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Regen ist eine Gefahr im Straßenverkehr. Der Bremsweg verlängert sich und die Sicht ist eingeschränkt.

Wintercheck und Winterreifen

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Schlechte Sicht und rutschige Straßen

Mit verschiedenen Maßnahmen sind Autofahrer in Gefahrensituationen im Winter besser gewappnet.
Wenn die Tage kürzer werden, steigt das Unfallrisiko. Früh einsetzende Dunkelheit, schlechte Sicht durch Nebel, rutschige Fahrbahnen oder gar Blitzeis – dies sind nur einige der Gefahren, auf die Autofahrer sich jetzt einstellen müssen. Um vom ersten Wintereinbruch nicht kalt erwischt zu werden, sollte man rechtzeitig einen Wintercheck vornehmen. Schon vor dem ersten Frost sollten Reifenwechsel und Batteriekontrolle auf dem Programm stehen, der Frostschutz für Wasch- und Kühleranlage, die Wischblätter und die Beleuchtung überprüft werden. Hier einige Maßnahmen, mit denen Gefahrensituationen begegnet werden kann:

  • Licht bedeutet Sicherheit:
  • Eine funktionierende Lichtanlage ist in der dunklen Jahreszeit das A und O. Sie ist zentral für eine gute Sicht und die eigene Sichtbarkeit. Autofahrer sollten daher zum Herbstbeginn die Lichtanlage überprüfen lassen und deren einwandfreie Funktion kontinuierlich im Blick behalten. Tipp: Viele Autowerkstätten bieten einen kostenfreien Licht-Check an.

    • Für Durchblick sorgen:

      Neben guter Beleuchtung ist eine ungetrübte, klare Sicht essenziell für die Sicherheit. Fahrzeughalter sollten die Autoscheiben außen und innen gründlich reinigen und gegebenenfalls die Wischerblätter der Scheibenwischer erneuern. Weisen die Scheiben keinen Schmierfilm auf, kann das Luftgebläse sie außerdem viel schneller wieder von Kondenswasser und Eis befreien.

      • Fahrweise anpassen:

      Schlechte Sicht und regennasse Straßen bedeuten einen längeren Brems- und Anhalteweg. Besonders jetzt heißt es, runter vom Gas zu gehen, genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten und auch tagsüber gegebenenfalls zusätzlich das Abblendlicht einzuschalten.

      Wildwechsel: Aufgrund schlechter Sichtverhältnisse kommt es in der dunklen Jahreszeit eher zu Wildunfällen. In Waldgebieten sollten Autofahrer daher vorausschauend fahren und bei drohendem Crash dem Tier nicht ausweichen. Wildunfälle sind polizeimeldepflichtig – für Schäden zahlt in der Regel die Versicherung.
      Frühzeitig auf Winterreifen wechseln: Nicht erst bei Eis und Schnee, sondern bereits bei niedrigen Plusgraden sind Winterreifen die bessere Wahl. Die Gummimischung bleibt länger elastisch und bietet mehr Haftung. Wer frühzeitig wechselt, spart zudem Zeit und Nerven – denn bei Reifenhändlern und Werkstätten herrscht aktuell noch kein so großer Andrang.

      In der dunklen Jahreszeit sollten im Auto ein paar Gegenstände mitgeführt werden, die sich gegebenenfalls als nützlich erweisen – dazu gehören eine Taschenlampe, ein Eiskratzer, ein Handbesen, eine Isoliermatte und eine Wolldecke.

      Sicherheitsrisiko Bremsen

      Beim Wintercheck werden Beläge, Scheiben, Flüssigkeit und Reifen überprüft
      Technische Mängel am Fahrzeug führen immer wieder zu vermeidbaren Unfällen. Die häufigsten Schwachstellen laut den Daten des Statistischen Bundesamtes sind die Bereifung und das Bremssystem. Vor allem der Zustand der Bremsen kann gerade im Herbst, wenn Laub und Nässe den Bremsweg verlängern, über Leben und Tod entscheiden.

      Daher ist ein Bremsen-Check in dieser Jahreszeit besonders wichtig, denn Bremsen sind verschleißanfällige Hochleistungswerkzeuge.
      Die saisonale Sicherheitsüberprüfung nimmt daher jede einzelne Komponente genau unter die Lupe: die Bremsbeläge, die Scheibe, die Bremsflüssigkeit und natürlich auch die für die Bremsfähigkeit ebenfalls sehr wichtigen Reifen.

      Ist ein Austausch nötig, empfehlen Sicherheitsexperten, unbedingt zu Markenprodukten in Originalqualität zu greifen. Renommierte Unternehmen investieren bei Sicherheitstechnologien enorm viel in Forschung und Entwicklung: So gibt es zig Belagmischungen, die auf die gängigen Fahrzeugtypen abgestimmt sind. Auch bei den Bremsscheiben zahlt sich das Know-how eines Markenherstellers aus.

      Neben dem regelmäßigen Check-up sollte man selbst immer ein Auge auf die Bremssysteme seines Wagens haben. So sollten Autofahrer bei eigenhändigen Reifenwechsel den Bremsbelag und die Bremsscheiben auf Verschleiß überprüfen.

      Ein verändertes Bremsverhalten ist ein Alarmzeichen für Verschleiß oder zu viel Wasser in der Bremsflüssigkeit. Wird diese ausgetauscht, empfehlen Sicherheitsexperten ebenfalls Markenprodukte. Auch der Füllstand des Bremsflüssigkeitsbehälters im Motorraum sollte beachtet werden. Ist er zu niedrig, sollte eine Fachwerkstatt das Bremssystem überprüfen.

      Motoröl regelmäßig kontrollieren

      Hand aufs Herz: Wann haben Sie zum letzten Mal den Ölstand kontrolliert? Zu viele Autofahrer überlassen diese Aufgabe der Servicestation. Doch das ist nicht klug. Denn wenn das Lämpchen erst mal blinkt, kann es schon zu spät sein. Denn zu wenig Öl im Motor führt im schlimmsten Fall zu einem Totalschaden.

      Je älter das Fahrzeug, desto öfter sollte man kontrollieren – am besten nach dem Tanken, denn dann ist der Motor warm, das Auto steht im Normalfall auf einer ebenen Fläche und das Öl hatte genug Zeit, um in der Wanne zusammenzulaufen. Gegebenenfalls muss Öl nachgefüllt werden. Für die richtige Wahl sollte die Betriebsanleitung des Autos konsultiert werden.

      Gerade bei niedrigen Temperaturen übernimmt das Motorenöl eine wichtige Schutzfunktion: Schon beim morgendlichen Kaltstart muss es alle beweglichen Motorteile schnell und zuverlässig erreichen. Entscheidend dafür ist seine sogenannte Viskosität. Autofahrer sollten daher bei der Wahl ihres Motorenöls auf dessen Fließfähigkeit achten. Aufschluss darüber gibt die Viskositätsangabe: Das „W“ steht für Winter. Je niedriger die Zahl vor dem „W“, desto besser ist das Öl für niedrige Außentemperaturen und den Kaltstart geeignet.

      Aber nicht vergessen: Eine regelmäßige Ölstand-Kontrolle ersetzt noch keinen Motorölwechsel. Öl altert und wird, je länger in Gebrauch, desto schmutziger. Dies beeinträchtigt die Schmierung und kann ebenfalls zu Schäden führen. Daher sollte man den kompletten Inhalt regelmäßig von einem Kfz-Meisterbetrieb wechseln lassen.

      Fotohinweis: music4life/pixabay.com/akz-o