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Zimmer einer Studentenwohnung

Die erste eigene Wohnung – Worauf musst du achten?

Es ist ein großer und wichtiger Schritt im Leben: Die erste eigene Wohnung. Und meist ist der Auszug von zu Hause mit einem ordentlichen Stück Selbständigkeit verbunden, mit Verantwortung, Planung und viel Organisation. Neben Wohnungssuche (Wo sucht man überhaupt?) und Mietvertrag (Unterschreibt Mama oder Papa?) sorgen Möbel und Einrichtung, Verträge für Strom, Internet und Fernsehen für Verwirrung. Wer selbständig werden will, sollte jetzt nicht die Eltern bitten, das alles zu organisieren, sondern sich erst einmal selbst informieren!

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Wohnungssuche online und offline

Die erste Anlaufstelle für Wohnungssuchende sollte immer das Schwarze Brett an Universität, Hochschule, Berufsschule oder Ausbildungsbetrieb sein. Wer an junge Leute gerne vermietet, inseriert in der Regel dort. Studentenwerke und Wohnungsbaugesellschaften sind weitere Möglichkeiten, kostengünstig unterzukommen.

Zugegeben: Ein Wohnheim ist nicht jedermanns Sache. Ob man WG-tauglich ist, sollte man im Zweifelsfall ausprobieren. Tageszeitungen und Magazine für junge Leute haben häufig auch einige Seiten mit Wohnungsinseraten, die man durchaus durchsehen kann. Und wenn man da immer noch nicht fündig wird, sind Internetseiten wie WG-gesucht oder Immoscout empfehlenswert. Übrigens sind auch Universitäten und Fachhochschulen mitsamt Studentenvertretung, Studentenwohnheimen und anderen Services online! Es lohnt, verschiedene Wohnungen anzuschauen und vor allem auf die Raumeinteilung zu achten.

Die nächste Hürde: Der Mietvertrag

Der Mietvertrag wird in der Regel von dem- oder derjenigen unterschrieben, der oder die die Miete zahlt. Es kann also durchaus sein, dass nicht nur Du, sondern auch Dein Vater oder Deine Mutter den Mietvertrag unterschreiben muss. Wenn Du eine gute Wohnung zum Beispiel online gefunden hast, solltest Du Dir den Vertrag aufmerksam durchlesen. Was ist in den Nebenkosten enthalten? Sind die überhaupt aufgeschlüsselt? Darfst Du einen eigenen Vertrag für Strom, Heizung, Kabelfernsehen, Internet und ähnliches abschließen, oder ist alles schon geregelt?

Wohnungen in studentischen Einrichtungen sind nicht nur aufgrund der niedrigeren Gesamtmiete interessant, sondern auch, weil in den meisten Fällen sämtliche Nebenkosten enthalten sind und kein weiterer Vertrag ausgehandelt werden muss. Pflichten bezüglich Treppenhausreinigung, Müllentsorgung, Pflege gemeinschaftlich genutzter Räume und der Gehwege vor dem Haus sind ebenfalls im Mietvertrag festgehalten. Außerdem steht darin, wie hoch eine meist zu verrichtende Kaution ausfällt und wie viele Monatsmieten im Voraus gezahlt werden müssen. Kündigungszeiten sollten ebenfalls aufgeführt sein.

Video: Studienstart: Was es bei Mietvertrag und Co. zu beachten gilt

Die Einrichtung: Ohne das geht es nicht!

Studentische Wohnungen werden meist bei Auszug neu gestrichen, sind zumindest teilmöbliert (Bett, Schrank, Schreibtisch, Stuhl und Tisch) und dementsprechend als erste Wohnung sehr günstig. Wer eine private Wohnung anmietet, muss unter Umständen bei Einzug tapezieren und/oder streichen, Vorhänge und Teppiche müssen selbst besorgt werden. Die kann jedoch auch eine Chance sein, die Wohnung individuell nach dem eigenem Geschmack zu gestalten und einzurichten. Zu beachten sind dabei generelle Einschränkungen, was das Anbringen von Nägeln und Schrauben in Wänden und Decke angeht.

Private Wohnungen sind in Deutschland außerdem in der Regel nicht möbliert. Die Einrichtung des Jugendzimmers bei den Eltern reicht nicht aus. Das brauchst Du in der ersten eigenen Wohnung unbedingt:

  • Bett
  • Nachttisch
  • Kleiderschrank
  • Schreibtisch
  • Stuhl oder Stühle
  • Regale
  • Badeinrichtung (Regal oder Schrank, Duschvorhang und ähnliches)
  • Kücheneinrichtung (Kühlschrank, Herd, Spülbecken, Regale, Hängeschränke, Stühle und Tisch, )

Wohnungen wachsen mit der Zeit

Erwarte nicht, in der ersten Wohnung vom ersten Tag an komplett eingerichtet zu sein. Das überfordert nur. Viele Dinge haben Zeit und können innerhalb der ersten Wochen und Monate besorgt werden. Wohnungen und ihre Einrichtungen wachsen zudem über die Jahre, es kommen immer mal wieder neue Möbelstücke und Dekorationen hinzu. Plane das also besser ein, sonst wird die Wohnung von Anfang an zu voll.

Übrigens lohnt es, vor dem Gang ins Möbelhaus bei Oma auf dem Dachboden zu stöbern: Da lagern manchmal wahre Schätze.

Titelbild: ©istock.com – ppa5