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Haus aus Münzen
Ein haus aus Geld Münzen und Geldscheinen. Symbolphoto für Hausbau und Bausparen

Lohnt sich ein Bausparvertrag überhaupt?

Diese Frage stellen sich all jene, die mit dem Gedanken spielen, sich ein Eigenheim zu finanzieren und die generell in einem Bausparvertrag eine gute Geldanlage sehen. In Anbetracht der aktuellen Niedrigzinsphase entscheiden sich auch immer mehr Verbraucher für einen Bausparvertrag, da diese von den niedrigen Zinsen profitieren. Die Bausparkassen jedoch haben aufgrund der Zinslage ganz schön zu kämpfen, so dass zum Teil auch der Staat unterstützend mit einer Lockerung der Vorschriften eingreifen muss.

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Ein Bausparvertrag lohnt sich unter bestimmten Voraussetzungen

Wer in den 90ziger Jahren einen Bausparvertrag bei seiner Bausparkasse abgeschlossen hat, kann sich über einen vergleichsweise hohen Sparzins freuen. Da in der jüngsten Vergangenheit die gute Zinslage für viele Bausparkassen zu Problemen führte, wurden vielen Bausparern der Vertrag aufgekündigt – mit der staatlichen Unterstützung soll dem nun entgegengewirkt werden. Künftig sollen sich Bausparer darauf verlassen können, dass auch langfristig die vereinbarten Zusagen eingehalten werden. Aber auch für Menschen, die sich gegenwärtig für den Abschluss eines Bausparvertrags entscheiden und sich in der Ansparphase befinden, hat der Bausparvertrag durch das niedrige Zinsniveau seine Vorteile. Prinzipiell sind sich Finanzexperten darüber einig, dass Verbraucher, die sich eine Immobilie finanzieren möchten, stets mit einem Bausparvertrag gut beraten sind, da dieser gemeinhin als eine solide Geldanlage gilt.

Sichere und stabile Geldanlage

Für passionierte Sparer ist zum jetzigen Zeitpunkt der Abschluss eines Bausparvertrages wenig attraktiv, denn die Niedrigzinsen werden von der herrschenden Inflationsrate quasi aufgehoben. Dennoch sollte die Option eines Bausparvertrages nicht gänzlich ad acta gelegt werden, denn mittels eines Bausparvertrages kann das angesparte Geld sicher geparkt werden.

Bauzinsentwicklung 1996 - 2015

Quelle: Bausparkasse Mainz AG, https://www.bkm.de/

Zudem ist die Bauzinsentwicklung der letzten Jahre für den Verbraucher als äußerst positiv zu bewerten. Die Sollzinsen haben sich – wie die obige Infografik zur Sollzinsbindung, die auf statistischen Daten der Deutschen Bundesbank basiert, deutlich macht – in den letzten 10 Jahren drastisch verringert, was dem Bausparer zu Gute kommt. Die günstige und stabile Darlehensvariante, die relativ frei von Schwankungen des Kapitalmarktes ist, lässt sich nur erreichen, wenn mehrere Menschen sparen.

 

Dies ist auch das Grundprinzip eines Bausparvertrages. Wenn beispielsweise zehn Leute in zehn Jahren eine bestimmte Summe an Geld ansparen, kann dadurch ein Haus finanziert werden. Generell ist es jedoch so, dass jeder Anleger eine ähnliche Wartezeit besitzt, um dann schlussendlich von dem angesparten Geld die Traumimmobilie zu finanzieren. Wie lange die Anspar- und Darlehensphase insgesamt andauert, hängt von dem vereinbarten Mindestsparbetrag, den anfallenden Zinsen und der Vertragslaufzeit ab.

Fazit

Ein Bausparvertrag ist in aller Regel eine gute Geldanlage, insbesondere dann, wenn sich die Zinslage in den kommenden Jahren noch zusätzlich verschlechtert, da der vereinbarte Zinssatz bei einem Bausparvertrag stabil bleibt. Die Sollzinsen in der Darlehensphase sind momentan sehr niedrig und somit für viele Verbraucher, die sich langfristig eine Immobilie finanzieren möchten, der richtige Weg. Für Menschen, die kurzfristig einen Kredit benötigen, sind jedoch günstige Bankkredite die bessere Option.

Bildquelle: Clipdealer