Donnerstag , 17. Oktober 2019
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Gartengestaltung 2.0 – Die wichtigsten Geräte für den eigenen Garten

Wer einen eigenen Garten hat, muss ihn auch pflegen. Die passenden Geräte dafür (manuell und elektrisch) gibt es in Hülle und Fülle in jedem Baumarkt und Online-Shop. Nützlich sind sie alle, doch welche davon sind wirklich wichtig und welche sind reiner Luxus?

Bestandsaufnahme – Um was für einen Garten geht es?

Die Gärten sind so vielfältig wie ihre Besitzer. Daher muss sich die Auswahl der Geräte auch danach richten, welche Anforderungen der Garten an die Pflege stellt. Wer lediglich ein kleines Rasenstück mit einer Handvoll Zierblumen zu bewirtschaften hat, benötigt eine völlig andere Ausrüstung als jemand, der Obstbäume und einen Teich sein Eigen nennt.
Die Auswahl der Geräte richtet sich also nach der Pflanzenart und außerdem nach der Bodenbeschaffenheit. Denn diese ist für die Auswahl der richtigen Form und Stärke der Geräte wichtig. Schwere Erde oder ein lehmiger Untergrund benötigt ein wesentlich robusteres Werkzeug als einfache Gartenerde in einem Hochbeet.
Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Geräte auch irgendwo gelagert werden müssen. Je mehr Geräte vorhanden sind, desto mehr Stauraum, beispielsweise in Form eines Geräteschuppens, sollte vorhanden sein.

Die verschiedenen Arten der Gartengeräte

Anstelle von Arten kann man auch von Werkzeuggruppen sprechen, die je nach Arbeitsvorgang unterteilt werden. Dazu gehören die folgenden Bereiche:

  • Bewässerungszubehör (beispielsweise Gießkanne oder Schlauch mit Box oder Schlauchwagen, aber auch Gartensprenkler. Ohne eine Gießkanne geht es eigentlich nicht).
  • Geräte zur Rasenpflege (beispielsweise Rasenmäher, Rasentrimmer, Vertikutierer zur Entfernung von Moos oder abgestorbenen Raseneilen).
  • Geräte für die Erdarbeiten (beispielsweise eine Schaufel oder Spaten.
  • Geräte für die Bodenpflege, dazu gehört auch die Unkrautbekämpfung (beispielsweise ein Grubber zur Lockerung des Bodens oder die Harke zum anschließenden Entfernen von störenden Steinen oder auch Pflanzenresten oder ein Unkrautstecher und ein Fugenkratzer).
  • Diverse Pflanzhilfen wie Hacken aber auch kleinformatige Harken oder Blumenkellen mit kurzem Stil, um im Blumenbeet zu arbeiten.
  • Verschiedene Schnittwerkzeuge (Scheren für Pflanzen, Hecken, Äste, Sträucher).
  • Transporthilfenwie Schubkarre, Eimer oder Körbe.
  • Kleines Zubehör wie Gartenhandschuhe, Pflanzholz, Schnur, Gartenmesser, aber auch ein Besen für losen Dreck auf den Gartenwegen.

Mindestausstattung: Nur 10 Gartengeräte reichen völlig aus!

Diese grobe Einteilung ist als Richtlinie für einen Standardgarten mit Rasen und Blumen zu sehen. Sie umfasst aber nicht die Spezialgeräte zur Pflege von Obstbäumen oder Gartenteichen. Es wird jedoch empfohlen, dass zur Mindestausrüstung jedes Gartenbesitzers ein Gerät aus jeder dieser Gruppen vorhanden sein sollte. Dies kann als Basis-Standardausrüstung bezeichnet werden.

Dass diese Geräte nicht nur ausreichend, sondern auch äußerst beliebt sind, zeigt sich insbesondere daran, dass gerade die einfachsten Hilfsmittel zu den wichtigsten und vielfältigsten Werkzeugen zählen, ganz vorn Unkrautstecher sowie Strauch- und Heckenschere. Mit der grundlegenden Ausrüstung kann die Gartenarbeit in Angriff genommen werden.

Luxusgeräte für Liebhaber und Besitzer großer Gärten

Für Personen, die ihren Garten wie ein Kleinod hüten und sehr viel Zeit mit der Pflege und Verschönerung zubringen, sind die vorgenannten Basisgeräte nicht ausreichend. Denn wo es Gartenteiche, Obstbäume und viele Ziersträucher und auch Hecken als Grundstückseinzäunung gibt, braucht man eine weit umfangreichere Ausrüstung.

Zur Zeit- und Kraftersparnis kommen hier außerdem verstärkt elektronische Geräte zum Einsatz. Darüber hinaus ist man als Gartenliebhaber auch eher bereit, sich teurere Geräte anzuschaffen.

Bei großen Grundstücken sind außerdem auch Wege zu bewirtschaften, die im Sommer gekehrt und im Winter geräumt werden müssen. Für viele Arbeiten gibt es heute zum Glück elektrische Geräte (mit Kabel oder Akku) in verschiedenen Ausführungen.

Profis greifen daher neben Pickel, Schaufel, Spaten, Harke, Grabegabel, Hacken und Grubber zu weiteren Geräten. Sogar die Hacken gibt es bereits als Motorhacke, was eine deutliche Arbeitserleichterung darstellt wegen des geringeren Kraftaufwandes.

Bewässerung:

Große Gartenanlagen werden dabei nicht mit dem Schlauch mühsam gegossen, sondern stattdessen kommen moderne Sprinkleranlagen zum Einsatz.

Gartenscheren:

Im großen Garten wird eine Schere für gewöhnlich nicht genügen, da aufgrund der unterschiedlichen Dicke von Sträuchern und Ästen auch verschiedene Geräte verwendet werden müssen.

Astscheren haben außerdem einen langen Griff, um die richtige Schnittstelle optimal erreichen zu können. Daneben gibt es Strauchscheren (klassisch manuell oder mit Akkubetrieb) sowie Heckenscheren, die ebenfalls in verschiedenen Varianten erhältlich sind. Je nach Einsatzzweck sind kabelgebundene oder akkubetriebene Modelle besser geeignet.

Wege pflegen:

Natürlich hat auch ein Profi einen Besen im Geräteschuppen, aber die Ausrüstung ist hier meist erweitert auf Kehrmaschinen, Schneeschieber und Schneefräsen oder sogar einen Streuwagen. Auch Hochdruckreiniger sind äußerst beliebt. Wenn Laub im Weg liegt, greift der moderne Hobbygärtner gerne zu Laubbläser und Laubsauger.

Rasenpflege:


Sie erfolgt nicht nur durch den Rasenmäher, sondern mindestens noch durch den Vertikutierer und Lüfter, beides ist als Kombigerät erhältlich. Große Flächen werden nicht mehr mit dem gewöhnlichen Rasenmäher gemäht, sondern bei ausgedehnten Grünanlagen gibt es den Aufsitzmäher oder natürlich den sehr beliebten Mähroboter, der die Arbeit ganz alleine verrichtet.
Dazu kommen beim Rasen rückenschonende Unkrautstecher zum Einsatz sowie Grasscheren, (Motor)Sensen und Sicheln. Hilfreich ist ein Fugenkratzer, falls der Rasen oder das Unkraut bis an Umrandungen von Steingärten, Grillplätzen oder dem Swimmingpool reicht.

Bäume und Holz


Wer Obstbäume im Garten hat, benötigt noch ein paar spezielle Geräte zusätzlich. Dazu gehört vor allem eine Leiter, um an die oberen Äste zu gelangen oder auch, um Obst zu pflücken. Für das Obst, das vom Boden aus gut sichtbar ist, kann auch ein Obstpflücker mit Auffangbeutel zum Einsatz kommen.
Zum Baumschnitt, Baum fällen, aber auch zur Verarbeitung des Holzes oder Zerkleinerung zur Entsorgung sollten folgende Geräte ebenfalls vorhanden sein:

  • Axt/Beil für Baumfällarbeiten und Spaltarbeiten (Kaminholz)
  • Holzspalter/Hydraulikspalter
  • Häcksler für sperrige Gartenabfälle und lange Äste
  • Sägen: Gartensäge, Motorsäge, Kettensäge, Wippsäge (möglicher Betrieb der Sägen durch Benzin, elektrisch oder Akkubetrieb auch bei Motorsägen)

Teich/Pool

Wer darüber hinaus noch über einen Teich oder Pool verfügt, sollte mindestens über einen leistungsstarken Filter und zur Reinigung über einen Kescher (für Laub, Blätter oder anderen Unrat) sowie beim Teich über einen Teichschlammsauger verfügen. Im Winter empfehlen sich spezielle Abdeckungen. Je nach Teichart (Naturteich zum Schwimmen oder Koi-Teich) sind spezielle Geräte notwendig.

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