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Person, die den Start-Knopf eines Hybridautos drueckt

Darum sollte Ihr nächstes Auto ein Hybridauto sein

Nach den Abgasskandalen der letzten Jahre und vereinzelten Fahrverboten in deutschen Großstädten bieten gerade Hybridelektrofahrzeuge eine Möglichkeit, als Autofahrer etwas sorgenfreier in die Zukunft zu sehen. Können aber Hybridfahrzeuge den Autofahrern tatsächlich die Sorgen in allen Belangen nehmen?

Welche Fahrzeugtypen gibt es?

Wenn es um Neuzulassungen auf dem europäischen Automobilmarkt geht, hatten Elektro- sowie Hybridfahrzeuge bislang nur einen geringen Anteil am Markt. Dies scheint sich laut aktueller Studien zur E-Mobilität in Europa künftig zu ändern, da der Gedanke an den Umweltschutz zunehmend in den Vordergrund rückt. Auf diese Tendenz reagieren auch die Automobilhersteller und bieten entsprechende Alternativen zu herkömmlichen Fahrzeugen an.

Tatsächlich muss sich jeder, der ein Elektro- oder Hybridfahrzeug erwerben will, einem recht komplexen Thema stellen. Die verschiedenen Arten nicht-klassisch betriebener Fahrzeuge ist so umfangreich wie die sich daraus ergebenen sinnvollen Einsatzbereiche.

Im Grunde können zusammenfassend drei Hauptvarianten unterschieden werden:

  • Reine Elektroautos,
  • von außen nicht aufladbare Hybridfahrzeuge und
  • Plug-in-Hybride (Hybridfahrzeuge, welche auch extern geladen werden können).

Reine Elektroautos haben nur einen Elektromotor verbaut, welcher durch einen Akku betrieben wird. Diese haben einen sehr guten Wirkungsgrad (ca. 85% bei Elektromotoren, 20 bis 37% bei Ottomotoren), aber im Vergleich zu konventionell betriebenen Fahrzeugen zumeist eine geringere Antriebsleistung sowie eine deutlich geringere Reichweite.

Alle Hybridfahrzeuge hingegen werden sowohl von zumindest einen Elektromotor mit zugehörigem Akku als auch einem Verbrennungsmotor mit entsprechendem Betriebskraftstofftank angetrieben. Hybride, die nicht extern versorgt werden können, laden ihren Akku durch nicht verbrauchte Energie des Verbrennungsmotors sowie Energie, welche beim Bremsen des Fahrzeugs erhalten werden kann. Die andere Variante der Hybridfahrzeuge kann zusätzlich durch externe Stromquellen, zum Beispiel durch eine heimische Ladestation, elektrisch „betankt“ werden.

Welcher E-Auto-Typ bin ich?

Jeder, der sich ein neues Fahrzeug anschaffen möchte, muss sich im Prinzip dieselbe Frage stellen: Wie oft benutze ich Bremse und Gaspedal?
Für alle, welche salopp formuliert häufiger bremsen, also zumeist in der Stadt oder in den Bergen fahren, ist ein Fahrzeug von großem Vorteil, welches die Energie dieses häufigen Bremsens nutzt und somit Kraftstoff und letztendlich Geld einspart.
Diejenigen Autofahrer, welche täglich viel Gas geben müssen, weil sie beispielsweise als Berufspendler häufig auf einer Autobahn unterwegs sind, werden eher auf Fahrzeuge mit weiter Reichweite und effizienter Kraftstoff- und Energienutzung setzen.

Alle, die ihr Fahrzeug lediglich für Einkäufe oder für kurze Strecken nutzen, denken sicher eher an Sparsamkeit als an Antriebsleistung.
In jedem Fall macht sich ein potenzieller Käufer von Elektro- und Hybridautos in Europa Gedanken um seinen ökologischen Fußabdruck und resultierende Zukunftstauglichkeit seines Fahrzeuges. Über die ökologischen Zukunftsüberlegungen hinaus sind Hybridfahrzeuge aber auch weniger störanfällig, da der Elektromotor den Verbrennungsmotor gewissermaßen vorm Übertouren oder „Absaufenlassen“ und damit zusätzlichem Verschleißen schützt.

Heißt ökologisch sorgenfrei auch ökonomisch sorgenfrei?

Auch hier kommt es wieder auf die sinnvolle Kombination der möglichen E-Varianten mit dem Fahrverhalten des künftigen Besitzers an. Zwar sind E-Autos in der Regel teurer als ihre herkömmlich angetriebenen Schwestermodelle, jedoch können einige Gründe angeführt werden, warum dies nicht zur Belastung des Geldbeutels werden muss.
Elektromotoren haben einen höheren Wirkungsgrad, Hybridfahrzeuge folglich ebenfalls. Durch das Hinzunehmen eines Elektromotors kann so bis zu 30% an Kraftstoff eingespart werden.
Zunächst bis Juni 2019 laufen Bundesförderprogramme für Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge.

Käufer von extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen können beispielsweise eine Summe von bis zu 1500 Euro als Förderung erhalten – vorausgesetzt der Anbieter des Fahrzeugs gewährt dieselbe Summe als Rabatt.

Hybridfahrzeuge können für die meisten durchaus öko sein

Hybridfahrzeuge sind definitiv eine Überlegung wert, da sie nicht nur ökologisch, sondern für die meisten potenziellen Käufer auch ökonomisch durchaus Sinn machen können. Natürlich sollte dabei jeder eine für ihn passende Kombinationen herausfinden, um so das Potenzial der Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge auch wirklich für sich nutzen zu können.

Titelbild: ©iStock.com – Olivier Le Moal