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Modernes Schlafzimmer mit Oeko-Moebeln

Trend Öko-Möbel – die natürliche Einrichtung

Die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit spielen im Alltag immer mehr Menschen eine große Rolle – und zwar nicht nur beim Einkaufen, sondern auch beim Wohnen. Sogenannte Öko-Möbel haben Einzug in deutsche Wohnzimmer gehalten und beweisen, dass Natur und Design sich hervorragend miteinander vertragen.

Was zeichnet Öko-Möbel aus?

Öko-Möbel und Heimtextilien enthalten keine oder zumindest viel weniger Schadstoffe als herkömmliche Möbel und Einrichtungsgegenstände. Das Holz stammt aus nachhaltiger Waldwirtschaft, und auf schädliche Lacke und Lasuren wird fast vollständig verzichtet. Das bietet gleich mehrere Vorteile: Zum einen werden die natürlichen Ressourcen der Erde nicht so stark ausgebeutet, zum anderen profitiert der Mensch von einer gesünderen Raumluft und somit von mehr Wohlbefinden. Allergiker können wieder frei durchatmen, und bei Kindern wird das Risiko für die Entstehung einer Allergie sowie von Asthma deutlich gesenkt.

Da Öko-Möbel meist aus Massivholz bestehen, sind sie zudem ausgesprochen robust und langlebig – im Gegensatz zu konventionellen Möbeln, die in der Regel aus billigen Spanplatten gefertigt werden und schon nach wenigen Jahren entsorgt werden müssen.

Woran erkenne ich hochwertige Öko-Möbel?

Vor allem die gängigen Ökosiegel machen es dem Verbraucher einfach, Öko-Möbel von normalen Möbeln zu unterscheiden. Besonders bekannt und weit verbreitet ist der Blaue Engel: Er steht für schadstoffarm und umweltschonend produzierte Möbel, aber auch für ökologische Matratzen und Wandfarben. Bei Möbeln und Einrichtungsgegenständen aus tropischen Hölzern darf das FSC-Siegel des Forestry Stewardship Council keinesfalls fehlen. Es gilt als wichtigstes Gütesiegel für Holz und ist vor allem auf Möbeln aus Teakholz zu finden. Inzwischen werden weltweit mehr als 90 Millionen Hektar Wald nach den FSC-Standards bewirtschaftet, Tendenz steigend. Darüber hinaus finden sich auf ökologisch produzierten Möbeln folgende Siegel:

  • ÖkoControl: hochwertige, schadstoffgeprüfte Möbel aus nachwachsenden Rohstoffen
  • Das Goldene M: schadstofffreie, stabile und hochwertig verarbeitete Möbel
  • RAL: gesundheitlich unbedenkliche Möbel, Farben, Hölzer etc.

Tipps für den Einkauf von Öko-Möbeln und Einrichtungsgegenständen

Wer ökologisch wohnen und leben möchte, kann noch mehr tun, als beim Einkauf auf Gütesiegel zu achten. So gilt es, beim Möbelkauf grundsätzlich Einrichtungsgegenstände aus nachwachsenden Rohstoffen zu bevorzugen – also beispielsweise aus Holz, Baumwolle, Bambus oder Schurwolle. Ist Leim unverzichtbar, sollte dieser frei von Lösungsmitteln und Formaldehyd sein, denn nur dann ist gewährleistet, dass die eigene Gesundheit so wenig wie möglich belastet wird. Auch Lacke, Öle und Wachse auf natürlicher Basis sind besser für die Raumluft und erleichtern Allergiker das Atmen.

Außerdem ist es ratsam, auf Möbel mit vielen Klebeflächen zu verzichten und beim Kauf von Polstermöbeln und Matratzen Wert auf natürliche Füllungen wie Kokos oder Rosshaar zu legen. Auch die natürlichen Fasern von Vorhängen, Wolldecken und Teppichen stammen im Idealfall aus kontrolliert ökologischem Anbau. Bei Schafswolle lohnt sich zudem ein Blick aufs Etikett, um sicherzustellen, dass die Tiere artgerecht gehalten werden.

Verantwortungsvoll leben und wohnen

Der Wunsch, einen verantwortungsvollen Lebensstil zu führen und die schrumpfenden Ressourcen dieser Erde so wenig wie möglich zu belasten, äußerst sich inzwischen bei Menschen aller sozialen Schichten. Auch Möbelhersteller haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten eine immer größere Auswahl an ökologischen Möbeln und Einrichtungsgegenständen an, die gut für Mensch und Umwelt sind.

Titelbild: ©iStock.com – KatarzynaBialasiewicz