe" mit Gregor Müller in der Titelrolle als groß angelegte Inszenierung Premiere.

 Neues Theater-Programm: Wer und wo, wenn nicht jetzt?

on links: Friedrich von Mansberg (Chefdramaturg), Thomas Dorsch (Generalmusikdirektor), Hajo Fouquet (Intendant), Hilke Bultmann (Leitende Dramaturgin Schauspiel), Sabine Bahnsen (Leiterin Junge Bühne T.3) und Olaf Schmidt (Ballettdirektor). (Foto: phs)

Das Theater Lüneburg meldet sich zurück. Corona hat die Proben und Aufführungen immer wieder infrage gestellt, jetzt stellte die Führungsriege im Rathausgarten den Spielplan für die nächste Saison vor. Uraufführungen und Premieren stehen im Mittelpunkt, aber eben auch Wiederaufnahmen und Stücke, die eigentlich schon vor zwei Jahren auf die Bühne gebracht erden sollten.

 Der Sog des Radikalen

Christoph Vetter (links) und Niklas Schmidt spielen zwei Brüder in einem von der Welt abgehängten Dorf. (Foto: t&w)

Das Buch wird als Roman zur deutsch-deutschen Wende gefeiert. Sabine Bahnsen hat „Mit der Faust in die Welt schlagen“ fürs Theater bearbeitet und erzählt die Geschichte zweier Brüder, die ins Milieu der Neonazis schliddern. Das Stück führt in eine Ecke, in der nicht nur die Kohle braun ist.