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Mietnomaden – Wie Sie den Mietprellern auf die Spuren kommen

Offen gesprochen ist es nur ein sehr, sehr kleiner Teil der Mieter, die gleich von Anfang an die Absicht haben die Miete zu prellen und als Mietnomade von Wohnung zu Wohnung zu ziehen. Dagegen hilft Wachsamkeit – ohne aber geltendes Recht zu brechen – oder zu unfreundlich gegenüber dem Mieter aufzutreten. Denn im Endeffekt ist jeder (solvente) Mieter auch ein wertvoller Kunde für Einnahmen aus Ihrer Immobilie. Mit ein paar Tipps wird das Vermieten aber erfolgreicher und im Fall der Fälle können Sie auch selbstbewusst vorgehen, weil Sie die Zusammenhänge kennen.

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Bankbürgschaft oder professionelle Kaution: Keine Chance für Mietprell-Profis!

Bei einer Wohnungs- oder Hausbesichtigung kann der persönliche Eindruck durchaus in die Irre leiten: Gerade gewiefte Mietnomaden treten sehr seriös auf und haben gelernt die Instinkte der Vermieter anzusprechen.

Da das Einfordern einer Personalausweiskopie gar nichts bringt und zudem auch in Deutschland nicht erlaubt ist, sollten Sie dem Mietprell-Profi den Kreditprofi entgegenstellen. Das Beste daran: Der Kredit-Profi wird vom zukünftigen Mieter bezahlt – nicht von Ihnen.

Wenn Sie einfach feststellen wollen, ob der Mieter solvent ist, empfiehlt sich der Doppelschlag: Lassen Sie sich einen aktuellen Einkommensnachweis (wie den Gehaltszettel) geben, dieser darf kopiert werden. Eine kurze telefonische Rückfrage beim Arbeitgeber kann auch nicht schaden.

Um aber wirklich festzustellen, ob der Mieter kreditwürdig ist, sollten Sie die Mietkaution von der Bank verlangen. Diese bestätigt Ihnen dann, dass der Mieter für einen Kreditbetrag in dieser Höhe gut ist und stellt auch die Mietkaution! Vor der Kreditvergabe checken die Banken natürlich die entsprechenden Auskunftssysteme – von denen die SchufA nur eine ist.

Nach der Vermietung: Rechtzeitig die Warnsignale erkennen und nicht hinhalten lassen

Einige Menschen kaufen sich eine Eigentumswohnung nicht zur Selbstnutzung, sondern dafür, dass sie eine zusätzliche Altersvorsorge aufbauen können. Bei guter Vermietbarkeit sollten die Einnahmen eigentlich sprudeln, könnte man denken. In der Realität kann es aber vorkommen, dass der Mieter schon nach wenigen Monaten verspätet oder gar nicht mehr bezahlt.

Dann ist guter Rat gar nicht so teuer wie Sie vielleicht denken: Um weiteren Mietausfällen vorzubeugen sollten Sie möglichst schnell mit Hilfe eine Rechtsanwaltes die Kündigung aussprechen. Denn hier ist Zeit wirklich Geld: Bei Untätigkeit würde weitere Monate ins Land gehen, in denen Sie die Wohnung nicht vermieten können.

Hören Sie sich also keine Ausreden an und beginnen gleich mit dem Mahnvorgang. Da dieser immer eine festgesetzte Zeitspanne in Anspruch nimmt bedeutet: Früher beginnen auch früher ein Ergebnis haben.

Nach dem Wegzug: Detekteien einschalten und Inkasso nutzen

Wenn der Mietpreller bereits zugeschlagen hat und Ihnen einige Monatsmieten schuldet, dann zündet er meist die nächste Stufe des Vorgehens: Er zieht einfach weiter und sucht sich den nächsten Vermieter, den er ausnehmen kann. Die neue Adresse zu bekommen ist vergleichsweise schwierig, wenn Sie nicht genau wissen, wo er hingezogen ist.

Ein privater Ermittler (Detektei), wie zum Beispiel von der Detektei Frankfurt, ermittelt die neue Adresse, so dass Mahnbescheide rechtzeitig zugestellt werden können und auch eine Pfändung eingeleitet werden kann. Oftmals gibt es hier Einiges zu holen, weil viele Mietpreller auch den Versandhandel und andere schädigen.

Mit einem robusten Mandat lässt sich oftmals ein ansehnlicher Prozentsatz herausholen zumal auch zukünftige Vermieter anhand von SchufA-Einträgen und weitergehenden Informationen gewarnt werden können. Verlangen Sie eine Mietkaution – wie in Absatz 1 beschrieben – so sind Sie geschützt.

Video: Tatort Wohnung – Miet-Nomaden, Nachbarschafts-Mobbing

Bei Mietprellern hilft weder Großzügigkeit noch Ohnmacht

Die Miete zu prellen ist unserer Meinung nach eine Straftat, die mindestens so schwer wie andere Vermögensstraftaten wiegt. Die Mietnomaden sehen dies aber oft anders und vertrösten den Vermieter das eine und das nächste Mal bis sie schließlich ganz verschwinden.

Empathie und Zuhören sind dann genau der falsche Weg: Neben Geld verlieren Sie auch noch weitere Zeit. Machen Sie es den Mietprellern mit praktisch allen legalen Mitteln so unangenehm wie möglich. Ziehen Sie ggf. den Profi hinzu, damit der Mietnomade nicht noch länger zu kostengünstig wohnt.

Auch hier hilft der von der Polizei oftmals kommunizierte Rat als Opfer einer Straftat Licht, Lärm und Leute zu suchen. Dies betrifft auch weitere Beteiligte wie beispielsweise eine Hausverwaltung oder auch die kommunalen Versorger. Drohen Sie dem Mieter auch an die Stromrechnung nicht zu bezahlen – wenn er mit den Mietzahlungen in Rückstand gerät – dann kommt sehr schnell der Stromsperrer.
Titelbild: ©istock – Highwaystarz-Photography