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Verlängerte Fristen für Lohnsteuerhilfevereine und Tipps zur Abgabe der EST 2018

Grundsätzlich wurden die Fristen für die Abgabe der Steuererklärung 2018 verlängert. Dies geschah durch das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens vom 18.07.2016. Der Lohnsteuerhilfeverein hilft Steuerpflichtigen bei allem rund um die Steuererklärung im Rahmen der Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG und hilft dabei auch alle Fristen einzuhalten. Hier einige Tipps, um einen Verspätungszuschlag bei der Steuer 2018 zu vermeiden.

Neue Fristen für die Steuererklärung

Für die Abgabe der Einkommensteuererklärung gibt es neue Fristen. Wer sie selbst anfertigt, hat nun eine um zwei Monate verlängerte Abgabefrist, das heißt von ursprünglich 31. Mai auf 31. Juli im Folgejahr. Bei der Steuererklärung 2018 heißt das, dass die Abgabefrist bis zum 31.07.2019 läuft laut § 149 Abs. 2 AO.

Wer beim Lohnsteuerhilfeverein oder einem Steuerberater ist, bekommt ebenfalls diese zwei Monate als zusätzliche Frist, das heißt für die Steuer 2018 ist der Stichtag der 29.02.2020 bzw. aufgrund des Schaltjahres und des Wochenendes sogar erst der 02.03.2020.

Bisher war laut dem Fristenerlass eine solche Verlängerung über den 31. Dezember (Folgejahr) nur möglich, wenn ein begründeter Einzelantrag vorlag. Nunmehr besteht dieser Zeitraum bis Ende Februar des Folgejahres.

Die beratenden Berufe haben somit mehr Zeit die Steuererklärung Ihrer Mitglieder bzw. Mandanten abzugeben. Diese Regelung hilft zudem für eine kontinuierlichere Auslastung der Berater und der Mitarbeiter laut § 149 Abs. 3 und 4 Abgabenordnung.

Einkommenssteuererklärung noch nicht erledigt?

Es ist definitiv eine sehr gute Nachricht, dass die Einkommensteuererklärung für 2018 eine um zwei Monate verlängerte Frist hat. Die Steuerpflichtigen konnten nun bis zum 31.07.2019 abgeben.

Doch der Termin ist nun schon abgelaufen und viele haben ihre Einkommensteuererklärung noch immer nicht erledigt. Die Regelungen für den Verspätungszuschlag wurden im Gegenzug leider auch verschärft.

Es gibt jedoch Tipps, um unnötige Kosten einzusparen. Der erste Tipp ist eben der, die Fristverlängerung bei einer steuerlichen Vertretung zu nutzen. Der zweite Tipp beläuft sich darauf, eine eigene Fristverlängerung zu beantragen.

Der Lohnsteuerhilfeverein hilft bei allen Fragen

Wer seine Fristverlängerung bei einer steuerlichen Vertretung, wie beispielsweise dem Lohnsteuerhilfeverein, beantragt, kann sogar eine Verlängerung bis zum 29.02.2020 erhalten.

Nach Ablauf der 14 Monate und nach Ende des Kalenderjahres erhebt jedoch das Finanzamt einen Verspätungszuschlag.

Der Kunde muss jedoch bedenken, dass eine korrekte Bearbeitung der Steuererklärung entsprechende Zeit in Anspruch nimmt.

Damit die Einkommensteuererklärung noch pünktlich zum Abgabetermin beim Finanzamt eingeht, ist es wichtig, rechtzeitig einen Termin beim Berater zu vereinbaren, damit alle Unterlagen beisammen sind und die Fristen gewahrt werden können.

Der Verspätungszuschlag

Wenn die Einkommensteuererklärung dann nicht innerhalb dieser 14 Monate eingereicht wird, wird der Verspätungszuschlag festgesetzt.

Für jeden bereits angefangenen Monat beträgt dieser 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, mindestens jedoch 25 Euro für den Steuerpflichtigen. Sobald der 02.03.2020 also verstrichen ist, ist dies zwingend nötig.

Fazit

Für die Einkommensteuererklärung 2018 gibt es verlängerte Fristen. Diese Abgabefrist hat sich um zwei Monate verlängert, was den Steuerpflichtigen sehr zugute kommt. Jedoch haben sich auch die Regelungen für den Verspätungszuschlag angepasst. Es gilt daher, sich beim Lohnsteuerhilfeverein genau beraten zu lassen, damit alles ordnungsgemäß für die Steuer 2018 beim Finanzamt abgegeben wird.

Titelbild: © iStock – wutwhanfoto