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Diabetiker sollten ihre Füße besonders pflegen

Etwa jeder dritte Mensch mit Diabetes hat Probleme mit schmerzenden, kribbelnden oder sich taub anfühlenden Füßen, weil er an einer Nervenschädigung, der sogenannten Neuropathie, leidet. Bei dieser Erkrankung ist das Empfindungsvermögen der Füße gestört, wodurch das Risiko für unbemerkte Wunden, Erfrierungen oder Verbrennungen zum Beispiel durch ein zu heißes Fußbad steigt.

Füße auch im Winter schön pflegen
  • Auch wenn es nur ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft ist: Bewegung hält fit , ist gut für die Füße und hilft Diabetikern , den Blutzucker im Zaum zu halten. Ratsam ist es auch, mal ein paar Trainingseinheiten speziell für die Füße einzulegen. So kann man beispielsweise einen Tennisball unter den Fuß legen und den Fuß danach von der Ferse bis zu den Zehen über den Ball abrollen lassen.
  • Wenn der Winter die Haut austrocknet und sie dünn oder sogar rissig wird, weil die Schweißdrüsen nicht so gut arbeiten, dann benötigen die Füße besondere Pflege. Deshalb sollte man spezielle Cremes und Creme-Schäume verwenden, die zum Beispiel mit Harnstoff angereichert sind und die Haut geschmeidig halten.
  • Ein wärmendes Fußbad tut kalten Füßen im Winter gut. Doch Achtung: Da Menschen mit einer Neuropathie oftmals nicht wahrnehmen, wenn das Wasser zu heiß ist, sollte die Temperatur mit einem Thermometer überprüft werden. Auch zu heiße Wärmflaschen oder Heizdecken können unbemerkt Verbrennungen verursachen.
Die richtige Fußpflege
  • Passen die Schuhe auch mit dicken Socken und sind sie richtig vor Kälte geschützt? Haben sich kleine Steine im Schuh versteckt? Das sind wichtige Fragen, die sich vor allem Diabetiker stellen sollten, um zu verhindern, dass es Druckstellen, Wunden oder Erfrierungen an den Füßen gibt. Deshalb ist es wichtig, bei der Auswahl der Schuhe aufmerksam zu sein und sich gegebenenfalls vom orthopädischen Schuhmachermeister passende Schuhe anfertigen zu lassen. Diese sollten vor dem Anziehen auf Fremdkörper untersucht werden. Wer seine Füße regelmäßig kontrolliert und einen staatlich geprüften Podologen zu Rate zieht, sorgt auch im Winter für den richtigen Schutz.
  • Bereiten die Füße ständig Probleme, sollte man dies ernst nehmen und mit seinem Arzt darüber sprechen. Werden die Füße öfter taub und gefühllos, kribbeln, schmerzen oder brennen sie, so können dies Anzeichen von Nervenschäden in Folge eines Diabetes sein. Diese sind eine häufige Ursache für das sogenannte diabetische Fußsyndrom, das schlimmstenfalls sogar zu einer Amputation führen kann. Früherkennung ist der beste Schutz vor schlimmen Folgen. Mediziner testen die Nervenfunktion, indem sie das Vibrations-, Berührungs- und Temperaturempfinden in den Füßen bei schmerzlosen Tests überprüfen.
  • Außerdem gilt es, der diabetesbedingten Nervenschädigung möglichst frühzeitig entgegen zu wirken. Wichtigste Maßnahme ist eine möglichst gute Blutzuckereinstellung. Wer unter Beschwerden durch diabetesbedingte Nervenschäden leidet, dem kann zudem die Einnahme von Benfotiamin, einer Vorstufe des Vitamins B1, Linderung verschaffen. Der vitaminähnliche Stoff trägt dazu bei, die Bildung von schädlichen Zuckerabbauprodukten auszubremsen. Dadurch können Nerven und Blutgefäße geschützt werden.