Home | Finanzen & Börse | In digitale Währungen investieren: Das müssen Sie wissen

In digitale Währungen investieren: Das müssen Sie wissen

Wer sein Geld in den Kryptomarkt investieren will, dem stehen ein paar interessante Möglichkeiten zur Verfügung. So kann man etwa mit CFDs (Differenzkontrakte) handeln, direkt sein Geld in eine Kryptowährung stecken und hoffen, dass es zu einer Wertsteigerung kommt oder auch einen Kredit, natürlich in Form einer digitalen Währung, zur Verfügung stellen.

Variante Nummer 1: Der CFD-Handel

Wer keine Coins kaufen will, jedoch von der Entwicklung des Kurses profitieren möchte, kann bei einem entsprechenden Broker ein Konto eröffnen und sodann Hebelzertifikate auf bestimmte Kryptowährungen kaufen. Einer der bekanntesten Broker mag eToro sein – hier stehen auch unzählige Kryptowährungen, so beispielsweise Bitcoin, Ethereum, Ripple, Cardano, Litecoin, Binance Coin oder auch IOTA, zur Verfügung. Kauft oder verkauft man einen Differenzkontrakt auf – beispielsweise – den Bitcoin, so handelt man ausschließlich mit dem Basiswert, nicht jedoch mit der Währung selbst.

Das heißt, wer mit CFDs auf Kryptowährungen handelt, der muss den Markt richtig einschätzen. Denn man kann natürlich auch sein Geld darauf setzen, dass es zu einem Kursverlust – also zu einer Preisminderung – kommt. Aufgrund der Tatsache, dass CFDs mit Hebel gehandelt werden, sind hohe Gewinne, jedoch aber auch nicht zu unterschätzende Verluste möglich. Aus diesem Grund sollte man immer mit risikoreduzierenden Instrumenten, etwa Take Profit oder Stop Loss, arbeiten.

Variante Nummer 2: Kryptowährungen kaufen und auf eine Wertsteigerung hoffen

Wer davon überzeugt ist, dass der Bitcoin demnächst einen Höhenflug erleben wird, sollte natürlich Coins erwerben und diese dann im digitalen Portemonnaie aufbewahren und verkaufen, sofern der Preis gestiegen ist. Bei dieser Variante ist es wichtig, dass man sich im Vorfeld selbst die Frage beantwortet, zu welchem Preis letztendlich verkauft werden soll.

Erinnert man sich an das Jahr 2017, so kletterte der Preis von 1.000 US Dollar (Januar) auf fast 20.000 US Dollar (Dezember) – wer hier im Sommer verkauft hat, der musste sich eingestehen, einen hohen Gewinn verpasst zu haben. Da jedoch Anfang 2018 der Absturz folgte, waren all jene die Gewinner, die dann noch im Bereich des Allzeithochs ihre Coins verkaufen konnten.

Variante Nummer 3: Der Handel mit den Kryptowährungen

Man kann natürlich auch mit Kryptowährungen handeln. Jedoch ist hier zu sagen, dass man auf diesem Gebiet bereits Erfahrung haben sollte. Denn zu glauben, dass der Handel mit digitalen Währungen mit dem klassischen Forex Handel verglichen werden kann, wäre fatal. Die Bewegungen, die am Kryptomarkt zum Alltag gehören, sollten niemals unterschätzt werden.

Wer hier Geld investiert, der kann richtig hohe Gewinne einfahren, muss sich aber bewusst sein, dass natürlich auch Verluste möglich sind. Ganz egal, für welche Strategie man sich schlussendlich entscheidet: Verluste dürfen niemals ausgeschlossen werden.

Variante Nummer 4: Als Kredit zur Verfügung stellen

Man kann heutzutage auch seine Bitcoins als Kredit zur Verfügung stellen. Dabei spricht man vom sogenannten Lending. Hier handelt es sich um das Prinzip des sogenannten Peer to Peer-Kredits. Das heißt, ein privater Kreditnehmer bekommt vom privaten Geldgeber die gewünschte Summe zur Verfügung gestellt; die Abwicklung erfolgt dann über eine entsprechende Plattform, die sodann für beide Seiten für die notwendige Sicherheit sorgt.

Vor allem Selbständige interessieren sich immer mehr für das Bitcoin-Lending, da hier die Kreditanforderungen wesentlich geringer als bei einem klassischen Kredit sind. Die Möglichkeit des Bitcoin-Lendings wird bereits von verschiedenen Bitcoin-Börsen angeboten und von immer mehr Menschen als Alternative zum klassischen Kredit wahrgenommen.

Risiko darf nicht unterschätzt werden

Wer mit Kryptowährungen arbeitet, der sollte wissen, dass es immer wieder nach oben wie auch nach unten gehen kann. Schwankungen, wie sie etwa auch beim Bitcoin tagtäglich beobachtet werden können, sind normal – das heißt, wer hier sein Geld investiert, braucht schon richtig starke Nerven.

Vor allem geht es aber darum, dass nur Geld investiert wird, das man nicht benötigt. Das heißt, man sollte immer nur frei verfügbares Kapital aufs Spiel setzen und keine Summen, die eventuell für die nächste Mietvorschreibung oder Kreditrate benötigt werden.

Titelbild: © iStock – Serhii Mudruk