Sonntag , 4. Dezember 2022
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Tag Archives: Theater

 „Spring Awakening“: Wahrheit kann so schmerzvoll sein

Pascal F. Skuppe, musikalischer Leiter, und Friedrich von Mansberg, Leiter der Produktion.

Das Drama „Frühlings Erwachen“ von Frank Wedekind entwickelte sich beim Erscheinen 1891 zu einem Skandal. Wedekind brachte die fatalen Folgen spießbürgerlicher, verklemmter Moral auf die Bühne. Mit Musik von Duncan Sheik hat das Drama eine gegenwärtige, rockige Musicalfassung bekommen. Das „Junge Musical“-Team des Theaters Lüneburg führt "Spring Awakening" ab Freitag auf.

 Tschechows „Drei Schwestern“: Kann man am Leben vorbeileben?

Gleich zweimal inszeniert Daniel Kunze moderne Klassiker am Theater Lüneburg. Ende Oktober ist seine Sicht auf Henrik Ibsens „Hedda Gabler“ zu sehen. Bereits an diesem Freitag kommt seine Regie von Anton Tschechows „Drei Schwestern“ zur Premiere. Kunze und Team wollen zeigen, wie gegenwärtig das Stück ist. Etwa: Wie sehr Menschen an dem, was sie wollen, vorbeileben und wie sie in ihren Wünschen steckenbleiben.

 “Il Trovatore” am Theater Lüneburg: Gefühl schlägt Verstand

Mit einer der berühmtesten, vor musikalischen Einfällen überbordenden Oper beginnt die Spielzeit 2022/23 im Großen Haus des Theaters Lüneburg. Giuseppe Verdis „Il Trovatore“ wurde 1853 uraufgeführt, spielt in der Zeit um 1420 und wird von Regisseur Stefan Rieckhoff in eine zeitlose, zynische Spaßgesellschaft übertragen.

 Robert Wilson am Thalia Theater: “H – 100 Seconds To Midnight”

Die Schauspielerinnen und Schauspieler Marina Galic (von links), Barbara Nüsse, Pauline Rénevier und Jens Harzer. (Foto: Markus Scholz)

Mit „Black Rider“ hat Robert Wilson 1990 am Hamburger Thalia Theater einen Welterfolg geschaffen. Wilsons ästhetische, durchkomponierte Bildersprache ist jetzt noch einmal in Hamburg zu erleben. Der 80-jähriger Theatermagier stellt in „H – 100 Seconds To Midnight“ die ganz großen Fragen zum Sinn von Mensch und Welt. Antworten gibt’s nicht.

 Theaterfest: Eine Wundertüte mit Ansage

Elisa Reining (von links), Beate Weidenhammer und Berna Celebi stellen sich als Tschechows „Drei Schwestern“ dem Publikum vor. (Foto: t&w)

Am Ende des Theaterfestes steht eine Gala. In der geht es in schnellen Schritten durch die Spielzeit mit Kostproben von Oper bis Komödie, Ballett bis Revue. Das Publikum feiert die Künstler und damit auch das Ende der Corona-Maßnahmen. Bis zu den ersten Premieren sind es nur noch elf Tage.

 Die Iwanowna spielt mit Heimvorteil

Elisa Reining stellt sich als Natalja Iwanowna in Tschechows "Drei Schwestern" dem Publikum vor. (Foto: phs)

Acht Jahre lebte Elisa Reining in Essen, studierte dort Schauspiel, spielte am Schlosstheater Moers. Jetzt ist sie zurück in der Stadt, in der sie aufwuchs, und tritt ein Engagement am Theater Lüneburg an. Ihre erste Begegnung mit der Lüneburger Bühne hatte sie schon bei einem Schulpraktikum – in der Requisite.

 Open-Air-Theater: Intrigen in Plundersweilern

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Das altehrwürdige Kloster Lüne bietet den Rahmen für einen derben Schwank von Goethe: "Das Jahrmarktfest zu Plundersweilern" feiert am Freitag, 5. August Premiere. Die insgesamt 18 Rollen sind mit erfahrenen Lüneburger Akteuren besetzt: Isabel Arlt, Burkhard Schmeer und Gerry Hungbauer.

 Der „Mond“ ist aufgegangen

Das Jahrmarkttheater führt sein Publikum hinter den „Mond“ und es gilt, viele Rätsel zu lösen.

Es wird wieder mit dem Hocker von Station zu Station gewandert: Das Jahrmarkttheater führt sein Publikum in diesem Sommer hinter den „Mond“, denn alles ist anders als angekündigt. Zu erleben ist in Bostelwiebeck eine Komödie über das Verschwinden und Wiederfinden. Die Suche steckt voller Überraschungen, läuft nicht immer spannend ab, bleibt aber immer reizvoll – ein versponnenes Stück über ein verschwundenes Stück.

 Das Internet vergisst nichts

Von links: Carlotta Brüdersdorf, Smilla Mo Theobald, Celia Hoffmann, Lucienne Labinschus, Madita Klar und Anna Hehemann sind außer Mittwoch auch in einer Zusatzvorstellung am Donnerstag im Theater zu erleben. (Foto: t&w)

Aus Freundinnen werden plötzlich Feindinnen: Scarlett ist mit dem Mädchenschwarm Russell liiert, und zieht damit viel Neid auf sich. Dann taucht ein Nacktfoto von ihr in den sozialen Medien auf, und die Situation eskaliert. Scarlett beginnt sich zu wehren. Das ist der Plot des StudiSchauspiels, das nun Premiere im Theater Lüneburg feierte.